Wahlkampf-Schlager BauwutJetzt tritt auch die FPÖ für Bausperren in Graz ein

Die FPÖ will zunächst den Wildwuchs an Geschoßwohnbau in Mariatrost stoppen und die Frischluftschneise ins Grazer Becken erhalten.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
FPÖ will Bausperre in Grazer Problembezirken
FPÖ will Bausperre in Grazer Problembezirken © FPÖ
 

Der in Graz seit Jahren grassierende Bau-Boom - und die damit einhergehende Verdichtung und Versiegelung der Stadt - sind die heißen Eisen im anhebenden Grazer Wahlkampf. Grüne, SPÖ und KPÖ haben in den letzten Jahren schon mehrfach Maßnahmen wie einen vorübergehenden Bausstopp oder auch Leerstandserhebungen am Grazer Wohnungsmarkt gefordert, damit man nicht am Bedarf vorbei baue. Nun gehen hier auch die Freiheitlichen in die Offensive. Vizebürgermeister Mario Eustacchio fordert nun umgehend eine zweijährige Bausperre für Geschoßwohnbauten im Bezirk Mariatrost.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

Hausverstand
2
4
Lesenswert?

Vorsicht Wählertäuschung!

Ausgerechnet jener Politiker, der die letzten Jahre Chef der Baubehörde war, macht jetzt auf Unschuld. Dabei war es gerade die Baubehörde, die Einwendungen der Nachbarn konsequent ignoriert, Maximaldichten genehmigt und die Vorgaben der Raumplanung mißachtet. Im Zusammenspiel mit Nagls Stadtplanung wurden so die Interessen von Investoren gnadenlos gegen jene der Bevölkerung durchgedrückt..

stern000
1
6
Lesenswert?

Bautätigkeit-Infrastruktur-Verkehr

Bisher wurden die Bedenken und Bedürfnisse der Grazer ignoriert, was das erhöhte Verkehrsaufkommen in den Wohngebieten durch die Verdichtungen betrifft-nicht einmal jetzt vor den Wahlen scheint es hier Bewegung zu geben?!
Vorschlägen der Anrainer zur Temporeduktion in den 30er Zonen wird nicht nähergetreten. Viele benützen die Gassen in den Wohngebieten, um dem Stau auf den Hauptstraßen auszuweichen und fahren natürlich nicht UNTER 30 km/h!

Mila9
3
0
Lesenswert?

Es geht um das Gemeinsame und nicht um Einzelwünsche

Wenn man in einer Stadt lebt, dann gibt es städtischen Lärm. Sie können nicht glauben, dass es nur ihre Bedürfnisse zu stillen gibt. Es gibt so etwas wie ein großes gemeinsames Vielfaches. Ich darf ihnen nur auch mit auf den Weg geben.... dort wo es keinen Verkehr gibt, haben die Menschen keine Arbeit

Hieronymus01
1
7
Lesenswert?

Wenn der Herr von der FPÖ grüne Themen ernst nehmen will.

Dann soll er auch schauen dass der Autoverkehr in der Stadt reduziert wird.
Nämlich mehr Bäume statt Parkplätze.
Und sich nicht nur für sein Klientel im bürgerlichen Mariatrost

stern000
0
6
Lesenswert?

Dichterrhöhung

Welche Parteien haben vor einigen Jahren beim Fläwi für die Dichteerhöhungen in einigen Bereichen von Waltendorf gestimmt?
Dann kam noch ein Bebauungsplan, der die Inhalte des räumlichen Leitbildes ignoriert hat!!!

Heinz-55
0
14
Lesenswert?

Wendehals

Vor allem herr nagel will den bauboom stoppen. Na wenn das nicht nur fur den wahlkampf ist! Bisher hat er doch seinen freunden der bauindustrie und den investoren alles bewilligt. Wähler passt auf wieder so ein thema nur fur den wahlkampf. Danach? 2 jahre und die bauwut geht weiter !

Dr.B.Sonnenfreund
8
5
Lesenswert?

Danke Herr Eustacchio

Ich bin Mariatroster. Sehr gute Sache lieber Herr Vizebürgermeister, Mariatrost beginnt nämlich unlebenswert und zubetoniert zu werden. Bitte setzen Sie sich auch für die verbleibenden Landwirte ein, bei denen ich gerne Fleisch, Obst , Rohmilch und anderes ab Hof einkaufe. Ich denke Sie wissen wer ich bin....Meine Stimme war Ihnen immer und ist Ihnen sicher, danke.

ma12
2
3
Lesenswert?

HaHa

Bausperre? Eine BLAUSPERRE wäre auch gut, oder???

Lodengrün
3
6
Lesenswert?

Da

bin ich an FPÖs Seite. Und das heißt etwas. Graz zerreißt es förmlich bei diesem Bauboom. Die Infrastruktur kommt da nicht mit. Pardon wir erweitern das Tram Netz. Das reicht dann.

hcandussi
4
18
Lesenswert?

Lieber Herr Eustacchio

… könnten Sie morgen Ihren Arbeitstag damit beginnen, die Ihnen ressortmäßig zuständige Bau- und Anlagenbehörde anzuweisen, ihre Aufgabe im Sinne der von Bauprojekten betroffenen Nachbar*innen seriös zu erledigen?
Hätten Sie das doch schon vor Jahren getan, wäre vielen Grazer*innen manches Ärgernis erspart geblieben.

melahide
3
6
Lesenswert?

Sie meinen

er soll geplante Projekte noch einmal auf die Sinnhaftigkeit evaluieren? Wollen Sie zurückgingen die Steinzeit?..

melahide
0
13
Lesenswert?

Nachstehend doch gut

Wenn alle dafür sind, dann können sie es ja heute noch umsetzen…

KDreisieb
4
18
Lesenswert?

Erst dachte ich, ich bin aus Versehen auf die Site der Tagespresse gesurft..

..dann habe ich gesehen, dass es dich die Kleine Zeitung ist und dass Herr Eustacchio wirklich glaubt, er kann alles was er in den letzten gut 4 Jahren über die Baubehörde an überdimensionierten und sich nicht in die Umgebung einfügenden Neubauten genehmigen hat lassen, mit einer einzigen Pressekonferenz vergessen machen.

Also doch ganz so wie ein gelungener, sehr witziger Tagespresse-Artikel 😅

hapo66
8
8
Lesenswert?

Besser jetzt als nie

Wahlkampf hin oder her, es ist vollkommen richtig, was die FPÖ zum Bauboom in Mariatrost sagt. Besser jetzt mit Hilfe von Vizebürgermeister Eustacchio einen Baustopp in diesem für die Frischluftzufuhr der Stadt Graz so wichtigen Bezirk zu erreichen, als nach der Wahl für die nächsten Jahre unverändert weiter drauflosbauen.

Mila9
26
4
Lesenswert?

wie rückständig sind die Grünen, FPÖ, SPÖ und KPÖ

Die ständigen falsch kommunizierten Versiegelungszahlen werden die Menschen künstlich verunsichert. Die Wahrheit ist doch, dass ehemalige Gewerbeflächen jetzt halt Wohnflächen sind. Wir können doch froh sein, wenn wir als Graz national und eventuell auch international mithalten können. Wir brauchen Universitäten, viele Menschen die sich gut bilden - ansonsten nehmen wir unseren Kindern und Enkeln die Zukunft. Das ganze hat nichts mit Investorenfreundlichkeit zu tun. Das ist ein dummes und populistisches Geschwätz. Wir brauchen Arbeitsplätze oder wollen wir Arbeitslosigkeit produzieren?

Mila9
1
0
Lesenswert?

Versiegelungszahlen sind einfach falsch

Wenn die Versiegelungszahlen richtig wären, dann wäre es so, dass wir "bildlich gesprochen" jedes Jahr ein Gebiet wie Graz in der Steiermark versiegeln würden. Angenommen wir würden das dann für die Zukunft hochrechnen.... dann hieße das, dass wir in ca. 50 Jahren die ganze Steiermark zubetoniert hätten. Das stimmt eben nicht! Orte und Städte verändern sich, es kommen Industrieflächen weg, dafür kommt Wohnbau. Es entstehen neue Parkflächen oder es werden auch Flächen entsiegelt. Für mich ist diese "grüne Religion" einfach unerträglich. Wir müssen daran arbeiten, dass wir nachhaltig bauen, Flächen durchlässiger bauen, einen Beton verwenden, der Wasser speichert und wieder abgibt, etc. Aber tun wir doch nicht so, als ob die 60er oder 70er Jahre umwelttechnisch besser gewesen wären - erinnern Sie sich doch bitte an jene Kamine, aus welchen schwarze Wolken gekommen sind. Wo in die Mur noch jedes Abwasser abgeleitet wurde. Diese grüne Religion ist ja ärger als die katholische Kirche.

Stephan123
1
8
Lesenswert?

unerträglich dieser kommentar

wenn das wirklich ernst gemeint ist ?!?

Dr.B.Sonnenfreund
3
1
Lesenswert?

Hoffentlich

Nicht, allerdings sind heute viele Zeitgenossen weltfremd, und schon gar nicht naturverbunden.

menatwork
2
17
Lesenswert?

@mila: Teilen Sie uns doch bitte Ihre "richtigen" Zahlen mit,

bevor Sie Leute anflegeln, die sich im Gegensatz zu Ihnen auch mit der Frage beschäftigen, wie man bedarfsgerecht und zukunftsfit baut und dabei zugleich ressourcenschonend vorgeht.

Baukultur ist mehr als Bauen um des Bauens willen und an der haperts in den letzen Jahren gewaltig.

Ich finde es daher super, dass es dazu auch Standpunkte anlässlich der Gemeinderatswahl gibt, wobei mir der Sinneswandel bei FPÖ und Nagl allerdings auch etwas sehr aufgesetzt vorkommt, da regiert wohl angesichts des Unmuts der Bürger die Panik, weil das Thema seit Jahren nur von KPÖ und Grünen angesprochen wurde.

BigC
7
18
Lesenswert?

Eustacchio ist seit 5 Jahren

Für die Baubehörde verantwortlich. Er hat sich gegen das Grazer räumliche Leitbild ausgesprochen. Er hat eine Verfahrensbeschleuniger Position in der Baubehörde geschaffen, dass große Siedlungen rascher bewilligt werden. Genau mein Humor. 60 Tage vor der Wahl fordert einen Baustopp, jeder Wähler und Redakteur sollte nicht in jede (Bau)Grube der FPÖ fallen.

Sterngucker
3
11
Lesenswert?

Es „wahlkampfelt“ in Graz…

… nicht an dem, was jetzt versprochen wird, sollten die Parteien gemessen werden, sondern an dem, was sie in den letzten Jahren nicht eingehalten oder „verbrochen“ haben - bzw. tatsächlich gearbeitet haben!

Diese „Aufspringen“ auf das gerade populäre Thema Klimawandel, ist nach den Wahlen ja eh bei ÖVP, FPÖ und auch beim Großteil aller Parteien wieder vergessen. Das sind nur leere Worthülsen und der Versuch Stimmen einzufangen