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Amtsübergabe in GrazWieser folgt Lercher als steirischer SPÖ-Landesgeschäftsführer

Der 44-jährige Fachhochschul-Professor kam 2015 als Quereinsteiger in die Partei und prompt in den Landtag. Er nimmt den Job ohne Rückkehrrecht und Sicherheitsnetz an.

Stehen für eine starke, rote Steiermark-Wien-Achse: Wieser, chickhofer, Lercher
Stehen für eine starke, rote Steiermark-Wien-Achse: Wieser, chickhofer, Lercher © SPÖ
 

Die steirische SPÖ hat am Freitag in der Parteizentrale in Graz-Eggenberg den Nachfolger von Max Lercher als Landesgeschäftsführer vorgestellt. Letzterer hat ja diese Woche die Geschäftsführung der Bundespartei übernommen. Der 44-jährige FH-Professor Oliver Wieser übernimmt nun seine Agenden in Graz. Seine Wahl durch den Landesparteivorstand nimmt der SPÖ-Chef und Vize-Landeshauptmann Michael Schickhofer als Beleg der neuen Offenheit der Partei. Ist doch Wieser erst im Landtags-Wahlkampf 2015 im Zuge eines Kandidaten-Hearing zur SPÖ gestoßen. Für den Seiersberger war die Übernahme der Parteiagenden nach nur drei Jahren eine "schwerwiegende" Entscheidung.

Der Neo-Geschäftsführer sprach von einer "Hopp oder Dropp"-Situation. Er gibt seine Lehrtätigkeit an der FH Campus 02 auf, ohne jedes Sicherheitsnetz: "Die Aufgabe geht nur zu 100 Prozent, ein Beiwagerl an der FH wäre nicht möglich.". Die Entscheidung sei für ihn deswegen "schwerwiegend" ausgefallen, weil er mit "großer Begeisterung" unterrichtet habe. Nun stelle er sich der Herausforderung Politik - wohlwissend, dass es sich dabei nicht um einen "Ponyhof" handelt. Ziel sei es, bei der kommenden Landtagswahl 2020 wieder stärkste Kraft in der Grünen Mark zu werden.

"Es ist schön, dass gesehen wurde, dass ich großen Gestaltungswillen mitbringe", freut er sich über seine Kür. Er will diese als Signal für die Offenheit der Partei verstanden wissen,  das sowohl nach innen als auch nach außen wirke.

Zur Person

Oliver Wieser wurde am 10. Juli 1973 in Graz geboren. Er ist seit 1996 verheiratet und Vater zweier Kinder.

Seit 2005 lehrt er an der FH Campus 02 Sales Management und wurde 2015 als Quereinsteiger
Landtagsabgeordneter und Gesundheitssprecher der SPÖ.

Er kam außerdem in den Bildungs-, Gesundheits- und Finanzausschuss. Der
44-Jährige lebt mit seiner Familie in Seiersberg-Pirka (Bezirk Graz-Umgebung) und begeistert sich für das Tanzen, Weinkunde und Skifahren. Außerdem hat er aktiv American Football bei den Grazer Giants gespielt.

Schickhofer hob ebenfalls hervor, dass Wieser als Quereinsteiger
nun ein "schönes Zeichen der Offenheit der Partei" darstelle. Vor
drei Jahren habe er in Graz-Umgebung "Begeisterungsstürme"
ausgelöst. Der Nachfolger von Lercher gehe auf alle Organisationen
der Partei zu, auch wenn er nicht aus deren Reihen komme. Das sehen
Kritiker als ein Manko, doch Wieser sieht es als Vorteil: "Man kann
mir nicht vorwerfen, dass ich eine der 'Gruppierungen' bevorzuge."

Kommentare (1)

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tannenbaum
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1
Lesenswert?

Wenn die Roten bei der nächsten Landtagswahl wieder Erst genommen werden wollen, sollten sie schnellstmöglich den "Gewerkschaftspepo in Stellung bringen! Mit Schickhofer wird das nix! Und die Grazer Roten sollten auch schnellsten wieder zum Leben erweckt werden! Einfach nur den Chef der Roten (Ich kenne nicht einmal seinen Namen) vor der nächten Grazer Gemeinderatswahl aus dem Tiefschlaf zu holen, um aktuelle Photos zu machen, ist halt zu wenig! Am gescheitesten wäre sowieso, die Zusammenarbeit mit Schützenhöfer zu beenden!

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