Messer im SpielHäftling attackierte und verletzte zwei Justizwachebeamte

Nach Zellendurchsuchung rastete 22-jähriger Russe aus. Erst griff er zu einem Besteckmesser, dann ging er mit den Fäusten auf zwei Beamte los. Er wird nun in andere Anstalt verlegt.

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In der Justizanstalt Leoben kam es zum Übergriff © Andreas Schöberl-Negishi
 

Zu einem gefährlichen Übergriff kam es am Donnerstag in der Justizanstalt Leoben. Ein Häftling ging im Zuge einer Zellendurchsuchung mit einem Besteckmesser auf zwei Wachebeamte los, schließlich attackierte er sie mit den Fäusten und verletzte sie.

Am Donnerstag hatte in der Zelle des 22-jährigen Russen, der eine 18-monatige Haftstrafe wegen Gewaltdelikten absitzt, eine routinemäßige Visitation stattgefunden. Dabei wird der Haftraum nach verbotenen Gegenständen durchsucht. Die Beamten stellten fest, dass das Leintuch des Russen zerschnitten war. Als er wieder in seine Zelle zurückgeführt wurde, stellten die Justizwachebamten den Häftling deshalb zur Rede.

Dabei rastete der Russe aus und griff zu einem Besteckmesser, das zum Inventar des Haftraums gehört. Das warf er jedoch kurz darauf wieder auf den Boden und attackierte einen der Bediensteten mit der Faust. Der Angegriffene konnte eine Abwehrbewegung, wurde aber am Auge getroffen. Den anderen Justizwachebeamten biss er in den Handballen.

Im Krankenstand

Schließlich konnte der 22-Jährige überwältigt werden. Er wurde wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt angezeigt und befindet sich derzeit in Sicherheitsverwahrung. Da der Insasse aber weitere Drohungen gegen die beiden Wachebeamten aussprach, soll er in eine andere Haftanstalt verlegt werden, sagte Oberst Josef Gießauf, Leiter der Justizanstalt Leoben, der Kleinen Zeitung. Die beiden verletzten Wachebeamten befinden sich derzeit im Krankenstand. Es sei der erste derartige Übergriff in der Leobener Anstalt gewesen, betonte Gießauf.

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