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Grüne StadträtinSchwentner-Antritt: Von DKT-Spielern und Aluhüten bei Schwarz-Blau

Die neue grüne Frontfrau Judith Schwentner will mit markanten Sprüchen und klaren Inhalten einen grünen Aufschwung schaffen.

DIE GRUeNEN GRAZ: PRESSEKONFERENZ MIT DER NEUEN STADTRAeTIN JUDITH SCHWENTNER: SCHWENTNER
Wird am Donnerstag als Frauen- und Umweltstadträtin angelobt: Judith Schwentner © APA/ERWIN SCHERIAU
 

"Der Bürgermeister verwechselt Graz mit einem DKT-Spiel", sagt Judith Schwentner bei ihrer Auftakts-Pressekonferenz. "Es geht nicht nur um Häuser, Hotels und Kraftwerke. Graz ist mehr." Die neue grüne Frontfrau wird ja am kommenden Donnerstag im Gemeinderat als neue Umwelt- und Frauenstadträtin angelobt. Sie folgt damit Tina Wirnsberger, die ihr Amt aus Gesundheitsgründen abgibt. Schwentner legt dabei ihr Amt deutlich angriffiger aus und versucht, gleichzeitig sehr konkret auf grüne Inhalte zu setzen.

Generell beklagt Schwentner einen Stillstand in der Stadt. "Der Bürgermeister hat vielleicht das kaufmännische Talent, aber es fehlt der Plan, Dinge auf den Boden zu bringen. Und das ist mit diesem Koalitionspartner, der in Sachen Klimawandel den Aluhut aufhat, auch nicht leicht. So gewinnt man das Spiel nicht." Auffallend: Weder Siegfried Nagl noch Mario Eustacchio werden beim Namen genannt. Schwentner spricht immer nur vom "Bürgermeister" oder "dem Koalitionspartner".

Schwentner will mit klassischen grünen Themen punkten

Neben den Angriffen will Schwentner die eigenen grünen Themen in den Fokus rücken. Die sind traditionell: Verkehr und Grünraum. Entscheidend sei ja das Leben zwischen den Häusern. Da greift Schwentner auf einen ehemaligen ÖVP-Politiker zurück: "Der letzte Visionär war Erich Edegger." Ein Satz, den bereits Lisa Rücker in ihrer Zeit als grüne Verkehrsstadträtin gesagt hat. Schwentner: "Unter Edegger wurden viele Radwege gebaut, Tempo 30 eingeführt. Das hat enorme Energie gekostet, das durchzusetzen. Heute ist es selbstverständlich." Diese zielgerichtete Energie vermisst Schwentner heute.

Einmal mehr nimmt sie die geplante wie umstrittene Augartenbucht ins Visier und fordert ein "Zurück an den Start" samt Bürgerbeteiligung. Für ihre eigenen Ressorts Umwelt und Frauen plant Schwentner unter anderem eine Baumoffensive, wie sie es bereits in diesem Interview angekündigt hat, und das Projekt plastikfreie Schule sowie den ersten Frauenbericht, der Anfang 2020 erscheinen soll und das Projekt "Ist Luisa da?". Diese Frage sollen Mädchen und Frauen in Lokalen an der Bar stellen können, wenn sie sich belästigt fühlen. Geschultes Personal soll dann weiterhelfen. Ein Projekt, das es in vielen deutschen Städten schon gibt.

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Danke für Ihr Verständnis.

stprei
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Angriffig aber ideenlos

Schwentner beklagt sich über Stillstand und mangelnde Umsetzung. Dann fordert sie Stillstand (der Bauarbeiten) und Abbruch (der Umsetzung).

Stattdessen bringt sie Graz mit herausragendenen Visionen nach vorne: Baumoffensive (mehr Bäume, die von Privaten gepflanzt werden sollen), plastikfreien Schulen (die Bundesregierung bewirkt mit der Reduktion von Plastiksackerl und Verpackungen deutlich mehr) und einem Frauenbericht.

Man kann sich geradezu vorstellen, wie schlagartig Graz sich dadurch verändert, weil Schwentner die Anworten auf die Herausforderungen der Stadt anbietet (Verdichtung, Zuzug, Energiebedarf, Entwicklung und Ausbau von Naherholungsgebieten, Wirtschaft in der Stadt, Arbeitsplätze).

Tatsächlich trägt sie nichts außer dem alten grünen "Anti-Alles-Gesuder" bei, das sie bereits ihren Sitz im Parlament gekostet hat. Gemessen an der Vorbereitungszeit ist ihr Start mehr als verpatzt.

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X22
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Wenn es dich wirklich interessiert, unter graz gruene at, bei der Rubrik Themen, findest all die Punkte die deiner Meinung nach fehlen



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valturin
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ideenlosigkeit

würde ich dem bürgermeister unterstellen.
seine sogenannten visionären ideen stammen allesamt aus der mottenkiste der vergangenheit (tiefgaragen/zubauen/abholzen), schön langsam kommts mir so vor er will zwanghaft ein "vermächtnis" hinterlassen, auf dem fett sein name steht.
keine spur von wirklich neuartigem, keine spur von (vernünftig) umsetzbaren.
statt radschnellwegen sollen strassen ausgebaut werden, statt seriösem strassenbahnausbau werden seilbahnen und u-bahnen ventiliert.

btw, netter rhetorischer trick mit dem stillstand.
in wahrheit beklagt schwendtner den stillstand im denken bei schwarzblau.
ein stillstand der ein handeln nach sich zieht das modern war, aber modern ende der 50er-jahre.

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