Sechs Monate lang wurde ermittelt, am Sonntag haben Gratweiner Polizisten einem 23-jährigen Betrüger schlussendlich das Handwerk legen können: "Der einschlägig Vorbestrafte ist geständig, knapp zwei Jahre lang Bestellbetrügereien begangen zu haben. Insgesamt gab der Mann 166 Betrugsdelikte mit Vignetten zu", so Kontrollinspektor Heimo Kohlbacher am Montag zur Kleinen Zeitung.

Mehr als ein halbes Jahr lang führten Beamte der Polizeiinspektion Gratwein umfangreiche Ermittlungen durch. Der Verdacht: Ein 23-Jähriger aus dem Bezirk Graz-Umgebung hat unter Verwendung falscher Daten diverse Online-Produkte der Asfinag ("es waren Wochen-, Monats- und Jahresvignetten", so ein Ermittler) bestellt. Und das Ganze, ohne dafür zu bezahlen – um sie schließlich auf verschiedenen Internetverkaufsplattformen weiterzuverkaufen.

Verdächtiger gestand

Die Staatsanwaltschaft Graz ordnete am Sonntag die Festnahme des 23-Jährigen an. Bei seiner Einvernahme zeigte er sich umfassend zu den Tathandlungen geständig. Laut seinen eigenen Angaben dürfte der Mann an Geldnöten leiden. "Der Asfinag sowie mehreren Zahlungsdienstleistern entstand ein Schaden von mehreren Zehntausend Euro", rechnet Kohlbacher vor. Der Verdächtige befindet sich nun in der Justizanstalt Graz-Jakomini.

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