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30 Kilometer LeitungLand und Stadt bauen Grazer Fernwärme groß aus

Knapp 13 Millionen Euro werden investiert, um das Fernwärme-Hauptnetz in den nächsten Jahren um 15 Kilometer zu verlängern. Weitere 15 Kilometer lang sind die Leitungen für Anschlüsse.

Fernheizwerk Graz und Ausfallsreserve Puchstraße © Juergen Fuchs
 

Dicke Luft: Stand Mittwoch ist an der Grazer Messstation Don Bosco das Limit von 25 Feinstaubtagen im Jahr schon um drei Tage überschritten worden. 

Aber sie tun was dagegen, signalisieren Bürgermeister Siegfried Nagl und Landesrat Anton Lang am Donnerstag. Gemeinsam mit der Energie Graz (Boris Papousek, Werner Ressi) wird die Fernwärme weiter intensiv ausgebaut.

Die Hauptleitungen verlängert man vor allem in den Bezirken Liebenau und Straßgang. 15 Kilometer in drei Jahren. Kosten: 12,6 Millionen Euro, 4,4 Millionen kommen von Landesseite.

Außerdem wird das bestehende Netz (790 km) in den Bezirken Andritz, Eggenberg und St. Peter verdichtet. Umfang: ebenso circa 15 Kilometer. 

Somit könnten jährlich weitere 2500 Grazer Haushalte "super-sauber" Heizen. Gerhard Semmelrock, Energieabteilungschef im Land, schätzt, dass durch die Maßnahmen etwa zwei Tonnen Feinstaub und 4,5 Tonnen Stickoxide einzusparen seien.

Das hat seinen Preis - der aber, wie alle Seiten betonen, stabil ist: Um wirtschaftlich zu bleiben, wurde die Fernwärme mit Sommer um knapp fünf Prozent teurer. Für einen durchschnittlichen Haushalt in Graz bedeute das rund drei Euro im Monat mehr.

Wärmewende

Stolz sind Energie Graz und Politik auf die wachsende Nutzung von Abwärme der Industrie. "Das ist in Österreich einzigartig", erinnert Lang. Und nur so gelinge die "Wärmewende", schwärmt Nagl. 

Sei es durch die Leitung von Sappi in die Stadt, durch die Marienhütte oder den Wärmespeicher "Helois" am Köglerweg. Letzlich soll sogar "Big Solar Graz" einmal umgesetzt werden.

>> Winter 17/18: Rekorde bei Fernwärme <<

Nagl und Lang
Nagl und Lang Foto © Stadt/Foto Fischer

110 Millionen seit 2007

Wie die Stadt Graz mitteilte, sind von 2007 bis 2017 mit Hilfe des Landes bereits 110 Millionen Euro in den Fernwärme-Ausbau geflossen. Die Zahl der versorgten Wohnungen verdoppelte sich beinahe auf 68.000 und die Trassenlänge wuchs von 278 auf 403 Kilometer.

 

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Danke für Ihr Verständnis.

pesosope
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Jetzt glaub ich's aber, die Erzeugen die Fernwärme nach wie vor aus einem Kohlekraftwerk und behaupten einfach frech es sei super-sauber

Und zum drüberstreuen schreibt die Zeitung das auch noch im vollen Wissen der Lüge.

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