Menschenrechtspreis der Universität Graz für Daniel Barenboim

Der Pianist und Dirigent Daniel Barenboim wird am 21. Oktober mit dem Menschenrechtspreis der Universität Graz ausgezeichnet.

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Die Verleihung durch Rektorin Christa Neuper und ihren Amtsvorgänger Alfred Gutschelhofer erfolgt im Anschluss an seinen Klavierabend in der Oper Graz, teilte die Uni Graz am Donnerstag mit.

Die Universität Graz würdigt mit dem Preis laut Mitteilung Barenboims "künstlerische und politische Arbeit für den Frieden im Nahen Osten mit Hilfe des West-Eastern Divan Orchestra, das er 1999 gemeinsam mit dem palästinensischen Literaturwissenschafter Edward Said gegründet hat und das junge Musikerinnen und Musiker aus Israel, den palästinensischen Autonomiegebieten, des Libanon, Ägyptens und anderen arabischen Ländern zusammenbringt". Die Auszeichnung erfolgt auf Vorschlag des Grazer Altbürgermeisters Alfred Stingl (S), Ehrensenator der Universität, sowie des Europäischen Trainings- und Forschungszentrums für Menschenrechte und Demokratie unter der Leitung von Wolfgang Benedek.

"Gräben zwischen den Völkern zu überwinden"

"Er ist ein Vorbild für die Bemühungen, die Gräben zwischen den Völkern zu überwinden", betonte Rektorin Christa Neuper. Für seine Verdienste um die israelisch-palästinensische Aussöhnung erhielt Daniel Barenboim bereits viele Auszeichnungen. 2011 wurde er auch für den Friedensnobelpreis nominiert.

<ü> Der im Jahr 1942 in Buenos Aires geborene Sohn russisch-jüdischer Emigranten besitzt vier Pässe, darunter neben einem israelischen auch einen der palästinensischen Autonomiebehörde. 1949 gab er im Alter von erst sieben Jahren sein erstes Konzert als Pianist. Barenboim war Chefdirigent des Orchestre de Paris und des Chicago Symphony Orchestra und ist seit 1992 Generalmusikdirektor der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Im Herbst 2000 wählte ihn die Staatskapelle Berlin zum Chefdirigenten auf Lebenszeit.

Der Menschenrechtspreis der Universität Graz wurde 1992 geschaffen und wird in unregelmäßigen Abständen vergeben. Der Preis zeichnet Menschen aus, die hervorragende Leistungen für Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden im Sinne der Menschenrechte erbracht haben. Bisherige Preisträger waren u.a. Jon Sobrino (1992), Simon Wiesenthal (1994), der Dalai Lama (2002) und zuletzt das Council for the Assistance to Refugee Academics (CARA) in London (2007).

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