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Gerüchte um BauvorhabenGirardihaus: Brief sorgt für Aufregung

Kulturinitiative ist alarmiert: Immo-Investoren interessieren sich für Häuser in der Nachbarschaft des Girardihauses.

© Hoffmann
 


Bei der Initiative „Rettet das Girardihaus“, die sich im März letzten Jahres rund um Manfred Grössler zusammengefunden hat, läuteten diese Woche die Alarmglocken. Der Grund: Post, die Hausbesitzern in unmittelbarer Nachbarschaft der baufälligen Immobilie in der Leonhardstraße ins Haus flatterte. Der Bauträger und die Investorengruppe Venta meldete darin ihr Interesse am Grundstückskauf an.

„Der Verdacht liegt nahe, dass vor Ort ein großes Bauvorhaben angedacht wird“, befürchtet Grössler. Mit seinen Mitstreitern macht er sich für die Rettung des leer stehenden Hauses stark, in dem 1850 Schauspieler Alexander Girardi geboren wurde.

„Venta“-Geschäftsleiter Markus Gössl bestätigt zwar, dass sich das Unternehmen in diesem Teil der Leonhardstraße umgeschaut hat. „Mit dem Girardihaus hat das aber nichts zu tun. Das ist ein Gerücht“, unterstreicht er.

Die Kulturaktivisten kündigen an, auf jeden Fall wachsam zu bleiben. Das Dilemma, mit dem man nach wie vor konfrontiert ist: Die Altstadtsachverständigenkommission hat 2015 grünes Licht für den Abriss des Gebäudes aus dem 16. Jahrhundert gegeben. „Das Girardihaus steht unter Denkmalschutz und bleibt es auch“, bekräftigt hingegen Christian Brugger für das Bundesdenkmalamt einmal mehr. Nachdem der Besitzer, ein weststeirischer Industrieller, das Haus nicht abreißen oder nach seinen Vorstellungen ausbauen darf, lässt er es leer stehen und verfallen. Es dämmert einem Schicksal entgegen, das zuletzt das Flößerhaus am Grieskai ereilte.

Der Besitzer konnte geltend machen, dass eine Sanierung wirtschaftlich unzumutbar sei. Dem Abriss stand damit nichts mehr im Weg. Ein Szenario, gegen das die Initiative rund um Grössler mit allen Mitteln ankämpft. Der weitere Verfall des Girardihauses ist für ihn eine „Schande für die Kulturhauptstadt Graz“.

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chess16
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Schande für Graz

Wenn es eine Schande für Graz ist, warum kauft es die Stadt Graz nicht, anstatt so viele Artikel darüber zu schreiben, man könnte es wirklich nutzen, z. B. für kulturelle Veranstaltungen mit Möglichkeit von kleinen Imbissen, es ist in der Nähe der Kunstuni, das wäre doch ein Vorschlag.

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Sol lucet omnibus
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Die Politik sollte Hrn Roiss zwingen

das denkmalgeschützte Haus zu renovieren! Andernfalls sollte der Herr enteignet werden.
Vermutlich schaut unser Bürgermeister hier allerdings nur zu - auf der einen Seite will er doch seine Unterstützer aus der Baubranche bedienen - auf der anderen Seite kann er sich nicht mit dem Denkmalschutz anlegen. Es wird kommen wie es kommen muss - wird das Haus einsturz gefährdet - wird Gefahr im Verzug sein - und das Haus wird in einem Tag geschliffen. Wenn man es genau nimmt ist es eine Sauerei. Hr Otto Roiss setzt auf Zeit...

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Think_simple
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Zufall

Wie so immer, es wird ein Zufall sein. Vielleicht baut man ja am Nachbargrundstück, und dem Baggerfahrer passiert bei Reversieren ein Missgeschick (So war es du mich auch mit den denkmalgeschützten Gewölben in der Idlhifgasse), oder man irrt sich in der Adresse, sichert die Baugrund schlecht ab. Ach, es gibt so viele wunderbare Zufälle.
Ich denke, dass es da Ev beim Bürgermeister sogar Tios zu holen fibt, vei so vielen traurigen Zufällen, die er mit seinen Kumpels aus der Immo-Branche schon erleiden musste...

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