Showdown zum 170. GeburtstagGirardihaus: Behörde verfügt die Beseitigung

Laut einem Gutachten ist die Sanierung wirtschaftlich nicht zumutbar, die Baubehörde erließ einen Beseitigungsauftrag. Zum 170. Geburtstag Girardis, der am Samstag gefeiert wird, kommt es nun also zum Showdown ums Geburtshaus.

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Seit Jahren ist das Girardi-Geburtshaus in der Leonhardstraße dem Verfall preisgegeben © Sabine Hoffmann
 

Google Maps erzählt der ganzen Welt, dass in der Leonhardstraße 28 als „historische Sehenswürdigkeit“ das Geburtshaus des Volksschauspielers Alexander Girardi steht. Dieser war einst weltberühmt in Österreich. In den Kommentaren auf Google liest man über das Drama der letzten Jahre, das heruntergekommene, versiffte Haus – das aber unter Denkmalschutz steht. Nach Jahren des Kräftemessens zwischen dem Eigentümer, der (Um)baupläne gehabt hat, Stadt und Denkmalamt kommt es zu Girardis Geburtstag, der sich am Samstag zum 170. Mal jährt, zum Showdown.

Kommentare (7)
duesenwerni
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Die eigentliche Schande ist, dass die Bau- und Anlagenbehörde ...

... der Stadt Graz die Eigentümer anderer Gebäude, die behördlichen Instandsetzungs- und Mängelbehebungsaufträgen nicht nachkommen, mit hohen Geldstrafen eindeckt und ihnen mit kostenpflichtiger Ersatzvornahme droht, wogegen sie hier seelenruhig zusieht, wie ein Eigentümer sein Haus jahrelang absichtlich verkommen lässt, bis dessen Instandhaltung wirtschaftlich nicht mehr zumutbar ist.

Buero
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Aus

welchem Grund muss der Besitzer eines Hauses, das denkmalgeschützt ist, geheimgelatne werden? Ist das nicht im "öffentlichen Interesse"?

duesenwerni
0
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Der gegenwärtige Eigentümer lässt sich leicht ...

.... googeln.

FySy
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Natürlich

Wäre ja nicht Graz wenn alte Häuser nicht abgerissen werden. Wieder ein Platz für ein neues Hochhaus und das mit irrwitziger Architektur.

ma12
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HaHa

Vielleicht wieder etwas so "schönes" wie das Kunsthaus? OMG, ein graus!!!

untermBaum
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Hätten die Menschen

vor ein paar hundert Jahren die gleiche Einstellung gehabt, würden wir wohl noch in Zelten und Hütten hausen. Eine Stadt muss leben und soll kein reines Museum sein. Das Kunsthaus hat ein ganzes Viertel neu belebt. Das Giradi-Haus mag Geschichte haben, aber architektonisch ist es sicher nicht besonders wertvoll.
Da wäre es wichtiger gewesen den Vorstadtcharakter von St. Peter oder St, Leonhard zu erhalten.

ma12
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HaHa

Da wird von der Erhaltung der Altstadt geschwafelt. So mal vom Schlossberg hinunter, da ist das "schöne Blechdach" vom Kastner und das "schöne" Kunsthaus. Ansonsten schöne, alte Fachziegelflächen. Diese ZWEI Bauten "verschönern" Graz enorm. Das Viertel belebt, genauso wie der Mursteg, der zwischenzeitlich eine Müllhalde war.