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AT&S geht nach Asien: 300 Jobs weg

AT&S baute 2008 in Leoben bereits 452 Mitarbeiter ab, es traf ein Drittel der Belegschaft. Nun wird die gesamte Volumsproduktion nach Asien verlegt. 300 weitere Jobs sind weg.

 
Rund 300 der 890 noch am obersteirischen Standort tätigen Mitarbeiter sind vom Personalabbau bei AT&S betroffen, wie ein Unternehmenssprecher am Donnerstag gegenüber der APA mitteilte. Die Kündigungen sollen bis September durchgeführt werden, die Mitarbeiter seien bereits informiert worden.

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Gestiegener Preisdruck. Noch im November des vergangenen Jahres sei man beim AT&S-Management davon ausgegangen, dass Teile der Massenproduktion von HDI-Leiterplatten in Österreich gehalten werden können. "Die verschärfte Weltwirtschaftslage führte aber bei Kunden in den letzten Monaten zu einem verstärkten Fokus auf die erzielbaren Einkaufspreise", hieß es nun. Durch den gestiegenen Preisdruck sei bei den gegebenen Kosten die Volumsproduktion in Österreich nicht mehr aufrecht zu erhalten.

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Produktion gekürzt. Nach den Kündigungen verbleiben im Werk noch rund 600 Mitarbeiter. Der Jobverlust erstrecke sich sowohl auf den Arbeiter- als auch auf den Angestelltenbereich. Bereits im November 2008 war der Mitarbeiterstand von 1.370 auf rund 920 Beschäftigte verringert worden. Die Produktionskapazitäten sanken damit von 215.00 auf 130.000 Quadratmeter, und werden nun noch einmal um nahezu die Hälfte auf 70.000 Quadratmeter reduziert. Dies betreffe im wesentlichen die Produktion von Leiterplatten für Mobiltelefone. Man müsse sich noch ansehen, welche Funktionen bei den Mitarbeitern in Hinterberg betroffen seien. Primär treffe es Leoben, auch an den anderen Standorten (im oststeirischen Fehring befindet sich ein weiteres Werk, Anm.) könne es zu Personalreduktionen kommen, "aber eher wenige", so der Sprecher.

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Weniger Investitionen . Im Geschäftsjahr 2009/10 sei mit Aufwendungen für Restrukturierungen von bis zu 40 Mio. Euro zu rechnen, wovon etwa 30 Prozent zahlungswirksam sein würden. Da das laufende Geschäftsjahr aufgrund der Wirtschaftslage voraussichtlich auch operativ schwächer sein wird als das vorangegangene, erwartet das Management der AT&S für heuer ein deutlich schlechteres Betriebs- und Konzernergebnis als im Jahr 2008/09. Dies wirkt sich auch auf die Investitionen aus: Von ursprünglich bis zu 30 Mio. Euro sinken diese auf rund 20 Mio. Euro.

Wirtschaftsstandort Leoben

In Leoben gibt es derzeit 16.000 Arbeitsplätze. 1.740 Firmen haben ihren Standort in Leoben.


Stetige Reduktion. Die Werke in der Obersteiermark waren seit Jahren stetigen Reduktionen unterworfen gewesen. Erst Anfang 2006 war das Werk im nahen Fohnsdorf geschlossen worden, fast alle der dort 365 Beschäftigten gingen mit der Produktion nach Leoben-Hinterberg, das sich auf Spezialisierungen, Hochtechnologie und Produktionsvolumina für die Mobiltelefon- und Handheld-Industrie konzentrierte.

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