Alle Bahnkreuzungen in Graz werden jetzt untersucht
Die zwölf GKB-Bahnübergänge in Graz kommen nach dem tödlichen Unfall im September auf den Prüfstand. In der Kärntner Straße zeichnet sich der größte Handlungsbedarf ab.

"Jeder Bahnübergang wird nachgerüstet“ – das war das Versprechen von Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) nach dem tödlichen Zusammenstoß beim Bahnübergang in der Grottenhofstraße zwischen einem Linienbus und dem Zug. Heute wird das entsprechende Stück im Gemeinderat verabschiedet: Um 210.000 Euro werden alle zwölf GKB-Eisenbahnkreuzungen im Grazer Stadtgebiet untersucht, das Geld teilen sich Stadt, Land und GKB, die inhaltliche Prüfung Nagl und Verkehrsstadträtin Elke Kahr (KPÖ).
Wo eine Unterführung, ein Schranken oder eine Schließung Sinn macht, wird nun erhoben. Fix ist nur: Ein Lichtsignal alleine gilt künftig nicht mehr als ausreichende Absicherung.
Handlungsbedarf besteht jedenfalls in Kärntner Straße: Jetzt ist der Bahnübergang nur per Ampel gesichert. Kommt dort ein Schranken, wäre der Bahnübergang auch durch eine Taktverdichtung ab 2025 pro Stunde 30 Minuten (!) für den Auto- und Busverkehr zu. Das spräche für eine Unterführung – die aber durch den Plabutschtunnel eine bauliche Herausforderung ist.

