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Verschärfung durch CoronaKrankenschwester: „Wir werden seit Jahren personell ausgehungert“

Durch das Pflegepersonal der Kages-Häuser in der Steiermark geht ein Aufschrei: Überarbeitung, geringe Wertschätzung und große Belastung stünden an der Tagesordnung. Wir sprachen mit Betroffenen.

Die Corona-Pandemie verlangt dem Pflegepersonal in den Krankenhäusern physisch und psychisch viel ab (Sujetbild) © APA/Fabian Strauch
 

Von diktatorischer Beorderung ist die Rede, von Nichtverstehen, von keinerlei Wertschätzung. Immer mehr Pflegekräfte in den Kages-Krankenhäusern der Steiermark trauen sich, über ihre Situation, die sich durch die Corona-Pandemie dramatisch verändert hat, zu sprechen. Ein anonymes Schreiben, wo Pflegekräfte ihre Arbeitsbedingungen aufgezeigt haben und „SOS“ gerufen haben, sorgte bereits am Wochenbeginn für Aufruhr.

Kommentare (21)
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himmelvater
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Debatte um Personal

In der heutigen Printausgabe steht, dass die KAGeS ja eh in den letzten Jahren bei den Ärzten 574 Stellen geschaffen hat. Ja, freiwillig hätte das Herr Professor Tscheliessnigg das nicht gemacht, es war der gesetzliche Zwang (KAZG). Nach wie vor besteht aber seit den Neunziger Jahren die Personalanspannung. Diese ist weiterhin das Übel, welches Zentralbetriebsrat Tripolt im heutigen Artikel zu recht anspricht. Das fällt der Kagesführung nun auf den Kopf. Ein Ende der Personalanspannung ist Gebot der Stunde, aber das wird wahrscheinlich nur mit einem neuen Vorsitzenden an der Spitze des Unternehmens gehen, oder die Gesundheitslandesrätin spricht als Eigentümerin ein Machtwort

masterchristl
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Krankenschwester:

Als ich letztes Jahr Spitalspatientin war, fiel mir auf, dass alle - Schwestern und Pfleger - wie die Hasen rannten. Dennoch waren sie meist freundlich und immer höflich.
Ich frage mich noch heute: wie wollen diese Menschen bis zum Pensionsantritt durchhalten?

Nurse
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Ausgebrannt!

Es ist schlimm genug das die KAGES das Personal ausbeutet, das geht allerdings nicht nur auf Kosten der fleißigen Angestellten, sondern v.a. auf Kosten der Patienten. Das ist es was mich am meisten belastet. Wartende alte Patienten die z.B. auf die Toilette müssen und man sie vertrösten muss, weil die DGKP nicht mehr weiß wo sie als nächstes angreifen soll, im Kopf bereits unzählige Dinge die alle beinahe zugleich gemacht werden sollten, dann ruft der Arzt weil er neben dem Schreibtisch auf die Pflege wartet anstatt selbst ausnahmsweise das Blut abzunehmen oder den Patienten aufzurufen oder die Vitalparameter die bereits von der Pflege gemessen wurden in die Fieberkurve zu übertragen,.....
während des Dienstes nebenbei immer wieder der flüchtige Gedanke nichts falsch zu machen, weil man in den verschiedensten Bereichen eingesetzt wird mit sehr oft unzureichender Erfahrung und am Ende des Dienstes das furchtbare Gefühl wohl nichts übersehen oder vergessen zu haben.
Und das alles geht nicht nur auf Kosten der Pflege sondern vorwiegend auch auf Kosten vieler Patienten.
Ich arbeite seit 26 Jahren in diesem Beruf, bei der Kages - doch nun bin ich sehr müde, ich liebte meinen Beruf und konnte mir nichts anderes vorstellen, doch unter diesen Bedingungen schaffe ich es nicht mehr lange.
Ich könnte noch viele Beispiele nennen, mag mich in meiner schwer verdienten Freizeit jedoch nicht so intensiv damit beschäftigen.
Hoffentlich ändert sich etwas, ich mag meinen Beruf weiter ausüben!

mobile49
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danke für dein abzwacken von deiner schwer erkämpften freizeit

viel kraft weiterhin.
ich kann deine worte gut nachvollziehen . auch für mich kam nie ein anderer beruf in frage , als der dienst an den kranken .
und glaub mir , das "helfersyndrom" ist chronisch und nicht "behandelbar"- nur handelbar . auch nach dem ausscheiden aus dem beruf .
"medizinisch" ist man bis zum tod

Nurse
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Stimmt!

Da hast du wohl recht!

Stadtkauz
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Warum?

Warum haben immer die Schwächsten der Steirischen Landesregierung den Gesundheitsbereich übertragen bekommen?

Imandazu
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Wenn wir die medizinische Versorgung auf gutem Niveau erhalten wollen,

... dann führt in Zukunft an einer minimalen Erhöhung des Sozialversicherungsbeitrages kein Weg vorbei. Bereits ein halber Prozentpunkt mehr würde die Finanzlage entspannen, dem med. Personal bessere Löhne bescheren und uns ruhiger schlafen lassen. Doch leider gibt es ein politisch-dogmatisches „nein“ dazu. Mit dieser Verhinderung helfen diese Parteien uns nicht sondern sie gefährden unsere Gesundheitsversorgung.

zachreinhold
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Reimi

In den einzelnen Lkh,s, sind mehr Personal in den Büros und rund um die Betriebsdirektoren, als im Pflegebereich. Muss es sein das jedes einzelne Haus dies hat, man könnte das sicher zusammenlegen, weil ein Betriebsdirektor sehr, sehr viel verdient???? Dafür könnte man einige Pflegestellen schaffen. Aber wohin mit den POLITIKGÜNSTLINGEN

ma12
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OMG

Die Zeitverschwendung für die Dokumentationen und Berichte nimmt zu viel Zeit in Anspruch, weil jeder Arbeitsschritt festgehalten werden muss. Damit können etwaigen Klagen , eingebracht von frustrierten Patienten, abgewendet werden. Deshalb fehlt die Zeit für "Pflege" oder sie muss schnellstens erledigt werden. Dieses Personal sind DIE HELDEN DER ZEIT! Auch die Patienten sind nicht immer die Freundlichsten. Ein BITTE und DANKE würde schon helfen.

peterherrm
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Kein Bonus

Die Kages bezahlt nicht nur am schlechtesten in ganz Österreich!! Die Kages ist auch die einzige "Anstalt"die keinen Coronabonus bezahlt hat!! Wir bekommen 1-2 Urlaubstage die wir heuer zu konsumieren haben.... zusätzlich zum bestehenden - der aber wegen des supertollen Covid Managements der Kages heuer nicht konsumiert werden kann. Das Wort Wertschätzung kennen die Obrigkeiten nur untereinander. Menschen für Menschen aber Mitarbeiter sind keine Menschen sondern nur Nummern...

wieringer
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Desinteresse

Es hat sich seit den 1970 er Jahren im Pflegebereich nichts geändert. Schon damals war die gleiche Misere, alle haben weggeschaut. Das Personal wurde alleingelassen mit seinen Sorgen und Nöten. Inzwischen sind viele Jahre vergangen, jetzt steht allen das Wasser bis zum Hals. Schon damals waren 8-12 Stunden Schichten an der Tagesordnung. Wenn man etwas sagte, hieß es , nehmen sie doch Zeitausgleich. Ja wie denn, wenn keiner da war, um die Patienten zu versorgen. Im Pflegebereich sind viele engargierte, fleißige Menschen am Werk, die ihre Kollegen nicht im Stich lassen und natürlich auch nicht die ihnen anvertrauten Patienten. Deshalb konnte dieses System bis jetzt so halbwegs funktionieren. Jetzt müssen die Verantwortlichen was tun. Hoffentlich werden sie jetzt endlich wach.

sunny1981
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Gesundheit

Das ganze Gesundheitssystem in der Steiermark ist am Ende.
Die ganzen Verantwortlichen inclusive Land sind reif für einen Rücktritt.

derschwarze
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Auf Grund dessen, weil

das KAGES Management, aber nicht nur das steirische Management, kein Interesse an der Behebung des Problems hat, muss das ganze Land zugesperrt werden, weil es keine Ressourcen gibt. Bergamon lässt grüßen.

Bobby_01
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Und was

macht die zuständige Gesudheitslandesrätin? Leider gar nichts! Eine Schande ist das und es geht nicht nur um die Pflegekräfte, sondern auch um das andere medizinische Personal bei der Kages.

gof1234
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Stimmt

Ich habe vor bereits Wochen auf Missstände bei der KAGes hingewiesen und einige konkrete Beispiele genannt. Damals bekam ich sogar Beleidigungen und fast nur Daumen runter. Komischerweise sind viele und noch mehr dieser Beispiele im o.g. Artikel wiederzufinden! Was ist jetzt mit euch Daumen runter Menschen?

mobile49
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und noch was zum darüberstreuen

wer hier "rotläuft" hat entweder nichts kapiert .
oder ist einer der privilegienritter!

mobile49
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in der privilegienritterei der kagesverantwortlichen gab es aber nie ein minus

es werden politik"lieblinge" eingesetzt und mit allerlei "guazlis" belohnt , wenn sie da noch etwas abzwacken und dort noch etwas einsparen .
das einzige , was ihnen leidtut ist - dass die sklaverei abgeschafft ist !
aber sie haben ein modernes sklaventum geschaffen und mit drohungen und leeren versprechungen gearbeitet.
die es verdienen , die bekommen es nicht . keine anerkennung , wenig lohn und wirklich streiken können sie nicht , weil niemand von diesen verantwortungsvollen ärzten , pflegekräften und reinigungskräften die patienten vernachlässigen will-kann-darf .
so ist die politik hier

luddler1
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luddler1

Die zzt. regierenden Politiker reden natürlich alles schön, die Politiker in der Opposition kritisieren natürlich fest. Wenn sich das Rad wieder dreht (natürlich mit Mithilfe des Volkes, kritisieren halt wieder die Anderen). Ein A.v.B. ist der Prototyp eines Schönredners (im Mainstream-Jargon natürlich ein Verbinder ein Ausgleichener). Manchmal habe ich das Gefühl er macht auf lieben "OPA". Ob der Sturz nicht schon auf das Alter zurück zu führen ist????? Es wird medial sowieso gefiltert.
Er liegt im AKH so wie so auf Klasse, mit 3- mal täglichen Primarbesuch.

MISS_S
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Schlimm....

Schlimm dass diese Krise die einzige Chance für uns Krankenpflegern ist etwas verändern zu können....wie lange sagen wir schon dass wir keine sichere Pflege mehr gewährleisten können aber es hat nie jemand hingehört.
Wir wurden immer mit diesem Argument abgespeist : ,, Mehr Personal ist keine Option ihr müsst euch organisieren ''.
Es sind oft Fehler passiert- teilweise richtig schlimme aber nicht weil wir nicht aufgepasst haben sondern weil wir schlicht und ergreifend nicht mehr wissen wo uns der Kopf steht, überarbeitet, übermüdet teilweise auch mit den immer dazukommenden Aufgaben überfordert.....
Bitte tut endlich was.....

khst
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nicht nur

jetzt - die "Einsparungen" auf Kosten des Personals sind ja schon lange bekannt

steiramaedl21
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Ausgebrannt

Endlich sagen Mitarbeiter mal ihre Meinung.
Es ist einfach traurig wie mit denen umgegangen wird in der derzeitigen Situation.