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U-Bahn-DebatteS-Bahn soll unter Grazer Gürteltrasse abtauchen

U-Bahn-Vision macht Untergrundoption für öffentlichen Verkehr salonfähig. Grazer Architekten legen nun einen neuen Trassen-Vorschlag vor. Ein Debattenbeitrag.

 

Selten gab es im Rathaus zum Thema Verkehr grundsätzlich eine solche Einigkeit, wie im Windschatten der von der VP-FP-Koalition vorgelegten U-Bahn-Pläne: Alle wollen einen großen Wurf für den Grazer Verkehr. Bei den Weichenstellungen ist es mit der Einigkeit aber gleich vorbei. Die Neos sehen in der U-Bahn ein „Luftschloss“ und wollen den Tram-Ausbau. Die SPÖ drängt auf ausgebaute und verknüpfte S-Bahn- und Tram-Netze. KPÖ und Grün wollen die Weichen auch für die Eroberung des Untergrunds stellen, nur halt mit S- statt U-Bahn.

Kommentare (18)
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LaoQui
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Interessante Idee, wirft aber Fragen auf.

1) S1 (Nord-Süd) und S2 (West-Ost) würden in Graz einfahren und nach einer "Ehrenrunde" um den Gürtel die Stadt in die entgegensetzte Linie wieder verlassen. Ob das in der Realität gelingt?
2) Das bedeutet aber, dass nicht der kürzeste Weg genommen wird. Man kann aber umsteigen und damit abkürzen, oder?
3) Offene Bauweise wird so nicht gehen, denn im Bereich Messe sind die Ostbahn und der Gürtel nicht auf einer Linie.
4) Bei der Metro müssten für Station und Baueinreichtung ganze grüne Plätze (Hasnerplatz, Felix-Dahn-Platz) umgebaggert werden, bei einer unterirdischen S-Bahn nicht?
5) Dass das Krankenhaus nicht angebunden ist, halte ich für eine Schwachstelle.
6) Magna durch ein südliche Querlinie einzubinden, müsste wohl gleich mitgebaut werden, oder?

battlefronter007
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Da gefällt mir

Die Ringtrasse der Grünen etwas besser .
Sind aber beide mal gute Lösungsvorschläge👍
Wenn Nagl bloß all diese Varianten genauso ausarbeiten würde wie die Luftschloss U-Bahn dann hätten wir eine gute Diskussionsgrundlage für den weiteren Weg

eltis
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Effizientere Lösung

Mit diesen unterirdischen Lösungen wird versucht mit unverhältnismäßig hohem Aufwand einige Fahrgäste zu gewinnen, dabei könnte mit relativ geringem Aufwand und sehr schnell ein modernes Radverkehrsnetz errichtet werden und damit der Radverkehr verdoppelt werden, wenn man nur will. Danach würde sich manche Milliardendiskussion erübrigen.

Mein Graz
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@eltis

Nicht Öffis ODER Rad sondern Öffis UND Rad!

eltis
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Rad und ÖV

Ich bin für auch Öffis aber gegen sündteure Untergrundlösungen die Jahrzehnte Umsetzungszeit benötigen. Aber bei der Radverkehrsinfrastruktur ist halt in Graz der größte Nachholbedarf und gleichzeitig die Chance, schnell etwas im Gesamtsystem zu verbessern.

Mein Graz
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@eltis

Ja, Graz hat in diesem Bereich riesigen Aufholbedarf. Bei den Öffis allerdings genau so großen!
Ich würde Ausbau von Bim bevorzugen. Sollte allerdings eine brauchbare und tatsächlich umsetzbare und finanzierbare Alternative gefunden werden versperre ich mich nicht dagegen.

Die Mini-Metro von Nagl ist m.E. keinesfalls ein brauchbarer Plan, das erscheint mir eher als Versuch eines "Denkmals" für einen Politiker.

bond007
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Nicht alle fahren Rad

Ein Öffi Netz soll für alle dansein, nicht nur für Menschen, die ein Rad bedienen können. Ältere, Kinder, Kranke und auch Pendler bei Eis, Schnee und Regen und die es eilig haben etc.. können nicht quer durch die Stadt radeln.

Barbara Mokre
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Interessantes Konzept

Ich denke für die gesamte Diskussion der Mobilität im Raum Graz ist es entscheidend, praktisch zu denken und nicht nur die Zahlen, Daten, Fakten zu betrachten (Gleiskilometer, Anzahl Haltestellen, Kosten). z.B.:

- Wie kommt der Medizinstudent aus Feldkirchen auf die Uni? (ohne Auto)
-Wie der Ingenieur aus Straßgang/Seiersberg zur Andritz AG?
-Wie die Pfleger/DGKM aus St. Peter zum LKH?

Das sind selbstverständlich Einzelfälle aber der Individualverkehr besteht aus der Summe an Einzelfällen und es muss für den Einzelnen Sinn machen auf ÖV umzusteigen.

Also weiterarbeiten, mehr Vorschläge, mehr Diskussion, dann wer ma des richtige Konzept scho finden ;)

BigC
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Leider kein durchdachter Vorschlag

Es sind genau dort, die Stationen, wo es bereits eine super Straßenbahn-Anbindung gibt. Die Metro erschließt auch die Außenbezirke, da wird ein wesentlich größeres Potential erschlossen. Aber der Vorschlag die bestehenden S-Bahnen nicht am Hauptbahnhof enden zu lassen sondern durch Graz durchzuführen, hätte Charme.

svennygraz
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Unausgegorenes Projekt

Viel billiger als die Metro, die wesentlich mehr erschließt, ist dieses Projekt auch nicht. Ein Drittel der Kosten bei einem Drittel der Streckenlänge. Ist wohl auch nicht der große Wurf.
Und wenn da drei S-Bahn Linien verknüpft werden sollen bin ich gespannt wie sich realistisch ein 3,5 Minuten Takt ergeben kann.
Die kleinste Verspätung auf einer der Linien und alles steht....
Es wurde an der Metro immer die Bauzeit kritisiert. Wie lange würde wohl die Verwirklichung dieses Projektes dauernden wenn 1 km Straßenbahnschienen in der Alten Post Straße schon 2 Jahre dauert???
Und offene Bauweise - - >> Stau für die nächsten 20 Jahre o.ä.
Wurde hier eigentlich irgend ein Bedarf analysiert??

melahide
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Die „UBahn“

(So gern ich UBahnen auch mag) käme eigentlich nur jenen zu Gute, die jetzt schon an Straßenbahnlinien angebunden sind.

Dieser Vorschlag hier, der auch Schwächen hat, erschließt neue Wege. Große Siedlungsgebiete außerhalb des Stadtkerns sind jetzt fast gar nicht an irgend etwas angebunden. Höchstens an Busse, die lustig im Stau stehen und viel zu voll sind.

Sandro1994
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Ein paar Fragen...

... wieso sollte die ÖBB hier ein paar Züge im Kreis schicken oder wo fahren die nach alle 3 min hin?
... was ist mit den Menschen die außerhalb des Rings oder westlich des HBF leben?
... wieso ist eine unterirdische S-Bahn um mehr als die Hälfte billiger, wenn die Förderung um 30% steigt?
... welche Motivation hätte ein/e GrazerIn durch das Projekt vom Auto auf die Öffis umzusteigen, mal abgesehen von 10 Jahren Baustelle am „Ring“?

Ich will bei Gott kein Öffi-Großprojekt schlecht reden aber kann man da nochmal nachfragen?

redbull
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Ein solcher

S-Bahn-Ring löst doch nicht die großen Probleme. Es braucht eine schnelle Verbindung Nord/Süd und West/Ost bzw. von den Außenbezirken ins Zentrum. Pendler brauchen Parkplätze weit außerhalb und nicht am Fröbelpark.

calcit
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Ja, und vor allem müss man einen Anreiz dafür schaffen, dass die Pendler umsteigen....

....solange Pendler eine (teilweise) gratis Parkplatz in der Stadt haben wird das nichts werden...

melahide
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Da

Kommen viele gute Ideen zum Vorschein. Neben der S-Bahn mit dem Netz, das die SPÖ vorgelegt hat, scheint auch dieses praktikabel zu sein.

calcit
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Ja ist auch denkbar...

...ich finde man soll alles mal sachlich emotionslos und auf wirtschaftlich- technischer Basis diskutieren. Ich gebe nur zu bedenken, dass eine offene Bauweise auf den Gürtelstrecken nicht unbedingt ein Vorteil ist. So schnell geht das auch nicht, muß zuerst das ganze Baufeld frei gemacht werden, d.h. die ganzen Leitungen, Kanäle etc... müssen man verlegt werden - das muss im Vorfeld geschehen und dann ist die massive offene Bautätigkeit mitten in der Stadt auch über Jahre zu berücksichtigen... das würde man sich mit in der unterirdischen Bauweise ersparen... mit Ausnahme der Stationen und der Zugangsschächte...

cremesso
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Ankündigungs-Kaiser

Bei solchen Themen weiss man genau das Wahlen nicht mehr weit weg sind

hcandussi
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@cremesso: Artikel gelesen?

Der Vorschlag kommt nicht von einer politischen Partei.