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Wandern in Graz

Rudolfswarte am Buchkogel gesperrt

Der bekannte Aussichtsturm im Grazer Südwesten ist für Ausflügler nicht mehr zugänglich. Rost und die Bauordnung sind schuld daran. Von Andrea Rieger

An der Metallkonstruktion nagt der Zahn der Zeit
An der Metallkonstruktion nagt der Zahn der Zeit © Melbinger/Paulitsch
 

Für Spaziergänger und Wanderer im Grazer Westen ist die Rudolfswarte ein Fixpunkt. Wer über die Wendeltreppe aus Eisen nach oben bis zur runden Plattform hochsteigt, hat von dort aus einen Panoramablick über Eggenberg, Wetzelsdorf und Straßgang bis zur Koralm. Auf die Aussicht werden Grazer bis aufs Weiteres verzichten müssen, die elf Meter hohe Konstruktion, die unter Denkmalschutz steht, wurde aus Sicherheitsgründen gesperrt.

„Die Höhe der Handläufe entspricht nicht der jetzigen Bauordnung und auch der Abstand zwischen den Sprossen auf der Aussichtsplattform ist zu groß“, erklärt Hartmut Heidinger, Chef der Alpenvereinssektion Graz. Das Problem: Die 1879 zu Ehren von Kronprinz Rudolf errichtete Warte steht unter Denkmalschutz. Bei einem Gespräch mit dem Bauamt soll nun kommende Woche geklärt werden, wie die Ansprüche des Denkmalschutzes und aktuelle Bauvorschriften unter einen Hut gebracht werden können.

Rostschäden

Damit nicht genug. „Es gibt mittlerweile viele Roststellen, der Anstrich müsste erneuert und auch die Befestigungsnieten müssen überprüft werden“, unterstreicht Heidinger. Eine erste Kostenschätzung hat ergeben, dass die Generalsanierung mit rund 120.000 Euro zu Buche schlagen würde – Geld das der Alpenverein laut Heidinger nicht aufbringen kann.

Vorstellbar ist aber, dass der Alpenverein wie in der Rettenbachklamm die Professionisten bei der Arbeit unterstützt. „1200 Stunden haben wir bei der Sanierung der Rettenbachklamm geleistet“, rechnet Heidinger vor. Bevor man sich mit der Finanzierung auseinandersetzt, will man aber den Termin mit dem Bauamt abwarten, um Grundsätzliches zur Sanierung zu klären.
Sorgen hat der Alpenverein auch mit einem weiteren Aussichtsturm im Stadtgebiet. Die Stephanienwarte auf der Platte ist ebenfallsbaufällig. „Das Dach der denkmalgeschützten Warte ist undicht, die Holzkonstruktion darunter am Zusammenfallen“, so Heidinger.

Kommentare (3)

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alpi02
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Rudolfswarte, Naherholungseinrichtungen

Leider macht es sich die Stadt Graz schon sehr leicht, indem sie die Erhaltungslasten auf den Alpenverein abwälzt, weil sie ihr Geld in Prestigeprojekten verpflastert hat. Sparen am rechten Ort ist schon recht.
Ein lebenswertes Graz - all' seinen schützenswerten Kleinodien muss den Grazern erhalten bleiben.
Da kann der Bürgermeister auch einmal ein Machtwort im Interesse aller Naherholungssuchenden sprechen.

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Ifrogmi
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und nicht zu vergessen:

auch die Kernstockwarte ist seit geraumer Zeit gesperrt. dabei hat man dort einen rundumblick bis weit in die obersteiermark, nach ungarn und slowenien.
für jeden schei** ist geld da, aber für die renovierung der schönsten warten nicht. soviel zum thema "naherholungsgebiet plabutsch". alles phrasendrescher.

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Ifrogmi
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sorry...

...gemeint war natürlich der fürstenstand beim mausser am plabutsch.
aber die kernstockwarte ist ebenfalls nicht nutzbar weil verwachsen und wie im märchen muss man es schaffen an der wächterin des zugangs (bzw. ihren hunden) vorbeizukommen :)

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