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STEIRER DES TAGES

Von Tulpen zu Tönen

Der Grazer Komponist Viktor Fortin sollte eigentlich Gärtner werden. Doch seine wirkliche Leidenschaft galt der Musik.

 
Wenn der 72-jährige emeritierte Universitätsprofessor mit seinem verschmitzten Lächeln einmal anfängt, aus seinem Leben zu plaudern, wird man des Zuhörens nicht müde. Wie er zur Musik kam beispielsweise. So war's ihm ganz einfach zu fad, mit klammen Fingern im elterlichen Gärtnereibetrieb in Fohnsdorf Tulpen zu setzen. Sehnlicher war da schon der Wunsch, ein Instrument zu erlernen. Nach Klavier waren es Fagott und Blockflöte. Letzteres Instrument lehrte der spätere Doktor der Musikwissenschaft als Hochschulprofessor in Graz.

Musicals. Doch seine wirkliche Leidenschaft war das Komponieren. Er ist stolz darauf, immer nur "auf Auftrag" zu schreiben und verweist mittlerweile auf eine stattliche Werkliste. Neben jeder Art von Kammermusik auch Musicals: "Pinocchio" wurde an der Grazer Oper lange gespielt. Im vergangenen Herbst erlebte die Kirchenoper "Franz Jägerstätter" pünktlich zu dessen Seligsprechung in Graz ihre Uraufführung. Heuer feierte Fortin in der Schweiz mit einer Uraufführung beim renommierten "Murten-Classics"-Festival einen Erfolg.

Gelassen. Sohn Wolfram lebt als Bratschist in Wien und machte bei musikalischen Gastspielen in Graz seinem Vater alle Ehre. Fortin lebt, wenn er nicht gerade in seinem "Stöckl" hinter Stainz komponiert, spaziert oder den geschätzten Tropfen seine Reverenz erweist, im Süden von Graz. Weniger geheime Leidenschaften bringt Fortin in seiner gelassenen Art unter einen Hut. Eine davon ist das Chanson. Immer auch der leichteren Muse zugetan, weiß Fortin unterschiedlichen Texten tönende Stimmung einzuhauchen. All dies mit einer Prise Humor gewürzt.

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