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Alfred David Kraxner zielt immer auf Gold ab

Alfred David Kraxner erweist sich im Wurfscheibenschießen als äußerst zielsicher und echter Titelhamster.

© FUCHS

Schnelle Reaktion, Konzentration und mentale Stärke sind Voraussetzungen, um bei der Olympia-Disziplin Wurfscheibenschießen erfolgreich zu sein. Keramiktauben (11 cm Durchmesser, 1,5 cm hoch) werden mit bis zu 100 km/h in die Luft geschleudert. Maximal 0,35 Sekunden verbleiben, um mit einer Flinte bis zu zwei Treffer zu landen. Alfred David Kraxner beherrscht diesen Sport. Das beweisen mehr als 50 Medaillen, die er seit 2006 bei Titelkämpfen abgeräumt hat. Allein im Jahr 2014 gewann der Peggauer vier Staats- und sechs Landesmeistertitel.

Dabei war Kraxner, der am liebsten gemeinsam mit Freundin Inge Zeit mit Pferd "Sacramento Star" verbringt, ein Spätberufener. "Ich habe erst mit 36 Jahren wettbewerbsmäßig angefangen, weil mich die Sportart im Fernsehen begeistert hat", sagt der Peggauer, der seither neben seinen nationalen Erfolgen auch je zwei Europa- und Weltmeisterschaften bestritt. "Da hat man keine Chance mit 5000 Schüssen pro Jahr, dort sind Vollprofis mit 25.000 Schüssen am Werk."

Der 44-Jährige, der auch österreichischer Bundesreferent im Fachverband ist, hat ehrgeizige Ziele. "Es gibt 2500 Aktive in der Steiermark. Wir wollen viel Jugend zu uns bewegen und professionelle Strukturen schaffen. Ein Leistungszentrum wäre der Traum. Dann ist auch eine Olympiateilnahme möglich", sagt Kraxner. "Für mich geht das nicht mehr. Aber in die Top drei bei einem Weltcup und Top 50 bei EM oder WM will ich noch."