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Keine Verschnaufpause für EinsatzkräfteRadmer ist erreichbar, Entwarnung nach Lawinenabgang im freien Gelände am Präbichl

Radmer ist seit Sonntag 10 Uhr vorläufig erreichbar. In Eisenerz schaufeln 106 Soldaten und fast 50 Feuerwehrfrauen- und -männer weiter Dächer ab. Am Präbichl gibt es nach einem Lawinenabgang im freien Gelände Entwarnung.

Das Bundesheer ist mit 106 Soldaten in Eisenerz beim Dächerabschaufeln © Bundesheer
 

"Die Lawine ist im freien Gelände am Grübl, abseits der gesicherten Pisten abgegangen. Weil dort Aufstiegsspuren von Tourengehern und Variantenfahrern waren, haben wir sofort überprüft, ob jemand verschüttet wurde. Das können wir ausschließen", berichten Gebietsleiter Andreas Gumpold und Ortsstellenleiter Gunther Thor von der Bergrettung.

Beide betonen, dass die gesicherten Pisten nicht gefährdet waren. "Die Lawinenkommission hat sich den Bereich schon in der Früh, bevor der Liftbetrieb losging, genau angeschaut und Sicherungsmaßnahmen ergriffen. Es gehen Gerüchte herum, dass die Pisten gefährdet seien. Das ist nicht so. Wo Pisten freigegeben sind, sind sie auch sicher", so der Vordernberger Bürgermeister Walter Hubner. Die Polsterseite bleibe vorläufig noch zu.

Keine Personen gefunden: Lawinenabgang am Präbichl

Der Sonntag sei in Vordernberg etwas entspannter als die Tage zuvor, wo die Einsatzkräfte im Dauereinsatz waren, unter anderem bei der Evakuierung von 110 Menschen vom Präbichl oder beim Dächerabschaufeln.

Keine Entwarnung gibt es derzeit noch für Lukas Fabian und seine Frau Viktoria Gaisberger-Fabian, die Donnerstag mit ihren 14 Pferden und weiteren Tieren ihren Hof in der Nähe der Laurentikirche wegen Lawinengefahr verlassen mussten. "Bis Mittwoch, Donnerstag werden wir noch zuwarten, weil wir nicht wissen, wie sich das Wetter entwickelt. 14 Pferde immer hin und her zu bringen, ist eine zu große Belastung für Tier und Mensch", so Hubner

Radmer ist erreichbar

Offen hingegen ist seit Sonntag Vormittag die L127, die Landestraße nach Radmer. Die Lawinenkommission hat Sonntagfrüh grünes Licht gegeben, nachdem Erkundungsflüge möglich gewesen waren. "Die Straße ist bis auf Widerruf geöffnet, weil die Wetterprognosen leider nicht sehr gut sind. Am späten Nachmittag soll es regnen, dann wieder schneien. Dazu kommt heftiger Wind. Unsere Lawinenkommission ist auf Abruf und wird sofort reagieren, wenn sich etwas ändert", berichtet der Radmerer Bürgermeister Ludwig Gottsbacher. Seit Sonntagabend nimmt der Schneefall wieder zu. Laut Bürgermeister sei er feucht und dicht, die Straße bleibe vorläufig aber noch offen.

Kurz nach der Straßenöffnung machte sich Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer, Katastrophenschutz-Referent des Landes, in Radmer ein Bild von der Lage. Zuvor war er in Eisenerz.

LH-Stv. Michael Schickhofer (2.v.l.) Sonntagvormittag in Radmer Foto © KK
Dabei wurde auch angesprochen, dass die kleine Gemeinde dringend neue Gerätschaften wie einen Radlader benötigen würde. Die Gemeinde hofft nun auf Unterstützung des Landes. Gottsbacher betont aber auch, welch unbezahlbare Arbeit die vielen Freiwilligen der Feuerwehren in Radmer geleistet haben.

Bundesheer und Feuerwehr

Große Unterstützung erfährt derzeit auch die Stadt Eisenerz. 106 Soldaten des Bundesheeres schaufeln seit Freitag Dachflächen wie jene beim Vitalbad ab. Die Soldaten kommen vom Aufklärungs- und Artilleriebataillon 7 aus Feldbach, von der Jägerkompanie 7 aus Straß und vom ABC-Abwehrregiment aus Graz.

Bürgermeisterin Christine Holzweber mit Karl Heinz Tatschl, Kommandant des Jägerbataillons 18 aus St. Michael, der den Eisenerzer BH-Einsatz leitet Foto © Bundesheer
Den Einsatz leitet das Jägerbataillon 18 aus St. Michael unter dem Kommando von Karl Heinz Tatschl. "Das Bundesheer wird bis mindestens Montag Abend bleiben", erklärt Bürgermeisterin Christine Holzweber, ehe sie Sonntag Mittag weitere Objekte benennt: "Dächer bei einem Autohaus, beim BORG und auch der Anbau beim Gemeindeamt müssen noch abgeschaufelt werden."

HAK und BORG: Montag ist wieder Schule

Bezüglich der beiden höheren Schulen in Eisenerz, dem BORG und der HAK, brodelten übrigens Gerüchte in den Internetforen, dass beide weit witterungsbedingt geschlossen seien. "Das sind Gerüchte. Wenn der Präbichl offen bleibt, ist Montag ganz normaler Schulbetrieb", erklärte Petra Nömayer vom BORG Sonntag.

Eisenerzer Ramsau

Die Eisenerzer Ramsau ist fest in der Hand der Feuerwehren. Dort ist Sonntag der erste Zug des Katastrophenhilfsdienstes (KHD) der Feuerwehr Leoben im Einsatz. "Es sind die Kameraden von Leoben-Stadt, Leoben-Göss, Proleb, Niklasdorf und der Betriebsfeuerwehr Voestalpine Donawitz im Einsatz. Diese machen es auch unseren Leuten möglich, heute einmal zu verschnaufen", erklärt Kommandant Gernot Neumann von der Feuerwehr Eisenerz-Stadt.

In der Eisenerzer Ramsau schaufeln Sonntag 48 Feuerwehrleute Schnee vom JUFA-Dach Foto © BFV Leoben
 

"Ich hoffe, das wir heute so weit wie möglich kommen, weil der angesagte Regen den Schnee noch schwerer macht. Das ist dann sehr gefährlich", so Neumann. Er ist Sonntag unter anderem damit beschäftigt, die Versorgung seiner Kameraden zu sichern. "Wir haben glücklicherweise in Eisenerz Gewerbetreibende und Gastronomen, die für uns da sind und uns helfen. Danke dafür", so der Feuerwehrkommandant.

Samstag war die Feuerwehr mit zwei KHD-Zügen beim Dächerabschaufeln in Wald am Schoberpass, am Präbichl und in Eisenerz im Einsatz.

BORG und HAK Eisenerz: Bundesheer schaufelt Schuldächer ab

Die Schneelast ist enorm, in der Eisenerzer Ramsau bringt die Feuerwehr meterhohen Schnee von den Dächern, in der Stadt Eisenerz legen Soldaten aus Feldbach, Straß, Graz und St. Michael Hand an.

LR Petra Nömayer

Die Feuerwehrleute sind unermüdlich im Einsatz.

FF Eisenerz-Stadt

Verköstigt werden die Soldaten in Gasthöfen in Eisenerz.

LR Erich Kremser

Das BORG und die HAK Eisenerz haben Montag wieder normalen Schulbetrieb, wenn die B115 über den Präbichl offen bleibt.

LR Petra Nömayer

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LR Petra Nömayer
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LR Wolfgang Perndorfer
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FF Eisenerz-Stadt
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