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GrazCannabis im Schloßbergstollen: Prozess abberaumt

Die Verhandlung rund um ein Grazer Kunstprojekt mit Cannabis-Pflanzen ist am Freitag kurzfristig abberaumt worden. Die Richterin sei verhindert, hieß es seitens des Bezirksgerichts Graz-Ost auf APA-Anfrage. Ein neuer Termin stand noch nicht fest, er soll nächste Woche bekannt gegeben werden.

© Win
 

Kunst oder doch Suchtgift-Missbrauch? Dieser Frage sollte am Freitag das Bezirksgericht Graz-Ost nachgehen, wenn über das Projekt von k.ada und Werner Schimpl verhandelt werden sollte. Die Verhandlung ist am Freitag kurzfristig abberaumt worden. Die Richterin sei verhindert, hieß es seitens des Bezirksgerichts Graz-Ost.

Kommentare (11)
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transparadox
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Transparenz

Ich hoffe, es ist klar, dass niemand, der Drogen produzieren will, um sie zu verkaufen oder zu rauchen, dies der Öffentlichkeit sagt, dann einen Newsletter an 2000 Leute schickt, dann es auf der Vernissage anderen 120 Personen sagt, dann der Zeitung ein Interview gibt und einen Journalisten hineinlässt, um Fotos von Künstlern und den Pflanzen zu machen, um dann im Gericht zu enden?

mario84
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Tu mal lieber die Möhrchen!

Marihuana ist nicht gut
Macht dich verseuchtes Blut
Marihuana, das ist Mist
Weil es nicht du selber bist

sagte schon Helge Schneider

dieRealität2020
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Dazu benötigt man aber schlicht und einfach keine Hanfpflanzen.

"---Die Arbeit sollte ein Beitrag zur "Diskussion über die Legalisierung von Cannabis in einer Konfrontation mit gesellschaftlich anerkanntem, allgemein zugänglichen Alkoholangebot" sein, hieß es seitens der Künstler.---"
.
fadenscheinige Rechtfertigung, da vermutlich berechtigterweise, durch diese Aktionen einerseits der persönlichen Selbstdarstellungs- und Gestaltungsdrang befriedigt und andererseits damit eine erfolgreiche PR betrieben wird. Was aber auch wieder im persönlichen Bereich eines Menschen liegt. Ich frage mich nur, wo liegt überhaupt die Notwendigkeit derartiges zu installieren?
.
Wenn augenscheinlich vermutlich Gesetze und Verordnungen verletzt werden dann ist zu ermitteln und die STA wird feststellen ob Anklage zu erheben ist, zu der es ja kam. Nicht wir, die Bürger einer Gesellschaft entscheiden über Recht und Unrecht wie Schuld und Unschuld, sondern die Gerichte.

transparadox
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Danke, dass Sie besser wissen, wie wir Kunst machen sollen!

Der Faktor, etwas Illegales mit dieser Kunstaktion gemacht zu haben ist aus meiner Sicht nicht nur mit dem Argument der Freiheit der Kunst zu begegnen, vielmehr stellt sich gesellschaftspolitisch die Frage, warum diesem Faktor der Illegalität von Cannabis eine so große Bedeutung gegeben wird. Natürlich muss der Gesetzgeber darauf achten, dass Gesetze eingehalten werden, wie stellt es sich aber dar, wenn Kunst die Zweckmäßigkeit gewisser Gesetze in Frage stellt. Die Absurdität, dass es 13 Blumengeschäfte in Graz gibt, die Cannabis Pflanzen legal verkaufen dürfen, diese aber nur bis zu einer bestimmten Höhe und ohne der natürlichen Entwicklung folgend erblühen dürfen legal sind, ist durchaus Grund genug, sich damit künstlerisch auseinanderzusetzen. Die geernteten Blüten werden ihrerseits in ein bereits in Bau befindliches Kunstwerk gegossen und nicht zu Gewinnung von Suchtgift.

calcit
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Da kommt natürlich gleich das Totschlagargument zur Kunstkritik...

"Was verstehen sie schon von Kunst?" Warum präsentiert man dan überhaupt Kunst? Darf man Kunst nur zustimmen? Und wenn man Kunst kritisiert wird einem dann sofort das Wissen und ein Kunstverständis abgesprochen... Ich als mündiger Bürger darf kritisieren auch wenn mir etwas persönlich nicht gefällt und laß mir nicht einen Maulkorb verpassen! Gerade ihr Künstler seid ja so auf Toleranz, oder?

calcit
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Im übrigen war dies sicher von Anfang an so beabsichtigt...

...der "Skandal" bewußt gewollt... bietet dies doch maximale Aufmersamkeit. Man sollte halt nur eines genau hinterfragen: Was stand im Förderantrag? Haben die "Künstler" angegeben, dass sie "Cannabisplanzen" für ihr Kunstprojekt verwenden? Wenn nicht, wäre das zu hinterfragen wenn unrichtige oder nicht die entsprechenden Angaben gemacht wurden.

Possan
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Wegen sieben oder acht Hanfstauden hinter

Einer Wand wird jetzt ein Gericht beschäftigt, na wir haben sorgen! Freiheit der Kunst - wo bleibt denn die?

CIAO
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mit vieviel

Steuergeld (Subventionen) ???

Egon Schiele mußte auch mal für ein paar Tage ins Gefängnis, weil er Junge Mädchen als Modelle benutzte.

transparadox
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mit ACHTUNG...2000 EURO!

Aus Der Standard von Lotte Nexa: Da haben wir einen unter Korruptionsverdacht stehenden Finanzminister, eine Ex Ministerin deren korrekte Erlangung ihres Doktortitels in Frage gestellt wird, eine völlig überforderte Wirtschaftsministerin die 1,26 Mio. € im "Kaufhaus Österreich" versenkt.

calcit
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2000 Euro die in der Drogenprävention oder...

...in der Unterstützung von Drogensüchtigen mehr bewirkt hätten...

transparadox
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aus Der Standard von recouvrer_la_raison

The FPÖ and its "hard-working" members of parliament receive hundreds of thousands of times more than the tax money they and other artists receive as subsidies. But strangely enough, you don't get upset about that? But as soon as it's a question of art - subsidised with 1000 or 2000 € - or science, education and social issues, there's hysterical talk of "wasted" tax money and "feeding through". How anyone can look in the mirror with such blatant mendacity will always remain a mystery to me.