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Wildunfälle per Internet vermeiden

Im Rahmen seiner Dissertation macht sich der 27-jährige Hieflauer Florian Heigl mit Studien- und Schulkollegen daran, Wildunfälle durch ein Online-Meldesystem zu erfassen und aufzuarbeiten. Mitmachen kann jeder.

 

Überfahrene Tiere, die auf Straßen oder am Straßenrand liegen, gehören schon fast zum Alltag in unserer Region. Anfang August berichtete Bezirksjägermeister Jörg Rückert, dass zwei Stück Rotwild und 43 Stück Rehwild bei Verkehrsunfällen verendet waren. Da sind noch keine Kleintiere wie Igel, Marder oder Katzen dabei.

Um die Aufzeichnung solcher Wildunfälle geht es Florian Heigl, Doktorand an der Universität für Bodenkultur in Wien. "Das Projekt gibt es schon seit mehr als einem Jahr. Damals habe ich als Studienassistent mit Kollegen eine Lehrveranstaltung für etwa 200 Studierende vorbereitet, wir haben uns eine mobile Meldeplattform für überfahrene und angefahrene Tiere im Straßenverkehr überlegt", sagt er. Seit einigen Monaten sei das Projekt nun "öffentlich", sprich jeder könne mitmachen. "Es geht darum, möglichst viele Daten zu sammeln. Wenn jemand mitmachen möchte, klickt er sich einfach auf die Homepage und gibt den Ort und den Zeitpunkt an, wo er das Tier gesichtet oder gefunden hat. Wir arbeiten dann im Team die Daten aus und so entsteht eine Datenbank, wo man genau sehen kann, wo sich prekäre Stellen befinden", erklärt Heigl, der an der Boku Zoologie studiert hat.

Sein Dissertationsthema beschäftigt sich genau mit dieser Laienbeteiligung bei wissenschaftlichen Arbeiten. "Citizen Science", frei übersetzt mit Bürgerwissenschaft. "Das ist nichts anderes, als Laien wissenschaftlich mitarbeiten zu lassen. Das hat den Vorteil, dass man viel von ihnen lernen kann, weil sie andere Zugänge zu Themen und Sachverhalten haben als Wissenschafter", erklärt der 27-Jährige, der in Hieflau aufgewachsen ist und seine Matura am Borg Eisenerz abgelegt hat.

Einer seiner Schulkameraden, Horst Hellmeier aus Wildalpen, der in Hamburg Illustration studiert, wirkt als Illustrator beim Projekt mit. "Wir sind zu viert und hoffen, mit den Daten dazu beitragen zu können, solche ,Roadkills', Verkehrsunfälle mit Tieren, vermeiden zu können. Jeder, der mitmachen möchte, kann sich auf unserer Homepage einloggen und so Teil unserer wissenschaftlichen Arbeit werden. Je mehr Leute mitmachen, desto besser", ist Heigl überzeugt. Info: www.citizen-science.at

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