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Bauernmärkte2019 zieht der Kaiser-Josef-Markt um

Der für das Marktwesen zuständige Vizebürgermeister Mario Eustacchio plant für das kommende Jahr eine "Marktoffensive". 1,5 Millionen Euro sind dafür vorgesehen. Was die Grazer erwartet.

Der Kaiser-Josef-Markt: Für 2019 ist hier Einiges geplant
Der Kaiser-Josef-Markt: Für 2019 ist hier Einiges geplant © Jürgen Fuchs
 

Bei der Präsentation des Budgets 2019, das ja nächste Woche im Gemeinderat beschlossen wird, hatte es der auch für das Marktwesen zuständige Vizebürgermeister Mario Eustacchio (FPÖ) angekündigt: 2019 wird es eine „Marktoffensive“ in Graz geben. 1,5 Millionen Euro sind für dieses Paket vorgesehen. Was erwartet die Grazer?

Aus für Parken am Kaiser-Josef-Platz

Einiges will Eustacchio am Kaiser-Josef-Platz umkrempeln. Auch wenn er vorab betont: „Das Flair des ältesten Bauernmarkts von Österreich soll auf jeden Fall erhalten bleiben.“ Eine Gehsteigkante und damit eine Stolperfalle, die sich an der Westseite des Platzes entlangzieht, kommt im Sommer weg. Während der Bauarbeiten müssen die Marktbeschicker kurzfristig umziehen - sie werden dann beim Lichtschwert zwischen Next Liberty und Oper zu finden sein.

Ein heißes Eisen, das in den letzten Jahren immer wieder diskutiert wurde, will Eustacchio ebenfalls im kommenden Jahr anpacken: Der Platz soll außerhalb der Marktzeiten nicht mehr zum Parken zur Verfügung stehen. „Es ist schade, so einen zentralen Platz in der Stadt am Nachmittag nur als Parkfläche zu nutzen“, unterstreicht er. Einmal autofrei, soll der Platz zu anrainerfreundlichen Zeiten für Veranstaltungen genutzt werden können.

Ebenfalls auf der Vorhabenliste: die Möglichkeit, Waren von mobilen Wägen aus zu verkaufen, die zwischen Heilandskirche und dem Marktareal aufgestellt werden. Und: versenkbare Müllcontainer sowie eine neue Toilette. Ob die Marktbeschicker zu Wochenbeginn in der Mitte zusammenrücken, weil da nur wenige „Standln“ am Platz zu finden sind, soll noch in Gesprächen geklärt werden.

Markthallen am Lendplatz und am Hofbauerplatz werden saniert

Wird saniert: Die Markthalle am Lendplatz
Wird saniert: Die Markthalle am Lendplatz Foto © Simon Möstl

Teil des 1,5-Millionen-Euro-Pakets ist außerdem die Sanierung der alten Markthalle am Lendplatz. Der Holzbau ist mit den Jahren heruntergekommen. Gleiches gilt für die arg verwitterte Markthalle am Hofbauerplatz in Eggenberg. Die markante Betonkonstruktion bekommt ein tief greifendes „Facelifting“. Angedacht ist hier darüber hinaus, die massiven Steintische zu entfernen. „Man könnte die überdachte Fläche dann außerhalb der Marktzeiten auch anders nutzen“, schwebt dem Vizebürgermeister vor. Da beide Hallen denkmalgeschützt sind, ist das Denkmalamt bei der Sanierung mit an Bord.

In die Jahre gekommen: Die Betonkonstruktion der Markthalle am Hofbauerplatz in Eggenberg
In die Jahre gekommen: Die Betonkonstruktion der Markthalle am Hofbauerplatz in Eggenberg Foto © Andrea Rieger

Flexibler soll die Nutzung der Plätze, aber auch die Marktordnung werden - sie wird überarbeitet. Eustacchio: „Dinge wie der Langschläferflohmarkt in Eggenberg sind nicht so einfach möglich. Das möchte ich ändern.“ Neu geregelt wird zudem die Abrechnung der Gebühren, was unter Marktbeschickern derzeit für Unruhe sorgt. Sie werden in Zukunft nicht täglich, sondern pro Quartal eingehoben. Wer Tische nur von Donnerstag bis Samstag reserviert, zahlt etwa am Kaiser-Josef-Platz ein Drittel mehr als jetzt. Wer auch an schwachen Tagen zu Wochenbeginn am Markt ist, zahlt 2019 weniger.

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