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LH Hermann Schützenhöfer„Da hege ich einen Groll gegen uns alle“

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer spricht erstmals über die Fehler im Corona-Management. Kulturveranstaltungen würde er sofort zulassen - der Groll der Künstler sei berechtigt. Kritik an "Gratisgesellschaft".

Hermann Schützenhöfer im Gespräch mit Ernst Sittinger © (c) steiermark.at/Streibl
 

Was hat die Steiermark aus dem ersten Coronajahr gelernt?

HERMANN SCHÜTZENHÖFER: Dass man aufeinander Rücksicht nehmen muss. Mit der Epidemie ist ja der Sinn des Lebens infrage gestellt. Viele Menschen haben auch seelische Probleme bekommen.

Kommentare (34)
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Lodengrün
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Nachsatz

Als meine Mutter in der medizinischen Geriatrie in Graz lag, haben mir dort viele Angehörige geschildert was der Regress bei ihnen für verheerende Folgen hat. Folgen von denen der Herr LH und der sich besonders dafür ins Zeug legende Herr Drexler ("ich kann der Allgemeinheit nicht zumuten...") mit ihren Bezügen logischerweise keine Ahnung haben.

lieschenmueller
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@Lodengrün

Dass er die Abschaffung des Regresses bedauert fast, ist DIE Frechheit schlechthin.

Jemand mit z.B. gleichem Einkommen, wo A flott lebt mit seinen Wünschen (wogegen nichts zu sagen ist, jeder wie er will) und B sich damit Reales schafft, ist bei A nichts zu holen und B nimmt man es weg, wenn er ins Heim muss. Das kreide ich als SPÖ-Wählerin auch Voves noch heute negativ an, dass er sich so lange wehrte bis es nicht mehr anders ging.

Lodengrün
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Liebes @Lieschen

er hat nicht nur keine Ansätze beim
Verstehen der christlichen Sozialwerte, er wiss auch offensichtlich nicht für was ein Staat, die Demokratie steht. Er hat Defizite die ein Mann seines Amtes nicht haben sollte.

lieschenmueller
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Der Sinn des Lebens ist für mich das Leben an sich

Aus dem Nichts - ungefragt zwar - in dieses geboren zu sein - und im momentanen Durchschnitt ca. 80 Jahre zu verweilen - und wieder in dieses Nichts* gehen. In der Zeit des Daseins aus der jeweiligen Situation das Beste zu machen. Eben diese ist für viele durch Corona besch....eiden, aber was das mit dem Sinn des Lebens zu tun hat, weiß nur der Landeshauptmann.

Zum Rest des Artikels, Herr Schützenhofer kommt wie meist als umgänglicher Mensch rüber, aber inhaltlich bleibt nicht viel hängen beim Lesen.

Außer das Kurz ein Glück für Österreich ist. Das lasse ich wirken und unkommentiert :-)

*je nach Glauben oder Nichtglauben unterschiedliche Vorstellungen

Mein Graz
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@lieschenmueller

"Mit der Epidemie ist ja der Sinn des Lebens infrage gestellt."

Dieser Satz hat mich schockiert!

Will Schützenhöfer den Menschen damit suggerieren, dass das Leben keinen Sinn mehr macht - wegen eines VIRUS?

Wenn ich heute aus dem Fenster schau und die Blumen in der Wiese blühen sehe, wenn ich die Amseln singen höre, wenn ich über WhatsApp Kontakt mit meinen Kindern habe oder mit meinen Geschwistern telefoniere, wenn meine Mutter gesund (und geimpft) ist - dann kann ich keinesfalls den Sinn des Lebens in Frage stellen. Für manche ist das vielleicht zu wenig, mir reicht das um glücklich zu sein.

PS: und der Schnittlauch treibt auch schon wieder 😂

lieschenmueller
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@Mein Graz

Mich tät auch interessieren, wie Schützenhofer auf diesen Gedanken gekommen ist. Ob sein eigener, oder wie im Artikel ja auch die Frage gestellt wird, warum vieles so "patschert" ist und war, wenn man zig PR-Beauftragte für alles und jedes hat, eben eine Vorgabe dieser, was er sagen soll?

Im Grunde ist es müßig, sich über irgendwas noch zu wundern, bei dem was gerade abläuft. Und noch mehr, dass das alles durchgeht beim Volk. Die Schlagzeilen der letzten Tage waren geradezu absurd. Und das ist nicht die Schuld der Zeitungen, sondern die berichten, was geboten wird.

Ich bin nur so glücklich, dass wir den Basti haben. Gar nicht vorzustellen, dieses schwierige Jahr ohne sein unsagbares Können, die ausgeprägte Persönlichkeit, die Lebenserfahrung und überhaupt und sowieso und noch viel mehr.

PS: Neidvoll nach Graz blickend, das immer 2 Wochen vorne ist im Frühling als das raue Mürztal. Mein Schnittlauch ist noch ein undefinierbares, braunes Gestrüpp. Also bewache den Deinigen gut, das Böse ist immer und überall :-)

gb355
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na ja..

diese Suggeration ist ist doch schon lange voll im Gang,oder?
Ich ignoriere, SIE auch!
Ich in Realist undsuch mir immer das Schöne am Leben.
Viele Mitmenschen sind aber leider voll auf diesen Zug aufgesprungen!
Alles Gute Ihnen mit ihrer Taktik!!!!🍀🌞🌲

lieschenmueller
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das Schöne am Leben

Persönlich geht es mir so, dass ich, wenn ich ganz am Boden bin, das nur ziemlich vernebelt oder gar nicht sehen kann. Was mir in den ausgeglichenen Lebensphasen so beglückend erscheint, das Sein in der Natur, der Wechsel der Jahreszeiten usw., kann ich dann nur schwer wahrnehmen.

Bis das Akzeptieren des Grundes eintritt, das sich Gewöhnen, dass es ab nun ganz anders ist und auch so bleibt. Dauert je nach Situation länger.

Ich bewundere eigentlich von Corona im Alltag stark betroffene Menschen. Denen nicht "nur" das fehlt, was in der Freizeit gerne getan wird, sondern wo es ans sprichwörtlich Eingemachte geht. Um deren finanzielle Existenz. Da spüre ich nicht ein gänzliches Verzweifeltsein, sondern doch Hoffnung.

Oder hört und liest man zuwenig über die, welche die längst aufgegeben haben?

Aber den Sinn des Lebens damit zu verbinden? Auf die Idee kam auch nur Schützenhofer oder seine Berater.

Mein Graz
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@gb355

Danke! Das kann ich nur zurück geben!

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