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Steirer des TagesFür das Benefizkonzert zieht er alle Register

Mit seinen Konzertreisen startet der steirische Organist Lukas Hasler international durch. Am 14. Oktober ist er in bei einem Benefizkonzert in Mariatrost zu hören. Karten sind noch an der Abendkasse erhältlich.

Der 22-Jährige macht die Orgen jung - und begeistert sein Publikum © (c) www.bigshot.at/Christian Jungwirth
 

Gekreische, Selfies und Umarmungen. Lukas Hasler wurde auf seinen jüngsten Konzertreisen durch die USA und Russland bejubelt. Man könnte meinen, bei dem 22-jährigen Organisten handelt es sich um einen Pop-Star.

Dabei beherrscht er ein in unseren Breiten außerhalb von Kirchen weniger populäres Musikinstrument. „Ich spiele ein Instrument, das nicht so wahnsinnig massentauglich ist. Auch wenn ich der Überzeugung bin, dass sich das ändern wird“, erklärt der Nachwuchsstar, der vom russischen Publikum völlig überrascht wurde.

„Diese positive gelöste Stimmung war für mich der Wow-Effekt des Jahres. So viele junge Menschen. Sie sahen es fast als Pop-Konzert.“ Eine junge Besucherin hatte das Plakat beispielsweise im Nagelstudio entdeckt.

Zur Person

Lukas Hasler wurde am 15. März 1996 geboren. Nach der Matura am Stiftsgymnasium Admont startete er sein Studium in Graz und Hamburg.

Mehr Infos gibt es auf Instagram:

lukas.hasler.organist

oder Facebook: facebook.com/lukas.hasler.Organist.

oder https://www.lukashasler.com/

Nebenbei bespielt er seine Social-Media-Kanäle. Hat 25.000 Follower auf Facebook, Instagram und Youtube, die er über seine Konzerte auf dem Laufenden hält – und macht die Königin der Instrumente jung. Mittlerweile hat er die zweite im Netz entbrannte Empörungsflut hinter sich. Anlass war ein harmloses Foto, das ihn auf einem Orgelspieltisch sitzend zeigt.

Es ist schon jetzt ein Leben aus dem Koffer, das der 22-Jährige führt. „Meine beste Freundin ist zur Zeit die Waschmaschine.“ Denn eigentlich ist er noch Student des Konzertfaches Orgel an der Kunstuniversität Graz, hat parallel dazu das Masterstudium Kultur- und Medienmanagement an der Universität Hamburg absolviert, zahlreiche Nachwuchspreise abgeräumt und er bügelt seine Hemden noch immer selbst. „Ich habe keinen Hofstaat“, lacht er.

Der Ort, an dem seine Kunst den Anfang nahm, war die Pfarrkirche in seiner Heimatgemeinde Gaishorn am See: „Dort spiele ich auch jetzt noch mit Begeisterung und schaue, dass ich mir Termine so lege, dass es sich ausgeht.“ – Wie beispielsweise Anfang November: „Ich fliege erst am Sonntagabend zu meinem Konzert nach London. Somit kann ich am Vormittag noch die Sonntagsmesse spielen.“ Hier erlebt er ein Kontrastprogramm zum ruh- und rastlosen Aus-dem-Koffer-Leben: „Es ist Heimat und es ist mein Beginn. Ohne diese Orgel – ohne meine Gemeinde wäre ich dazu nicht gekommen.“ Das Orchestrale und die vielfältigen Klänge an der Orgel faszinieren ihn: „Einerseits bin ich ausführender Musiker und zugleich mein eigener Dirigent.

Sein Reise-Gen lässt ihn die Welt erkunden und führte ihn nach Nordkorea, in die Ukraine oder nach Transnistrien, eine moldawische Separatistenregion. Als er dort versehentlich mit einem Selfiestick statt Lenin das KGB-Hauptgebäude fotografiert, marschieren Soldaten im Stechschritt auf ihn zu: „Wir wurden reingebeten und mussten das Bild löschen. Am Ende waren sie gar nicht unfreundlich.“

Er fuhr ÖSV-Skirennen, liebt aber auch die Stille und liest für sein Leben gerne: „Mein Traum ist es, die Gesamtwerke von Thomas Mann, Robert Musil und Stefan Zweig zu lesen.“ Seinen größten Wunsch, einen eigenen Hund, erfüllt er sich aus Tierliebe aber nicht: „Dieser Beruf verlangt große Flexibilität und eine gewisse  Ungebundenheit.“

Als Organist versteht er sich als Erklärer. Mit Moderationen will er seinen Besuchern helfen, auch komplexere Musik zu verstehen. „Am Ende geht jeder in ein Konzert, um sich unterhalten zu lassen. Aber Unterhaltung muss nicht flach sein.“

Benefizkonzert

Das heutige Benefizkonzert in der Basilika Mariatrost zugungsten der Orgelrenovierung verspricht spannende Klangerlebnisse. Lukas Hasler und der Saxofonist Matej Bunderla aus Slowenien werden zu hören sein. Ingrid Wendl liest Texte über die Orgel.

Beginn: 17 Uhr

Karten sind noch an der Abendkasse erhältlich.

Für das heutige Benefizkonzert in der Basilika Mariatrost verspricht er viel Abwechslung mit Franz Liszt (Fantasie und Fuge über B-A-C-H) oder der sehr lieblichen Bearbeitung einer Kirchensonate.

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