Der Grazer Volksgarten wurde in den letzten Monaten mehrfach Schauplatz für gewaltsame Auseinandersetzungen – zuletzt erst bei einer Messerattacke vor zwei Wochen. Auch der florierende Drogenhandel in der Parkanlage ist in Graz längst ein offenes Geheimnis. Wie aktuell die Herausforderungen im Volksgarten sind, zeigt auch ein Besuch des Innenministers Gerhard Karner bei einer Schwerpunktaktion vor wenigen Wochen. Die Polizei setzt deshalb auf eine vermehrte Präsenz samt Schwerpunktaktionen mit der Hilfe von Spezialeinheiten. Genau hier möchte nun auch die Stadt Graz einhaken. Ab Juni werden zwei Beamte der Ordnungswache von Montag bis Samstag von 14 bis 21 Uhr durchgängig vor Ort sein. Die Mittel für die nötigen Personalaufstockungen sind laut Bürgermeisterin Elke Kahr (KPÖ) bereits gesichert. Vier Personen werden, geteilt in zwei Streifen, ab Juni abwechselnd vor Ort sein. „Es geht nicht darum, dass sie wie Sheriffs herumlaufen, sondern darum als Ansprechpartner präsent zu sein“, sagt Kahr.
Wegen Drogendealern & Co.
Kahr schickt Ordnungswache in den Volksgarten und will Park umbauen
Drogenhandel und gewalttätige Auseinandersetzungen sind im Volksgarten seit Jahren Realität. Die Stadt wirkt nun mit mehr Beamtenpräsenz und einer mittelfristigen Umgestaltung des Parks entgegnen.
© Klz / Stefan Pajman