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Supervision

Grazer Flüchtlingshelfer auf offener Straße angegriffen

Er hilft anderen – und wird dafür bedroht: Der Grazer Mark Staskiewicz wurde auf der Straße angegriffen, weil, so glaubt er, ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe tätig ist. Er will sich aber nicht einschüchtern lassen.

Angriff
Angriff © (c) Jonathan Stutz - Fotolia
 

"Würde ich keinen Kampfsport machen, wäre ich übel zugerichtet worden", sagt Mark Staskiewicz über die Ereignisse am vergangenen Mittwoch. Der Grazer ist Supervisor und Coach: Seit einem halben Jahr bietet er Flüchtlingshelfern kostenlos an, zu ihm zur Supervision zu kommen, um das Erlebte zu verarbeiten. Das ist ihn nun zum Verhängnis geworden, glaubt er, denn für ihn steht der Angriff auf ihn in eindeutigem Zusammenhang mit seinem Engagement.

Was war passiert? "Ich parkte abends im Bezirk Lend mein Auto und wollte meine Tasche aus dem Kofferraum nehmen, als zwei Männer auf mich zukamen." Einer der beiden soll gesagt haben, "schau mal, wer da ist" und dann versuchte der Unbekannte ihm einen Schlag ins Gesicht zu versetzen.

Der Zweite soll Staskiewicz einen Verräter genannt haben und versuchte auch in anzugreifen. Staskiewicz, der Kampfsport praktiziert, konnte beide Angriffe abwehren. "Ein Auto, das vorbeikam, blinkte mit der Lichthupe, dann verschwanden die beiden", erinnert sich Staskiewicz.

"Du lebst ungesund"

Dass der Angriff mit seiner Tätigkeit als freiwilliger Helfer zusammenhängt, schließt Staskiewicz daraus, dass er bereits im Februar einen Drohbrief in seinem Briefkasten fand. Sätze wie, "Wer Terroristen und Gutmenschen hilft, ist ein Verräter" oder "Du lebst ungesund", waren dort zu lesen. Staskiewicz machte den Brief auf Facebook öffentlich, den Angriff diese Woche zeigte er bei der Polizei an. "Es wäre schon ein sehr großer Zufall, wenn die beiden Dinge nichts miteinander zu tun hätten", sagt er.

Von der Polizei heißt es, dass nun ermittelt wird, die Chancen, die Täter zu finden, ständen aber nicht gut, da die Beschreibung sehr vage war. "Wir können auch nicht bestätigen, dass der Angriff in irgendeinem Zusammenhang mit der freiwilligen Arbeit des Betroffenen steht", sagt der zuständige Polizeibeamte.

Für Staskiewicz steht aber fest: "Ich will mich nicht einschüchtern lassen, denn genau das ist es ja, was diese Menschen wollen." Das Service der kostenlosen Supervision werde er weiter anbieten.

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Danke für Ihr Verständnis.

heinz31
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Der war KEIN Flüchtlingshelfer!

Bitte diese Tatsache nicht falsch darstellen.
Im Artikel steht, was er wirklich ist.

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@heinz31

"Der" war kein Flüchtlingshelfer - ok.
Er hilft Flüchtlingshelfern, ihre Erlebnisse zu verarbeiten, ist also "nur" indirekt mit der Flüchtlingssituation beschäftigt.

Ist das so ein großer Unterschied - oder ist das Wortklauberei?

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Feja
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Mal davon abgesehen, dass es nicht stimmt.

Er war sehr wohl Flüchtlingshelfer und hat bei seiner Arbeit dort festgestellt, dass Bedarf für eine Subervision besteht.
Steht heute zumindest so in der Printausgabe.

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3fhb7zgx90lulwmjufv0djycs8hr8k9s
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Die scheinheilig verlogene

Doppelmoral unserer Heimatschützer liest man hier bei mehreren Kommentaren raus.

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patriot2010
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Diese Doppelmoral

die Sie ankreiden, sehe ich persönlich leider eher bei der Linken-Fraktion! Alles Fremde ist regelrecht ok, selbst ihre Lebensart in unserem Land! Aber es darf sich ja kein Österreicher darüber beklagen.
Insbesondere die Doppelmoral der weiblichen linken Fraktion lässt so manchen normalen Bürger nur noch auf den Kopf greifen!

So als würde es nur Rechte in Deutschland und Österreich geben. Den allein die Vorstellung das so ein Kultur-Input Rechts sein könnte, ja das gibt es nicht!

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Planck
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"Aber es darf sich ja kein Österreicher darüber beklagen."

Als was bezeichnen Sie das, was Sie hier (und höchstwahrscheinlich hier am allerwenigsten) tun?

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zx6d5xf42yhvuw8ak9442g7hv1biq7vo
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@patriot2010

Was meinen Sie mit
"es darf sich ja kein Österreicher darüber beklagen"
"Doppelmoral der weiblichen linken Fraktion"
"Kultur-Input von Rechts"
?

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3fhb7zgx90lulwmjufv0djycs8hr8k9s
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Re: Diese Doppelmoral

Man nehme die eigenen Fehler und unterstelle es der Gegenseite. Das war schon immer ein gutes Werkzeug für Stimmenfang und Stimmungsmache.
Gut gemacht. Kickl ist stolz auf Sie. xD

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3fhb7zgx90lulwmjufv0djycs8hr8k9s
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Re: Die scheinheilig verlogene

Ausländer furzt - na dann stehens alle Gewehr bei Fuss
Rechtsradikales Verbrechen - jo mei is holt so

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3fhb7zgx90lulwmjufv0djycs8hr8k9s
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Ja unsere Heimarschützer

.... ein Ausländer hat ein Handy .... Skandal, Skandal, wir sinds dumme Volk

.... ein Mensch wird von Recht.rad.ikalen auf der Strasse angegriffen ..... jo mei passiert halt, wor eh nur a Gutmensch ....

Besorgniserregende verlogene scheinheilige rechtspolitische Doppelmoral.

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heinz31
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@corazon

Aha, wenn sie es so genau wissen, daß es rechts.rad.ikale waren, warum nennen sie nicht deren Namen?
Oder sind das auch nur Vermutungen, wie der ganze Bericht?

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3fhb7zgx90lulwmjufv0djycs8hr8k9s
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@heinz

tut mir leid. es ist natürlich nur eine Vermutung von mir, dass es um ein rechtsradikales Verbrechen handelt, aber es weist alles drauf hin.

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8lzbxjxhb4a1664zvsif3lzzqxmykhet
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Der Artikel ist doch wirklich grenzwertig

Da darf ein völlig Unbekannter sich hinstellen und für sich Eigenwerbung betreiben, nur weil er vorgibt bedroht worden zu sein und weil er andere gratis Coacht?

1. warum wurde gerade diese angebliche Straftat veröffentlicht, obwohl es keine Zeugen oder gar Verhaftungen gab?

2. warum werden andere Straftaten wie die Vergewaltigung einer 10 Jährigen nicht veröffentlicht, obwohl man den Täter verhaftet hat?

3. warum sollen Flüchtlingshelfer traumatisiert sein und ein gratis Coaching benötigen? In meinem Umfeld kenne ich niemand der ein Trauma hat nur weil er jemand Fremden geholfen hat. Wie kommt es also dazu, dass Freiwillige ein Trauma davontragen?

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@ImSinneDerAgb

1. Die Aufklärung obliegt der Polizei - Sie geben Vermutungen von sich.
2. Möglicherweise, um die 10-jährige zu schützen?
3. Haben Sie jemals in der Flüchtlingshilfe gearbeitet - und so menschliche Tragödien mitbekommen? Dann könnten Sie ja gleich fragen, warum benötigen Rettungskräfte, Feuerwehr, Pflegepersonal usw. Coaching? Die helfen doch auch "nur"!

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j4jliotyyudq153r30mugu9rg66gx4zw
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Eigenwerbung für diesen Herrn

Reine Mutmaßungen, keine Beweise....
Da kann ja jeder eine Geschichte erfinden, um einmal in die Zeitung zu kommen.

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zx6d5xf42yhvuw8ak9442g7hv1biq7vo
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@Occiput

Ist für Sie alles, wofür es keinen Beweis gibt, "erfunden"?
Oder anders herum gefragt: darf ich nur das aufzeigen, anzeigen oder an die Zeitung geben, was ich hieb- und stichfest beweisen kann?
Dann wäre die Zeitung wohl ziemlich leer...

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the_critic
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Nachdem mein Kommentar hierzu verschwunden ist, versuche ich es in abgewandelt Form erneut:

Aufgrund solcher Vorkommnisse kann ich verstehen, wenn man sich bewaffnet.

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zx6d5xf42yhvuw8ak9442g7hv1biq7vo
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@the_critic

Was hätte eine Waffe geholfen - außer sie haben einen WP? Denn mit einer WBK dürfen Sie die Waffe ja nur zu Hause gut verwahrt haben - und auf der Straße sind Sie unbewaffnet.
Und hätten Sie die Angreifer erschossen? Denn der Gebrauch einer Waffe zieht immer die Möglichkeit nach sich, dass ein Mensch sein Leben verliert.

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the_critic
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"Was hätte eine Waffe geholfen - außer sie haben einen WP?"

Würde sich zur Täterabwehr eignen.

"Denn mit einer WBK dürfen Sie die Waffe ja nur zu Hause gut verwahrt haben"

Ich brauche nicht für jede Waffe einen WBK.

"Und hätten Sie die Angreifer erschossen?"

Ich gehe davon aus, dass Sie das tun würden. Immerhin haben Sie den Bogen zu Schusswaffen gespannt, während ich nur allgemein von "bewaffnen" geredet habe.

"Denn der Gebrauch einer Waffe zieht immer die Möglichkeit nach sich, dass ein Mensch sein Leben verliert."

Wenn Notwehr nachweisbar ist, kann einem das sehr sehr egal sein.

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@the_critic

Als überzeugter Pazifist bin ich gegen jede Gewalt - aus diesem Grund ist Ihre Vermutung, ich könnte einen Menschen töten, einfach nur lächerlich.
Leider ist es so, dass, wenn von "Bewaffnung" gesprochen/geschrieben wird, fast ausschließlich Schusswaffen gemeint sind. Und jede Schusswaffe, auch wenn man für sie keine Bewilligung braucht, kann zum Töten von Menschen benutzt werden - wie auch andere Waffen wie Messer, Schlagwaffen usw. Sogar Pfefferspray kann zum Tod führen!
Mir wäre es nicht egal, wenn ich für den Tod eines Menschen verantwortlich wäre.
Außerdem zieht auch Notwehr (-Überschreitung?) einen Rattenschwanz an Problemen nach sich, die man sich ersparen kann.

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the_critic
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"[...] aus diesem Grund ist Ihre Vermutung, ich könnte einen Menschen töten, einfach nur lächerlich."

Dann nehmen Sie sich mal selber bei der Nase.

"Leider ist es so, dass [...] fast ausschließlich Schusswaffen gemeint sind."

Vermutungen waren schon immer gut für Missverständnisse.

"kann zum Töten von Menschen benutzt werden - wie auch [...] Messer, Schlagwaffen usw. Sogar Pfefferspray"

Ja, ist schon klar. Auch Kampfsport wird als "Waffe" angesehen (und ist damit gegen die eigene Person verwertbar). Deshalb sollte man eig. auch niemals sagen, dass man entsprechendes praktiziert.

"Außerdem zieht auch Notwehr (-Überschreitung?) einen Rattenschwanz an Problemen nach sich, die man sich ersparen kann."

Stimmt, deshalb ist es empfehlenswert sich vorher mit dem Gesetz auseinanderzusetzen und entsprechend der Grenzen von Notwehr zu handeln. Bzw. so, dass es im Nachhinein klar als Notwehr (ggf. mit entschuldbarer Folgewirkung) ausgelegt werden kann.

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zx6d5xf42yhvuw8ak9442g7hv1biq7vo
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@the_critic

Lesen Sie die Kommentare zu Artikel über Waffen aufmerksam durch und Sie werden sehen, dass ein Großteil der Poster das sofort mit Schusswaffen in Verbindung bringt. Also keine Vermutung, sondern eine Tatsache.
In der "Hitze des Gefechtes" soll man sich also bei Waffen- oder Kampfsporteinsatz damit auseinandersetzen, wie weit man gehen darf?
Viel Glück damit - und dass Sie nie im Knast enden!

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the_critic
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"[...] Sie werden sehen, dass ein Großteil der Poster das sofort mit Schusswaffen in Verbindung bringt."

Achso, es ist also eine Gesellschaftsschuld, dass man Mutmaßungen anstellt. Wusste ich nicht. Meiner Meinung ist jeder für sich selbst verantwortlich.

"In der "Hitze des Gefechtes" soll man sich [...] auseinandersetzen, wie weit man gehen darf?"

Das Leseverständnis leidet bei Ihnen aber schon ein wenig, wie ich feststellen muss.

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zx6d5xf42yhvuw8ak9442g7hv1biq7vo
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@the_critic

Nein, mein Leseverständnis ist OK.
Auch wenn man sich vorher mit dem Gesetz beschäftigt, bezweifle ich, dass man während einer Aktion wie dieser noch an das erlernte/erarbeitete Wissen denkt.
Wäre dem so, gäbe es keine Juristen, die sich vor dem Gesetz nach einer Verteidigungs-Aktion verantworten müssten.

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the_critic
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"Nein, mein Leseverständnis ist OK."

Ich schrieb: "[...] deshalb ist es empfehlenswert sich vorher mit dem Gesetz auseinanderzusetzen und entsprechend [...] zu handeln."

Sie schreiben: In der "Hitze des Gefechtes" soll man sich [...] damit auseinandersetzen [...]?

Sie geben entweder zu, dass Sie den Unterschied zwischen "vorher" und "in der Hitze des Gefechts" nicht kennen, oder Sie haben ein Problem mit dem Leseverständnis. Suchen Sie sichs aus.

"Auch wenn man sich vorher mit dem Gesetz beschäftigt, bezweifle ich [...]"

Wenn man einmal weiß, wo man ansetzt, dann muss man darüber nicht weiter nachdenken (Angriffe sehen im Grunde genommen immer gleich aus; kleiner Tipp: i.d.R. sind Hände/Arme dabei essentiell). Sie denken ja (hoffentlich) auch nicht noch immer an Ihre Fahrstunde, wenn Sie kuppeln, Blinker setzen usw.

Zum Juristen-Beispiel: Sie verwechseln Äpfel und Birnen. Verklagen kann mich jeder wegen allem. Die Frage ist, ob ich eine Maßnahme glaubhaft geltend machen kann.

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zx6d5xf42yhvuw8ak9442g7hv1biq7vo
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@the_critic

Ich würde das nicht mit kuppeln, Blinker setzen vergleichen, sondern viel eher mit der STVO. Etwa: darf ich auf jeder geregelten Kreuzung wenden? Wüssten Sie das oder ähnliche Fragen auf Anhieb und ohne nachzudenken? (Ein Fahrschullehrer, mit dem ich darüber einmal sprach, wusste es NICHT!).

Ihr Vergleich wäre m.E. damit gleichzusetzen, dass ein Anwalt auf ALLE Fragen sofort eine Antwort weiß und niemals in einem Gesetzestext nachlesen müsste. Und dem ist nicht so, glauben Sie mir!

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