1240 ParkplätzeAmazon nimmt Kurs auf Graz: Das plant der Online-Riese

Amazon hält das Grazer Rathaus auf Trab: Am Liebenauer Gürtel soll ein riesiges Warenlager samt Verteilerzentrum mit mehr als 960 Lieferwägen entstehen. Die Frage: Braucht es eine Umweltverträglichkeitsprüfung?

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Derzeit noch ein Acker, bald soll hier am Liebenauer Gürtel ein Warenlager von Amazon stehen © Jürgen Fuchs
 

Es steht zwar nirgends Amazon drauf, aber allen ist klar: Da steckt Amazon drin. Der Online-Riese plant ein riesiges Verteilerzentrum für den Großraum Graz (die Kleine Zeitung berichtete). Entstehen soll es zwischen Liebenauer Gürtel und Esserweg, direkt neben der Autobahnabfahrt.

Kommentare (62)
bond007
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Die Kahr

Ja der böse Verkehr! Weg damit! Weg mit den Firmen und den Pendlern die da so umweltverschmutzend herumfahren. Sollen die doch zu Hause bleiben. Und die ganzen LKWs brauchen wir auch nicht in Graz. Wir sind Selbstversorger und brauchen keine Außenwelt. Ist auch besser für die Natur. Am besten auch zwei Mal die Woche den Strom in der Stadt ausschalten, dann brauchen wir das Murkraftwerk nicht mehr. Und die bösen LKWs gar nicht mehr rein lassen in die Stadt. Das Essen bekommt man eh im Supermarkt auch.

tenke
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Alle verstehen's halt nicht....

Anscheinend sind Amazon-E-Autos grundsätzlich weit umweltschädigender als die der Post, von DHL, DPD, UPS, GLS und Co.

gerkon63
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Pest oder Colera ist hier die Frage.

Wenn das Logistikzentrum nicht in Ö gebaut wird, weil sich irgendwelche Pseudogrüne dagegen wichtig machen, dann kommt die Ware halt aus Slowenien. Der Unterschied ist nur, dass die Steuern (ja, die gibt es trotzdem - z.B. Körperschaftssteuer) dort entrichtet werden und wir durch die Finger schauen.
Also, was hättet ihr den gern, liebe Weltverbesserer?

CBP9
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Oder Slovenien nimmt Kurs auf Amazon!?

🎁

gweingrill
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Amazon

Ist einfach gut ... . Man bestellt weil es einfach und leicht geht .. deswegen sind die groß geworden !! Und jeder Österreicher kann dort auch verkaufen wenn er will ... verstehe die Aufregung nicht .. statt dpd oder Post bringt es halt Amazon selber .. an die Gesetzte werden die sich auch halten müssen .
Platz ist auch genug in der Gegend & Sowieso alles flach dort ..

bond007
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Genau

Recht so. Die Wirtschaft zeigt eh von selbst, wer überlebt und wer nicht.

TrailandError
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Unglaublich unsolidarisch

Egoismus ist die Triebfeder unsere Zeit! Ich kann nur empfehlen genau hinter die Kulissen zu schauen! Auf dem Rücken vieler Ausgebeuteter bekommst du deine Pakete auch am Sonntag! Gratuliere- moralisch in Ordnung??? Am Besten du bewirbst dich dort...learning by doing.....

bond007
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Und Sie?

Leben am Gemüseacker, züchten ihr eigenes Fleisch, haben kein Auto, gehen alles zu Fuß und pflanzen jeden Tag einen Baum? Geh bitte...

gweingrill
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Sonntag ?

Hab i noch nie ein Paket bekommen. ? Und ich genoss es Montag Dienstag frei zu haben, wenn ich Sonntag gearbeitet habe - fühlte mich nie ausgebeutet.. was hat das mit Egoismus zu tun?

stadtkater
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Wer ist denn jetzt

der Eigentümer des Grundstücks und seit wann hat es die Widmung als Bauland?

altbayer
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Österreichischer Onlinehandel ?

Ich habe bei einem wochenendlichen Spaziergang durch Graz in der Auslage eines Buchhändlers ein Buch gesehen - zu Hause beim Buchhändler gleich online bestellt. Eine Abholung in einem Geschäft in Graz (die Kette hat mehrere Geschäfte, Herr Niavarani erwähnt die Filiale in der Wollzeile in Wien öfters im Programm) ist nicht möglich.
5 Tage später bekomme ich die Versandbestättigung - bei einer Amazonbestellung hätte ich zu diesem Zeitpunkt das Buch schon gelesen.
5 Tage um ein Buch, das gestapelt in der Auslage eines Geschäfts liegt, also keine Sonderbestellung, zu versenden, ist nicht zeitgemäß.
So treiben unsere Händler die Konsumenten zu Amazon.
PS: Von mir bekommt Amazon trotzdem keinen Cent.

oekoLogisch
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Hauptsache

wieder ein paar Hektar zubetoniert. Diesen "Beton" würden so manche verdienen, manche von denen sogar eine "Betonwatschn"! Dort hätte man für etliche Grazer gute Lebensmittel produzieren können mit gänzlicher Kaufkraft in Österreich. Manche checken es noch immer nicht, Wirtschaft kann in Zeiten des Klimawandels nicht mit durch die Welt karren betrieben werden, sondern sollte endlich vor Ort passieren!

aposch
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Klimawandel

Schön den Klimawandel beklagen, aber Alles dazu beitragen, dass er noch schneller kommt. Das ist die Devise unserer Kommunalpolitiker. Lasst nur ja kein Fleckerl Boden frei von Beton und Asphalt, das magere Steuergeld der Konzerne ist ja viel wichtiger.

bond007
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Genau

Alles abreißen, viel mehr Grünfläche und ja keine Arbeitsplätze schaffen. Soll das Ausland die Firmen bekommen und die Leute dort arbeiten. Wir haben genug Geld.

oekoLogisch
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Steht genug leer

in den Innenstädten, aber auch an den Stadträndern. Und Arbeitsplätze schafft dieser "Moloch" Amozon sicher keine. Ganz im Gegenteil, der macht viele kaputt. Und das Ausland bekommt die Steuern, und alle schauen ganz getrost zu und kaufen still und heimlich trotzdem dort.

melahide
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Also

wenn man mich nach keiner persönlichen Meinung fragte, bin ich da auch dagegen. Das wird die Online-Kaufwut nur noch mehr befeuern. Was ja per se nicht schlecht ist, aber muss das alles über EINEN US-Konzern laufen? Ich erwarte mir da von der Politik endlich einmal Taten, dass der reine Online Handel höher besteuert wird als der Stationäre!

Ifrogmi
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neue arbeitsplätze?

wohl eher arbeitsplätze der neuen art.

altbayer
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280 Parkplätze für Mitarbeiter

960 Zustellfahrzeuge - Amazon rechnet damit, dass sich die Mitarbeiter bei der Bezahlung kein eigenes Auto leisten können.

Lodengrün
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Ich

verstehe die Argumente. Doch ich befürchte das wir das nicht aufhalten werden können. Die bauen halt woanders und die Autos kommen von dort nach Graz. Und die Gesetze betreffend. Die die sie berühren haben sie auch einzuhalten.

makronomic
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1000 Arbeitsplätze - aber wieviele kostet es?

Werden die 1000 neuen Mitarbeiter ordentlich bezahlt? Denke ja, dank der ausgefressenen Herrn von der Gewerkschaft. Da kann man Amazon mal zeigen wo der Bart´l den Most holt - auf gehts, Genossen!

Nehmen die Arbeitsplätze weg? Nicht mehr als bisher denke ich, nur verdienen wir in Graz mal endlich was zurück. Ich werde deswegen nicht mehr Online bestellen - zumeist ist es eh nur technisches Kleinzeug das niemand in Graz führt. (spez. Kabel, Stecker, exotische Batterien - der Rest ist meist zu teuer und Bücher kriege ich anderswo).

Wollen wir das Projekt mit E-Autos? Klar wollen wir das, denn der Strom kommt aus der Steckdose (alte SPÖ Weisheit) - also sollte man Herrn Pesos gleich ein Kraftwerk mitverkaufen - wie wäre es mit einem weiteren Murkraftwerk? Sauberer Strom wäre echt cool und die Mur gibt noch 2-3 Kraftwerke her auf steir. Boden.

TrailandError
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Bitte NICHT

In Austria. Eine Horror- Vorstellung. Der schöne Acker! Kaufkraftverlagerungen ohne Ende. Der Tag ist nicht mehr fern wo wir Österreicher niedrig- verdienst - jobs zu hauf annehmen müssen währenddessen die Reichen von Europa, USA und CHINA unseren letzten Grund und Boden aufkaufen !!! Nur weil ein paar Bürgermeister und Bauern den Bauch nicht voll bekommen können! Sehr kurzsichtig!!!!!!!!!

bond007
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Vorschlag

Ja und, wo ist der Gegenvorschlag? Warum sind die anderen so groß geworden. Billige Arbeitsplätze, wenig Gesetze und Wirtschaft pushen wo es geht. Bei uns vertreibt man jede Firma und jammert dann, dass man keine Arbeit hat.

AndreasToegl
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Slowenien

Dann bauen sie das halt im Raum Marburg und liefern von dort an. Hat daran schon irgendwer gedacht? Wäre ja auch viel billiger, da das Lohnniveau in Slowenien niedriger ist.
Man sieht das ja auch schon bei Magna, die Tendenz geht eindeutig in diese Richtung. Da kann man nur mit einer EU-weiten Regelung entgegenhalten. Aber das ist halt leider Utopie.
So wandert halt die Wertschöpfung ins Ausland. Man sollte halt versuchen, das mit möglichst umweltschonenden Auflagen umzusetzen.

SagServus
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Wäre ja auch viel billiger, da das Lohnniveau in Slowenien niedriger ist.

Wenn das der Grund wäre, würdens den Standort gar nicht in Betracht ziehen sondern direkt in Marburg bauen.

jaenner61
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und noch etwas

auch wenn hier schon der eine oder andere über löhne und arbeitsbedingungen bei amazon geschimpft hat. eine firma die hier tätig ist, muss sich auch an hier geltende gesetze halten. im endeffekt ist es dann eine verlagerung der arbeitsplätze, weg vom einen schlecht bezahlten job im handel, hin zum lager oder zustelljob bei amazon. unterm strich kein unterschied. und die großen bei uns tätigen ketten sind bis auf wenige ausnahmen auch keine österreichischen firmen. rewe, hofer, c&a, tom taylor, s oliver, new yorker und wie sie auch immer heißen mögen.

rouge
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Blauäugig.

@jaenner 61: Amazon beauftragt Subfirmen, die sich nicht immer an Regeln halten und immer wieder im Visier der Behörden stehen. Wie unlängst im Verteilerzentrum Großebersdorf.

 
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