Bis 2030Details zur Grazer 100-Millionen-Offensive für den Radverkehr

100 Millionen für 100 Kilometer: Das ist die Kurzformel für die Rad-Offensive, die die Mobilität in Graz bis 2030 komplett verändern soll. Stadt und Land hoffen auf Bundes-Millionen.

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Weinzöttlstraße
So könnte die Weinzöttlstraße in Graz ausschauen: ordentlich Platz für Rad(lasten)fahrer, ohne Fußgängern Platz wegzunehmen © Artgineering/Masterplan Radoffensive
 

Die Ungeduld war schon greifbar: Wann kommt die 2019 im Landtagswahlkampf groß verkündete Rad-Offensive für den Großraum Graz endlich in die Gänge? Jetzt, im Gemeinderatswahlkampf 2021, legt die Politik nach und erste Details vor.

Kommentare (23)
LaoQui
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Das ist kein großer Wurf, aber viel zu teuer!

Ich habe den Masterplan studiert und mir vor allem die Details der teuren Maßnahmen angeschaut. Da sind Ideen dabei, die ich für äußerst gewagt halte, z. B. Tempo 30 in innerer Wiener Straße, Liebenauer Hauptstraße, in Straßgang. Dann gibt es unnötig teure Strecken, wie ein aufgeständerter Quer-Radweg entlang der Ostbahn bei der Lagergasse; es gibt unnötige Projekte, wie ein eigener Radweg in der Bergmanngasse, ein Gehweg in der oberen Weinzödlstraße. In der Peter-Tunner-Gasse die Bäume für einen getrennten Radweg umzuschneiden, halte ich für keine besonders umweltfreundliche Idee. Etliche Ideen können in anderen Straßenzügen besser und billiger realisiert werden. Rund 40 km sollen einfach Fahrradstraßen werden, das ist zwar ok, aber irgendwie nicht sehr innovativ. Zusammengefasst: Mehr als enttäuschend! Das Positive: es könnte viel bringen, wenn man das Projekt ordentlich unter die Lupe nimmt!

stern000
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Radnetz

Als Bewohner hoffe ich, dass gewisse Routen wie zB die von St. Peter - Waltendorf/St. Leonhard- Geidorf nicht über die Hauptverkehrsrouten wie Plüddemann-u Merangasse geplant sind, sondern entlang des bereits bestehenden Radweges im 30 km/h Gebiet entlang des Fußes des Ruckerlberges.
Sollte dies nicht so sein, so liegt es auf der Hand, dass der Schleichverkehr am Ruckerlberg weiter zunehmen wird um dem Stau auf den Hauptstraßen zu entkommen!

FGM-AMOR
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Das heißt sie wohnen wohl nicht auf einer dieser Hauptverkehrsrouten

Sonst würden sie sich wohl kaum dafür aussprechen, das der Verkehr auf diesen so bleiben soll wie er ist.
Eine Radroute in der Merangasse und weniger Autoverkehr würde weniger Lärm und Feinstaub für die Anwohner bedeuten. Das finde ich positiv.
Umgehungsverkehr verhindert man nicht mit großem Hauptverkehrsrouten, denn dann sind sie Autos ja schon in der Stadt.
Ihr Problem wäre besser gelöst wenn dir Politik so mutig wäre und Umgehungsverkehr mit Fahrverboten ausgenommen Anrainern entgegnet.

Hausverstand
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Die Faulen werden am Abend munter...

Dieser Spruch von Nagl - gedacht für seine politischen Konkurrenten - gilt in erster Linie für ihn selber. So lange Bürgermeister und nichts für den Radverkehr getan! Und jetzt kommt eine Hochglanzbroschüre, die vor Allgemeinplätzen nur so strotzt und Konkretes vermissen läßt. Spannend wird, wie die Radhighways entlang der großen Einfahrtsstraßen realisiert werden sollen. Denn dort hat die Stadtplanung seit Jahren den Spielraum drastisch verengt, Häuser wurden bis an die Fahrbahnkante gebaut und Grünraum vernichtet. Wenn das so läuft wie aktuell im Grazer Westen, werden Radwege in erster Linie auf Kosten von Baumbestand und Fußgängern errichtet, nicht aber zulasten des Platzes für Autos inkl. Parkplätzen. Das wäre ein klima- und verkehrspolitischer Schildbürgerstreich der Sonderklasse - würde aber gerade darum gut zu Nagl passen.

altbayer
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Konzept

Wo ist das Konzept der Stadt Graz und des Landes Steiermark?

Ein Beispiel:
Am Wochenende war ein Bericht in der Kleinen Zeitung, dass die Kreuzung Grillweg / Kärntnerstraße ab 16.8.2021 umgebaut wird!
Im beiliegenden Konzept wird dort ein neuer Radweg geplant - wird die Kreuzung 2022 dann noch einmal umgebaut?
........

kropfrob
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Kein Problem ...

... die Baufirmen müssen ja weiterhin Aufträge erhalten - und wenn sie keine Wohnbauten mehr errichten dürfen, dann eben Verkehrswege-Umbauten.
Auch hier: Vom HR12 soll in gösting eine Radweg nach Thal abzweigen und die Bahn in der Exerzierplatzstraße queren. Der Neubau dieser Unterführung wurde erst vor drei Wochen abgeschlossen, selbstverstädnlich ohne einen breiteren Gehsteig oder gar einen Radweg vorzusehen.

kropfrob
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"Stellt Euch vor ...

... es ist Wahlkampf und keiner hört zu"

Summsi
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Leere Versprechen

Ich wette, dass es sich um einen Wahlkampfgag handelt und nach der Wahl genau gleich wenig passiert wie bisher.

stprei
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Fair

Schön, dass der Masterplan doch noch vor der Wahl kommt. Fair finde ich, dass Nagl auch im Wahlkampf den politischen Mitbewerbern Platz gibt und gemeinsam mit Kahr und Lang auftritt. Ohne die anderen Parteien wird es nicht gehen, der Widerstand der Anrainer wird aber massiv werden, wenn die geliebten Parkplätze vorm Haus wegfallen.

melahide
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Ich

Freue mich über jeden Meter Radweg. Vor allem in Graz, wo Radwege oft genug im Nirgendwo enden. Aber 100 Millionen für 100 km? 1 km Radweg kostet 1 Million? Was macht Nagl da wieder? Alle Bäume abholzen lassen und eine Strandbar an jeder Kreuzung???

Hieronymus01
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100 Mio lassen sich besser verkaufen.

Was tatsächlich gemacht wird ist eine andere Sache.

Wahrscheinlich sind bei solchen Bauabschnitten "zufällig" die Wasser-, Strom- und Kanalleitungen oder sonst was neu zu verlegen.

Da kann man die Kosten sowieso nicht genau trennen.

Aber es hört sich vor den Wahlen gut an.

argus13
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Nagl

der Show Man, wieder wird nur warme Luft verbreitet. Seit 18 Jahren ist er BM und hat es bisher nicht geschafft- warum nicht? Wie sagt er so schon, am Abend werden die - jetzt er - Faulen fleißig. 4 Wochen vor der Wahl noch ein Luftprojekt wie die U-Bahn. Das ist purer Populismus, noch dazu bei den fast 2 Mrd € Schulden der Stadt! Früher sagte er Graz die Radhauptstadt Europas, jetzt redet er von Champions League der Fahrradstädte - ev weiß er nicht was CL ist! Er möge doch mit seinem Dienstrad nach Klagenfurt fahren, die haben Radwege, von denen wir nur träumen können. Leider findet er noch immer "Steigbügelhalter" wie Lang und Kahr, die sich für seinen Wahlkampf einspannen lassen. Warum gibt es im Osten keine Radwege? Stiftingtal (LKH), Ragnitz, obwohl es sogar Kainbach bis zur Stadtgrenze geschafft hat. EInfach Linie zu zeichnen ist zu wenig! Wer glaubt Nagl überhaupt noch etwas?????

HoellerP
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Bei aller berechtigten Kritik...

...am Hr. BM, aber in der Ragnitz gibt's doch einen Radweg...

argus13
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Wo

endet der Radweg von Kainbach zur Stadtgrenze???? Auf der Straße!

HoellerP
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Ahso..

...ok, ich nutz ihn ja erst ab Berlinerring, und da passt es mMn...

Jahcity 1
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Bitte nicht immer so negativ.

Nagl hat in 18 Jahren, eine Augartenbucht erschaffen, wo die Fäkalientrümmerl herumschwimmen.... Schafft man nicht leicht..

stprei
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Südgürtel

Ja, oder den Südgürtel, der dauerhaft Grünraum sicherstellt, neue Radachsen geschaffen hat und Liebenau zwischen Murfelderstraße und Liebenauer Hauptstraße deutlich lebenswerter gemacht hat.

Ein Gfrett, sag ich euch.

argus13
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Man

sollte nicht vergessen, dass für Kraftwerk und Speicherkanal zig tausend Bäume bzw. große Grünflächen gerodet wurden! Die Fäkalien in der Augartenbucht beweisen nur, dass das jahrzehntelange Nicht Sanieren des Kanalnetzes sich am Ende auswirkt. Es wurden laut RH Mio 151€ in 10 Jahren nicht dafür verwendet, sondern missbräuchlich für andere Projekte (Gondel?)... Die Überschwemmungen sind also hausgemacht und der Speicherkanal ändert daran nichts! Nagl kann ja dort Paddeln gehen!

Natur56
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Tja warum kostet das soviel

Weil zuerst ist der Platz da, dann werden Häuserfronten weggerissen und noch näher an die Straße gebaut und wohin jetzt mit den Radfahrern.
Die oberste Baubehörde ist der Bürgermeister und es ist ein Trauerspiel was da alles in den letzten 10 Jahren verpfuscht wurde. Jetzt kostet alles doppelt und dreifach weil wir müssen ja überall nur das Beste vom Besten nehmen und teuere Ablösen zahlen. Wo bitte ist da der Rechnungshof und schaltet sich da einmal ein. Aber das gehört ja zu unserer Politik zuerst zupflastern und 1 Jahr vor der Wahl den grünen Besen auspacken.

Jahcity 1
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Mir graut es wenn ich das Wort ‚neue Radwege‘ höre.

Wichtig wäre es reine Radstraßen von Wildon, Lieboch, Gratkorn, Gleisdorf für das Pendeln einzurichten. Die ca 20 km sind kein Problem, besonders für E-Bikes. Was neu Radwege betrifft sind es imm nur Anhängsl von Autostraßen - siehe z. B. Neudörfl zur Stadtgrenze: Radweg Beginn (links), Radweg Ende (Sportplatz), Radweg beginnt - Radweg Ende - Wechsel auf die andere Straßenseite - Radweg Ende (Bushaltestelle) - Radweg beginnt - Radweg Ende (Wechsel auf die andere Straßenseite) - Radweg beginnt. - Radweg Ende Stadtgrenze Graz und aus! Wie gesagt, ein neuer Radweg - mir graust es vor den nächsten neuen. Null attraktiv - niemand wird umsteigen....

selbstdenker70
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..

Tolle Rechnung.. 100 Mio für 100km "Radweg"... 1 km für 1 Millionen Euro!!!!! Vergoldeter Asphalt??? Wir reden hier von einem "Radweg" mit Frostkoffer und billigstem Belag, nicht von einem Unterbau für eine Autobahn mit Flüsterasphalt ect. Die Anbote würde ich gerne sehen....

lexi
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Querfinanzierung

Hier werden sicher wieder teure Straßenunbauten als neue Radwege verkauft und somit von diesem Budget bezahlt.

Für mich noch immer das beste Beispiel: Die Reinhausumgehungsstraße, die für den Baustelle in der Alten Poststraße notwendig war. Zuerst wurde dort ein neuer Radweg durch Reinhaus mit Beleuchtung etc aus dem Radwegbudget gebaut, obwohl ein paar 100 Meter weiter bereits Radwege vorhanden waren. Kurz danach wurde die Umgehungsstraße genau dort gebaut (und nur für diese waren Beleuchtung etc notwendig).

Nach Fertigstellung der Baustelle in der Alten Poststraße wurde der toll vermarktete Radweg wieder abgerissen.

rb0319
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Das waren

Aufträge für Freunde aus der Baubranche
Hashtag Satire ;-)