AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Erstes Boatercross

Wenn die Mur brodelt

Erstmals messen sich am Samstag zwischen Murinsel und Hauptbrücke Kajakbegeisterte bei einem Boatercross. Dabei treffen Profis auf Anfänger. Von Hannes Gaisch

© GEPA/Troester
 

Auf der Salza, der Enns, der Soca (Slowenien) sind sie zu Hause. Und – vor allem – auf der Mur. Was kaum jemand in der Stadt weiß: Graz beherbergt eine der größten und umtriebigsten Kajakszenen in Österreich. Der Kanuclub Graz (KCG) zählt 120 aktive Paddler. Legendär sind die jährlichen Rodeos bei der Radetzky- oder, wie im Vorjahr, der Hauptbrücke.

Premiere auf der Mur

Kommenden Samstag (Start: 10 Uhr) bringt der KCG mit dem 1. Boatercross zwischen Murinsel und Hauptbrücke eine Premiere in die Stadt. Boatercross steht für spektakuläre Wettkämpfe Boot gegen Boot: Je vier Paddler bzw. Paddlerinnen fahren im direkten Duell eine mit Slalomtoren abgesteckte Strecke, als Kriterium wartet vor dem Ziel die Hauptbrückenwalze („Terminator“).
Die zwei schnellsten eines jeden Laufes steigen in die nächste Runde auf, ein Finallauf entscheidet über den Sieg. Als Draufgabe für alle, die nicht ins Finale gekommen sind, gibt es einen zweiten Bewerb – per Massenstart geht es noch einmal auf die Strecke. Bootskontakt ist nicht nur erlaubt, sondern erwünscht. Es wird nicht von ungefähr ein „Best-Swim-Award“ vergeben – eine Schwimmweste.
Lokale Größen gehen viele an den Start. Zwei stechen heraus: Marcel Bloder (24) als Freestyler und mehrfacher österreichischer Meister sowie der ehemalige Weltcupfahrer und Olympiateilnehmer von 1996 (Atlanta), Manuel Köhler.

Eishockey-Cracks

Rennleiter Peter Hirschmugl hofft auf den Nachwuchs: „Am Samstag steht der Spaß im Vordergrund. Die Mur in diesem Bereich entspricht Wildwasser 1 bis 2, es warten keine Schwierigkeiten.“ Mit Daniel Natter und Mario Petrovitz machen immerhin zwei Eishockey-Cracks der 99ers mit, die bis jetzt kaum Bootserfahrung haben.
Für Organisator Jakob Batek geht es um Werbung für den Kajaksport. Auf der Wunschliste des KCG ganz oben steht nämlich eine künstliche Wildwasserstrecke im Zentrum der Stadt. Bis dato gibt es nur Pläne und Gespräche. „Das würde den Sport auf eine breitere Ebene stellen“, meint Batek, „und für die Stadt wäre es eine Attraktion, wenn Paddler die Mur öfters beleben.“ Samstagabend wird Party gefeiert – mit der slowenischen Band BRO.

Kommentare (2)

Kommentieren
jahcity
0
0
Lesenswert?

Und

auch sie können nur an einer frei fließenden Mur ihr Hobby nachgehen...,

Antworten
jahcity
0
2
Lesenswert?

Aber

ich frage mich wie krank sind diese Kajakfahrer haben ESTAG Werbung überall, welche ihren Sport und ihre Möglichkeiten dazu vernichten wollen....

Antworten