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Pyramidenspiel-ProzessAls an einem Tag 1,2 Millionen Euro die Besitzer wechselten

Eine Zeugin aus der Weststeiermark spielte bereits vor dem „Urvater“ im Schenkkreis. In Deutschland gingen unglaubliche Summen über den Tisch.

© Francesco Ugolini
 

Gleich mehr als 20 Zeugen waren gestern im Pyramidenspiel-Prozess in Graz geladen. Als Erster sagte ein Mann aus, der von der Polizei vorgeführt werden musste, weil er bislang seine Ladungen „übersehen“ hatte. „Wir starten mit Ihnen, nachdem Sie mit dem Staatstaxi gekommen sind“, eröffnete Richter Andreas Rom.

Für Raunen im Saal sorgte eine Zeugin, die zunächst erklärte, das Polizeiprotokoll stimme nicht. Als ihr Protokoll wortwörtlich vorgelesen wurde, musste die Frau aber kleinlaut zugeben, dass alles seine Richtigkeit hat. Auch der eigentlich unfassbare Umstand, dass alleine bei einer Schenkungsveranstaltung in Deutschland 1,2 Millionen Euro die Besitzer wechselten. "Das hat eine Moderatorin damals erklärt", erinnerte sich die Zeugin.

Auch habe ihr eine Angeklagte damals gesagt: "Zusammen mit meinen Kindern habe ich bereits 500.000 Euro durch den Schenkkreis bekommen." Die diesbezüglich angesprochene Angeklagte protestierte heftig: "Das ist doch utopisch!"

Teilnahme vor dem "Urvater"

„Ich habe schon 2005 bei einem Pyramidenspiel teilgenommen“, erklärte eine andere Zeugin. Der erstangeklagte Weststeirer (er wurde von vielen Zeugen im Prozess ja als „Urvater des Spiels“ beschrieben) sei erst nach ihr ins Spiel eingestiegen. Dieser meinte zur Zeugin: „Wir Angeklagte hier haben Ihre gesamte Familie finanziert, sie hat mir alles erklärt - ich habe das dann weitergegeben.“

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