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Größte Solaranlage

Die Sonne soll den Grazern einheizen

Auf 7000 Quadratmetern produziert Österreichs größte Solaranlage künftig Wärme für Graz. Insgesamt ist der Beitrag der Sonne noch bescheiden. Von Günter Pilch.

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Mitten in den Diskussionen über die wackelige Zukunft der Grazer Fernwärmeversorgung geht die Landeshauptstadt einen - wenn auch kleinen - Schritt in Richtung grüner Heizenergie. Am Gelände des alten Grazer Gaskraftwerks der Energie Steiermark in der Puchstraße eröffnete gestern Österreichs größte Solaranlage, die in Hinkunft in das Fernwärmenetz einspeisen wird. Es handelt sich um 2000 Quadratmeter Kollektorfläche, errichtet und betrieben von der Solarinstallationsfirma Solid, die zu den bestehenden 5000 Quadratmetern am Nachbargelände der AEVG dazugekommen ist. Gesamt genommen trägt die Anlage jährlich 3,5 Millionen Kilowattstunden saubere Wärme zur Versorgung von Graz bei - was dem Bedarf von mehr als 500 Haushalten entspricht.

Freilich relativieren sich die Dimensionen etwas, wenn man sie ins Gesamtverhältnis setzt: Alle drei bestehenden Grazer Fernwärme-Solaranlagen zusammen liefern immer noch weniger als ein Prozent des Gesamtversorgungskuchens. Der Löwenanteil speist sich derzeit aus der Kohleverfeuerung. Die Solaranlagen arbeiten zudem vornehmlich im Sommer, wenn der Wärmebedarf geringer ist. Doch Solid-Chef Christian Holter denkt schon weiter: "Das ist nur ein kleiner Schritt auf einem Weg, der auch in Richtung Wärmespeicherung gehen muss."

Energie-Steiermark-Vorstand Christian Purrer sieht das Projekt denn auch "als Probe, um im kleinen Maßstab beobachten zu können, wie diese Systeme in der Praxis funktionieren". Gefördert wurde die Anlage mit Bundesmitteln. "Wir müssen die Solarenergie stärker nutzen und auch die Wasserkraft weiter ausbauen", sagte Umweltminister Andrä Rupprechter bei der Eröffnung. Welche Technologie künftig den Löwenanteil bei der Grazer Wärmeversorgung tragen wird, ist indes immer noch in Schwebe.

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