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Steirer des TagesReinhart Grundner: „Serientäter“ mit Geschmack

Diese Woche geht „Grundners Kulinarium“ zum 1000. Mal auf Sendung. Dabei begann Reinhart Grundner als Lehrer ...

1000. Kulinarium: Reinhart Grundner © ORF/Schöttl
 

Dieser Job macht Gusto: Woche für Woche schaut Reinhart Grundner steirischen Köchen über die Schulter, rührt dabei kräftig mit und tischt dem TV-Publikum eine Sendung auf, die offenbar vielen schmeckt. Sonst gäbe es das nicht: „Grundners Kulinarium“ geht diese Woche zum 1000. Mal auf Sendung – zum Jubiläum wurde im Grazer Schloßberg-Restaurant eine Geburtstagstorte gebacken.

Dabei hatte die Berufslaufbahn des Grazers ganz anders begonnen. 25 Jahre lang war er Hauptschullehrer. Mathematik, Physik, Chemie – Geschmackssache. Grundsätzlich hatte er aber einen „sehr guten Kontakt“ zu den Schülern. Zunächst in Stainz, dann in Irdning, zuletzt in Bad Aussee. Bis 1996 unterrichtete er.

Da kannte ihn das Radio- und Fernsehpublikum schon längst. Ab 1982 arbeitete Reinhart Grundner beim ORF Steiermark mit, lieferte vor allem Brauchtumsgeschichten aus dem Ausseerland. Oder stellte in einer 70-teiligen Serie Kräuter vor. „Ich bin ein Serientäter“, lacht er.
Bis Ende der 80er-Jahre war das Radio sein Revier, dann wurde er ins neue Regionalfernsehen geholt. Das war zeitintensiver, irgendwann musste er sich entscheiden: Lehrer oder Journalist? Die Wahl fiel auf Journalist. Wobei: Die beiden Berufe, konstatiert Grundner, seien sich ähnlich – es gehe darum, Wissen zu vermitteln, und das so, dass das Publikum hängen bleibt.

Zur Person

Reinhart Grundner, geb. 9. März 1948 in Graz, verheiratet, zwei Söhne, lebt in Leoben und Graz.
„Grundners Kulinarium“. 1000. Sendung am Donnerstag in „Steiermark heute“ ab 19 Uhr.

Vor knapp 20 Jahren wurde es dann richtig gschmackig: Am 30. September 1999 servierte Grundner, dessen Liebe für gute Küche die Oma geweckt hatte, den ersten Gang von „Grundners Kulinarium“. Premiere war im Wirtshaus Gallbrunner in Waisenegg.

Das (Erfolgs-)Rezept der Sendung? In wenigen Minuten beim Zuschauer Gusto wecken – zum Nachkochen oder Vorbeischauen und Selbstkosten.
Die Wirtshäuser, die vorgestellt werden, sucht Grundner nach Regionalität und Saisonalität selbst aus. Eine bunte Mischung – da kann’s sogar vorkommen, dass am Würstlstand gedreht wird. „Das hat mit unserer Gesellschaftsstruktur zu tun“, steirisches „Fast Food“ gehört für Grundner auch dazu. So wie manches Schmankerl. Wenn zum Beispiel im Fernsehen unbedingt der Wirt kochen will – und dann doch die Köchin einspringen muss, weil schon der Rauch aufsteigt.

Der 70-Jährige kocht übrigens selbst gern, seine Frau auch – „und ich sage auch immer, besser als ich“, lacht er.

1000 Sendungen – steht man da nicht bald an? Von wegen. 6000 bis 7000 Gasthauskonzessionen gebe es in der Steiermark, weiß Grundner. Und noch etwas: Ein Wirtshaus dient nicht nur der Nahrungsaufnahme, „das ist eine soziale Institution mit einer immens wichtigen Funktion“. Wobei: Mit 1000 Ausgaben ist „Grundners Kulinarium“ auch schon fast eine Institution ...

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