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Girardihaus

Warum steht dieses Haus eigentlich unter Denkmalschutz?

Wie ein kleiner, schlicht anmutender Bau das Grazer Rathaus seit Jahren regelmäßig in Aufregung versetzt.

Girardigeburtshaus, Leonhardstraße
Das Geburtshaus von Volksschauspieler Alexander Girardi in der Grazer Leonhardstraße © KLZ/Sabine Hoffmann
 

Bangen, von Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) und Vize Elke Kahr (KPÖ) abwärts: Im Rathaus zittert man, dass beim denkmalgeschützten, aber seit Jahren leer stehenden Geburtshaus von Volksschauspieler Alexander Girardi in der Leonhardstraße vollendete Tatsachen geschaffen werden sollen.

Was sich viele Grazer fragen: Wozu die ganze Aufreung? Und was ist an diesem schlicht anmutenden, zweigeschoßigen Bau eigentlich so schützenswert?

Girardihaus: Eine Dokumentation des Verfalls

Foto aus 2002

© foto melbinger/paulitsch

Bild aus 2010

KLZ/Sabine Hoffmann

Alexander Girardi, 1850 - 1918

APA

Bild aus 2012

kk

Bild aus 2012

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Bild aus 2014

KLZ/Gernot Eder

Bild aus 2015

KLZ/Sabine Hoffmann
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Die Antwort liefert das Denkmalamt: "Der Kern des Hauses geht auf das 16. Jahrhundert zurück. Es ist ein architekturgeschichtlich wichtiges Argument aus der Zeit der Vorstadt, noch ehe hier die Gründerzeit Einzug erhielt", heißt es. Also: Denkmalschutz.

Das schwierige an diesem Fall: Die Altstadtschutzkommission (ASVK) befürwortet einen Abbruch, weil sie vor allem auf den Gebietscharakter in der Schutzzone schauen muss. Und die Leonhardstraße sei in diesem Gebiet von der Gründerzeitarchitektur geprägt.

Unterm Strich bleibt: Stadt und Investor sind sich nicht einig, was an Veränderungen zugelassen werden kann, auch, weil offenbar sehr sparsam miteinander kommuniziert wird. Die Folge: Das Haus steht weiter leer.

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Danke für Ihr Verständnis.

BenHemmens
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Die ASVK

kommt mir immer seltsamer vor.

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LaoQui
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Das Geburtshaus

eines der größten Künstler seines Heimatortes, der weltweit bekannt war, würde jede andere Stadt zu einer würdigen Gedenkstätte gestalten. Und als ehemaliger Nachbar kann ich nur sagen: hier zeigt sich noch das alte Graz in seiner schönsten Vorstadtgestalt. Der Beschluss der ASVK (noch unter der alten Führung!) war eine eklatante Fehlentscheidung. Gottseidank hält der Denkmalschutz noch die Hand über das Gebäude.

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wiesengasse10
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Ja Lao, vor allem versteh ich die ASVK nicht !

Sie muss auf den Gebietscharakter (Gründerzeitarchitektur) schauen, das Haus ist aber vor dieser Zeit entstanden, also darf es abgerissen werden !! Aber natürlich wird nach einem Abriss ein neues gebäude entstehen.....das kann aber auch nicht aus der Gründerzeit sein !!! Wo ist da die Logik ??

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hr40a8qoy3ypfc9pinjv2gxptvfap9vq
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den Besitzer

Vollgas an den Pranger stellen. Immobilienspekulanten den Hahn abdrehen. wenn er das Haus abreißt - eine Strafe von 500.000,- alles andere ist Augenauswischerei

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extranjero
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wie wärs mit

digitalisieren und danach abreissen.

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Quagga
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Scherzkeks

Und wer hätte dann etwas davon? Der Investor, der es absichtlich verfallen lässt? Den soll man belohnen?

Das zu Zeiten wo digitale Standards nicht mal 1/100 so lange halten wie dieses Haus...

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Efried
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Einfach

Wie in anderen Städten auch ist es möglich die alte Struktur zu überbauen, so arg wie in Brüssel, wo nur die Fassaden bleiben, muss es aber nicht sein

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