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Immer mehr Quartiere geschlossenErstmals weniger Asylwerber als vor dem Ansturm 2015

Die steirische Soziallandesrätin Doris Kampus ortet eine deutliche Entspannung in der Flüchtlingsbetreuung und lobt den steirischen Weg mit Kleinquartieren.

Die Steiermark ging bei Bewältigung des Flüchtlingsansturms den Weg mit Kleinquartieren © Alexander Danner
 

Während Europa dieser Tage politisch die mögliche Wiederholungsgefahr einer massiven Flüchtlingswelle wie im Herbst 2015 diskutiert, zeichnet sich bei der Bewältigung des damaligen Ansturms in der Steiermark eine deutliche Entspannung ab. Das belegen die Juni-Zahlen der Asylwerber in Quartieren in unserem Bundesland, die der Kleinen Zeitung vorliegen. Waren zum Höhepunkt im Juni 2016 insgesamt 12.085 Flüchtlinge in Quartieren des Landes untergebracht, sind es heute unter 6000 Menschen, die in der Grundversorgung auf die Entscheidung über ihren Asylantrag warten.

Inklusive der damals in der Steiermark noch vorhandenen Bundesquartiere waren sogar 14.000 Flüchtlinge im Bundesland untergebracht. Also ist man bei der Bewältigung des Ansturms nun bei deutlich unter der Hälfte der Höchstzahl gelandet. „Wir haben erstmals auch wieder weniger Flüchtlinge in steirischen Quartieren als zum Zeitpunkt vor dem großen Ansturm im Herbst 2015“, bilanziert Soziallandesrätin Doris Kampus (SPÖ).

Zahlen & Fakten

5997 Flüchtlinge waren im Juni in der Steiermark in Grundversorgung. Im Juni 2016 waren es noch 12.085.

446 Asylwerber-Quartiere gibt es in unserem Bundesland aktuell. Vor zwei Jahren waren es 561.

Die Folge: Immer mehr Quartiere können geschlossen werden. Derzeit gibt es noch 446 im Bundesland (minus 20 Prozent zu Juni 2016). In Graz können zwei weitere geschlossen werden, weil die Zahl der Asylwerber seit Juni 2016 um 30 Prozent auf 2067 gesunken ist. Kampus lobt den steirischen Weg, der sich bewährt habe: „Wir haben im Schnitt aktuell nur 12 Personen in Quartieren, die in Kooperation mit den Gemeinden aufs ganze Bundesland aufgeteilt sind.“ Statt 16 gibt es nur noch vier mit mehr als 60 Asylwerbern. Dank der Verteilung, der guten Mitarbeit der Bürgermeister und ehrenamtlicher Partner sei der soziale Friede immer gewährleistet gewesen, bedankt sich Kampus bei allen, die mitgeholfen haben.

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