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EU-ProjektIlluminierte Bilder bringen 50 Fenster zum Leuchten

Eine Tradition aus dem 19. Jahrhundert wird in Eisenerz wieder belebt. Zu besonderen Anlässen werden Fenster mit beleuchteten Bildern geschmückt.

Schüler der Polytechnischen Schule Eisenerz bauten Anschlüsse für benötigte Transformatoren © KK
 

Gerhard Niederhofer kann keine Ruhe geben – im positiven Sinn. Der rührige, pensionierte Lehrer hat es schon während seiner beruflichen Tätigkeit geschafft, die Leute zusammenzubringen, um verschiedene Projekte umzusetzen. So ist er beispielsweise einer der Motoren, wenn es um das Gedenken an die Opfer des Todesmarsches über den Präbichl im Jahr 1945 geht. Er ist aber auch ein begeisterter Modellflug-Experte, der seine Schüler dafür begeistern konnte, und ist auch als umfassend wissender Nachtwächter touristisch im Einsatz.

Bei einem seiner jüngsten Projekte begeisterte er wieder –diesmal Junge und Ältere. „Bei besonderen Anlässen, als zum Beispiel im Jahr 1841 Kaiser Ferdinand und seine Frau Maria in Eisenerz waren, waren die Fenster mit illuminierten Bildern des Malers Johann Max Tendler geschmückt. Diese Tradition wollten wir zu besonderen Festtagen wieder aufleben lassen“, erklärt Niederhofer.

Die Eisenerzer Künstlerin Raudisgund Tobias mit ihrem Bild Foto © KK

Gesagt, getan und als EU-Projekt eingereicht. Anbote wurden eingeholt, 50 Fenster vom Innerberger Gewerkschaftshaus bis zum Bergmannplatz vermessen. Die Idee und auch die geleisteten Vorarbeiten überzeugten, und das Projekt wurde im Rahmen von „Leader+“ genehmigt.

Umfangreiche Arbeiten

50 Holzrahmen wurden gebaut und mit 160 Meter Aluminiumleisten versehen sowie 160 Meter Lichtbänder verlegt. Schüler der Polytechnischen Schule Eisenerz bauten Anschlüsse für Transformatoren. Künstler des Eisenerzer Kunstklubs und Schüler des Borg und der HAK Eisenerz gestalteten Bilder, allesamt mit Szenen aus dem Bergmannsleben. Diese wurden dann auf Rahmen aufgezogen und an der Rückwand mit Reflektoren versehen.

Der Verein zur Förderung des Stadtmuseums übernahm die Organisation und auch finanziell gab es neben den EU-Geldern Unterstützung. Der Eisenerzer Kulturpreis, der Museumsverein, die Steirische Eisenstraße, die VA Erzberg und nicht zuletzt die Eisenerzer Bevölkerung finanzierten dieses Projekt, das nun jährlich zur Barbarafeier umgesetzt werden soll. In diesem Jahr leuchten die Fenster seit Freitag Abend noch bis Sonntag Abend jeweils von 17 bis 22 Uhr.

„Danken möchte ich auch vielen Hausbesitzern und -bewohnern und auch der Giwog. Sie alle haben mitgemacht“, freut sich Niederhofer, der seine Begeisterung nicht verbergen kann.

Heute, Samstag, beginnt um 10 Uhr der Barbaragottesdienst in der Oswaldikirche. Um 10.45 Uhr erfolgt der Rückmarsch zum Gewerkschaftshaus.

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