Zentraler Speicherkanal in GrazJetzt werden Stahlwände ins Flussbett gerammt

Eine Woche lang wird es laut: Holding bittet Anrainer in um Verständnis.

Zentraler Speicherkanal Baustelle Radetzkybrücke Foto: Penz
Bei den Bauarbeiten rund um die Radetzkybrücke wird es in dieser Woche laut © Christian Penz
 

Wer aktuell rund um die Radetzkybrücke im Grazer Zentrum unterwegs ist, darf sich nicht wundern, wenn der Boden unter den Füßen ein wenig vibriert. Die Holding Graz baut dort gerade am Zentralen Speicherkanal und rammt "Stahlbleche, sogenannte Spundwände" in das Flussbett der Mur. Das verursacht Vibrationen und ist extrem laut. Darum bittet die Holding Anrainer um Verständnis. "Wir versuchen die Auswirkungen so kurz und so gering als möglich zu halten", heißt es. Die Arbeiten sollten noch diese, spätestens Anfang nächster Woche abgeschlossen sein.

Diese Stahlwände sind notwendig, um auch die Überläufe am westlichen Murufer an den Speicherkanal anzuschließen. Der Kanal, der 81,4 Millionen Euro kosten wird, soll 17 solche "Überläufe" an der Mur anschließen. Dort werden derzeit bei Starkregen Mischwässer in den Fluss geleitet, weil das Kanalsystem die Regenmenge nicht aufnehmen kann. 2020 soll der Speicherkanal in Betrieb gehen.

Kritiker sehen einen direkten Zusammenhang mit dem Murkraftwerk, das ebenfalls rund 80 Millionen Euro kostet. Und es wird der Stadt vorgeworfen, Alternativen nicht ausreichend geprüft zu haben - wie eine Reduzierung der Einleitung der Oberflächenwässer ins Kanalsystem.

Video: Bauarbeiten an der Radetzkybrücke

Aktueller Stand der Bauarbeiten

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