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Pkw-NeuzulassungGegen den Trend: Mehr neue Pkw in Graz, E-Auto-Anteil stagniert

Druckfrische Statistik: Graz entwickelt sich bei den Pkw-Neuzulassungen gegen den bundesweiten Trend.

Immer mehr Grazer laden ihr Auto mit Strom © Josef Fröhlich
 

Ein kräftiges Plus bei Benzinern, ein krachendes Minus beim Diesel, kaum Veränderung bei den E-Autos und insgesamt ein leichtes Plus bei den Neuzulassungen: Das sind die Grazer Zahlen der Statistik Austria für die Pkw-Neuzulassungen. Auffallend: Damit entwickelt sich Graz gegen den bundes- und steiermarkweiten Trend, vor allem was die E-Autos und die Gesamtzahl betrifft.

Die E-Autos kommen in Graz nicht vom Fleck. 2018 wurden 340 neu angemeldet, 2017 waren es 336. Macht absolut ein leichtes Plus von 1,2 Prozent (österreichweit plus 24,4 Prozent, steiermarkweit sogar plus 58 Prozent). Am Gesamtkuchen der Autoflotte stagniert der E-Anteil bei 2,7 Prozent.

Denn, und das ist der zweite Punkt gegen den Trend: Die Zahl der Neuzulassungen ist in Graz gestiegen. Während österreich- wie steiermarkweit 2018 weniger Pkw neu zugelassen wurden als 2017, waren es in Graz mehr. Die Zahl stieg von 12.494 auf 12.675. Das entspricht einem Plus von 1,45 Prozent.

Am liebsten fahren die Grazer mit Benziner: 2018 wurden 7053 neu zugelassen, waren es 2017 nur 5957. Das ist ein sattes Plus von 18,4 Prozent (österreichweit +12,5 Prozent). Im Gegenzug brachen die Zahlen beim Diesel ein: von 5935, die noch 2017 neu angemeldet wurden, auf nur mehr 4912. Das entspricht einem Minus von 17,2 Prozent (österreichweit -20,1 Prozent).

Graz-Umgebung: Deutlich weniger neue Pkw

Das Bild für Graz-Umgebung ist ähnlich: Auch dort stagnieren die neuen E-Autos (von 100 auf 102), die Benziner stiegen von 2122 auf 2237 (plus 5,4 Prozent) und die Diesel-Pkw fielen von 2476 auf 1907 (minus 23 Prozent). Auffallend: Die Gesamtzahl der Pkw-Neuzulassungen ging von 4809 auf 4347 zurück. Das entspricht einem überdurchschnittlichen Minus von 9,6 Prozent.

Kommentare (7)

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poepe
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fehlende Infrastruktur

Solange es keine ausreichenden Lademöglichkeiten gibt und die e-Autos so viel mehr als 'normale' Autos kosten wundert es mich nicht, dass nicht mehr gekauft werden. Wenn ich kein Haus, sondern nur eine Wohnung habe, habe ich fast immer das Problem, dass ich mein Fahrzeug irgendwo laden muss und u.U. erst auf ein anderes Verkehrsmittel umsteigen muss um nach Hause zu kommen

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Südsteirer
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Nicht den Tesla mit einem Golf vergleichen!

E-Autos der gleichen Klasse sind nicht unbedingt teurer. ZB Renault Zoe zu haben um die 20.000 bis 25.000€ Und vergleichbar mit einem Golf.

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scionescio
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Das lässt sich leicht erklären: die erste Welle der early Adopters und innovatorischen Annehmer ist vorbei ...

... und je weniger Fanatiker und mehr kritische Konsumenten einen Versuch mit den unausgereiften und unzulänglichen eAutos wagen, desto mehr sprechen sich diese enttäuschten Erfahrungen im Bekanntenkreis herum - die große Mehrheit der eAutofahrer kauft sich als Nachfolgegahrzeug auch kein eAuto mehr.
In der Stadt und Ballungsräumen spricht sich das eben wegen der Nähe schneller herum als auf dem Land.
Man muss auch erwähnen, dass nur 200 Private sich auf ein Experiment eingelassen haben - der Rest stammt aus Fuhrparks (und alle Steuerzahler dürfen damit überwiegend die Firmen subventionieren ...)

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Südsteirer
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Testen Sie doch einmal ein E-Auto richtig bevor sie urteilen

Und damit meine ich nicht nur anschauen oder eine 30 Minuten Probefahrt machen. Ich meine schon mindestens ein Wochenende oder länger. Dann verstehen sie auch Reichweite, Akkukapazität und das „Ladesäulenproblem“ (das es eigentlich, erst recht in Graz, nicht gibt!). Fast jeder der EAutos verstanden hat, kauft sich wieder eines, weil er/sie begriffen hat, dass es einfach billiger in der Erhaltung ist. Das macht die marginal höheren Anschaffungskosten gleich wieder wet. Enttäuscht habe ich eigentlich noch keinen EAutofahrer gesehen. Aber die die etwas gegen diese Technologie haben, die kennen immer massenweise enttäuschte EAutofahrer ;)

Noch ein kleines Beispiel:
Die meisten nicht Elektrofahrer stört die „geringe Reichweite“ von derzeit ungefähr 200-300 km auch im Winter (bei normalen Autos wie Renault Zoe, Nissan Leaf, Hyundai Kona oder IONIQ), wobei sie selbst nur max 50 km täglich zurücklegen.
Sie sehen aber nicht, dass das Fahrzeug jeden Morgen wieder frisch aufgetankt in der Garage stehen kann und die wie konventionelle Fahrzeuge gleich voll/leer wie am Abend.

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helga.zuschrott
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fanatiker? ist unsinn......

...... und die wenigsten wissen, dass e-autos sich durch die günstigen betriebskosten nach rel. kurzer zeit als ökonomisch sinnvoller darstellen.

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melahide
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Also

Ich hab letztes Jahr ein EAuto gekauft und bin damit hoch zufrieden. Ich fahre aber auch fast nur kürzere Strecken, viel in der Stadt und Umland zu Terminen (beruflich). Ab und an mal die Eltern besuchen (60 km). Ladeinfrastruktur ist gut bzw zu Hause möglich. Kommt billiger als ein Benzinfahrzeug (also im Betrieb, Anschaffung ist trotz Förderung teurer)...

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scionescio
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Die 200 Privaten beziehen sich auf die gesamte Steiermark und nicht nur Graz...

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