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Gerichtsreporter Lobnik

Wie gibt sich Alen R.?

Kleine-Zeitung-Reporter analysiert nach den ersten Verhandlungsstunden im Grazer Amokfahrtprozess, wie sich Alen R. vor Gericht verhält.

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Genesis
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Heikler Fall voller Emotionen

Vorweg: Zur Klärung der Frage, ob es ein geplanter Anschlag war, hilft es nur, seitens der Exekutive lückenlos bis ins Detail zu recherchieren und abzuklären, welche Informationen bereits im Vorfeld der Wahnsinnstat im Internet zu finden waren. Damit würde sich der Sachverhalt einer Kurzschlussreaktion aus dem Affekt relativ leicht widerlegen lassen. Zur weiteren Frage, ob der Täter ("Betroffene") zurechnungsfähig war, müssen sich die Geschworenen vor Gericht auf die Aussagen der Gerichtssachverständigen Psychiater verlassen (können). Wie bitte soll dies ein Laie sonst beurteilen ? Wer Alan R. vorschnell als schuldfähig abstempelt macht es sich jedenfalls zu leicht. Es gibt genug "Verrückte", die aufgrund schwerer Krankheiten (z.B. Schizophrenie, Gehirntumor) Halluzinationen haben und unter Wahnvorstellungen leiden. In diese Richtung gilt es auch, den Täter ("Betroffenen") vor Gericht zu beurteilen. Politische Aspekte wie "linke Gutmenschen halten ihn für schuldunfähig" oder "die Rechten wollen ihn hängen sehen" sind hier fehl am Platze. Auch wenn es extrem schwer sein mag, aber die Tat sollte möglichst emotionslos vor Gericht abgehandelt werden. Eine Frage stellt sich allerdings schon noch: Falls Alan R. tatsächlich schuldunfähig war, wie bitte soll der dann jemals wieder gesund bzw. auf freien Fuß gesetzt werden ? Welcher Sachverständige würde eine solche Verantwortung übernehmen ? Wer kann eine Wiederholung der Amokfahrt ausschließen ?

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Dreisteirer
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Es gilt der klare Menschenverstand.

Im Grunde genommen ist jeder Amokläufer, aber auch jeder Terrorist, nicht ganz richtig im Kopf. Denn welcher normale Mensch würde so etwas tun? Demnach wären sämtliche Amokläufer, aber auch alle Terroristen, schuldunfähig.
Schizophren kann er auch nicht sein, denn dann könnte er sich an die Tat, die er als andere Person erlebt hat, nicht schildern. Auch nicht in seiner Version.
Ich habe gelesen, er habe einen IQ von 130. Das ist nicht gerade dumm. Der weiß ganz genau wie er sich verhalten muss, um als schuldunfähig behandelt zu werden. Nach einer kurzen Therapie wird er - zur Freude und zum Ruhm seines Therapeuten - dann aus der Anstalt entlassen und lacht sich eines. Sie meinen das sei unmöglich? Ein Student hat in den 90er Jahren seine Mutter ermordert, ihr den Kopf abgeschnitten und in die Auslage ihres Geschäftes gelegt. Ihm wurde Schuldunfähigkeit beschieden und in einer Anstalt therapiert. Nach 3 oder 4 Jahren wurde er als geheilt entlassen und hat bald danach in Ungarn jemanden niedergestochen. Gott sei Dank in Ungarn und nicht in Österreich. Wer weiß, welche Wohltat ihm unsere Justiz zukommen hätte lassen.

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Dreisteirer
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Hoffentlich haben die Geschworenen mehr Menschenkenntnis als diese Gerichtspsychiater

Nicht auszudenken, dieser Mörder käme in Behandlung und wird als Krönung der psychiatrischen Betreuung in ein paar Jahren als geheilt wieder entlassen.
Wobei ich ja immer noch den Verdacht habe, dass man von oben her versucht, das Ganze als Amoklauf und nur ja nicht als Terroranschlag dastehen zu lassen. Zu rasch hat die Polizei - nämlich 2 Stunden nach der Tat - schon gewusst, dass es kein Terroranschlag gewesen ist. Das riecht stark nach Vertuschung.

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