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Steirer des Tages

Er hilft, wenn die Tuba nur mehr keucht

"Musidokter" Gerald Hörzer behandelt Instrumente ambulant und stationär. Gelegentlich macht er sogar Hausbesuche.

 

Die Tuba bringt nur noch heisere Töne hervor? Die "Gelenke" der Trompete wollen nicht mehr so richtig? Routinefälle für den "Musidokter": Gerald Hörzer behandelt die "Patienten" bei leichten Erkrankungen ambulant, bei schwereren stationär. "Reparaturen und Service sind unsere Schwerpunkte", erzählt Hörzer, einer der letzten Blechblasinstrumenteerzeuger in der Steiermark - 400 Kapellen stehen fünf bis sechs Fachwerkstätten gegenüber. Dazu erzeugt der Fernitzer Instrumente im Eigenbau - das Nockalm Quintett spielt etwa auf seinen Trompeten - oder erledigt Spezialaufträge: "Wir haben ein altes Horn für die Salzburger Festspiele angefertigt. Da ging es aber nur um das Aussehen, es wurde nur als Requisite verwendet." Und weil sich bei ihm sowieso schon alles um die Musik dreht, handelt er nicht nur mit Instrumenten (u. a. selbst gebaute Tambourstäbe und Teufelsgeigen), sondern bietet dazu viel "Rundherum": von Schmuck im Instrumenten-Design bis hin zu Nudeln in Notenform.

Unfallchirurgie

Als "Musidoktor" macht Hörzer auch Hausbesuche im Rahmen der Präventionsarbeit - so klärt er Musikvereine im Rahmen einer Probe auf, wie sie ihre Instrumente richtig pflegen, oder holt "Patienten" vor Ort ab. Neben den üblichen "Gesundenuntersuchungen", dem regelmäßigen Service mit Reinigen und Schmieren der Instrumente, ist es auch schon gelungen, alte Instrumente mit viel Liebe und Handarbeit wiederzubeleben.

Wer übrigens glaubt, dass Querflöte, Tuba & Co. nur durch fleißiges Üben und Spielen Schaden nehmen können, irrt - auch die Unfallchirurgie ist ein wichtiges Aufgabengebiet: "Man kann sich vorstellen, dass es in den Bierzelten bei den Blasmusikkapellen ziemlich rundgeht . . ."

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