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Ennstal-AusseerlandNicht alle sind gegen das Leitspital im Bezirk Liezen

Nach dem Auftritt der Initiative „Biss“ in Graz mit 17.000 Unterschriften gegen das Leitspital melden sich nun andere Regionalpolitiker zu Wort. Sie fordern ein Leitspital im Raum Trautenfels.

Die Initiative "Biss" präsentiert in Graz die Unterschriften. Vlnr.: Schladmings Bürgermeister Jürgen Winter, Aussees Vize-Bgm. Rudolf Gasperl, Helmus Gassner, Rottenmanns Bgm. Alfred Bernhard, Biss-Obmann Michael Fölsner, Fritz Iglar, Aussees Bgm. Franz Frosch © BISS
 

Die in Rottenmann gegründete Initiative „Biss“ hatte diese Woche in Graz ihren großen Auftritt. Gesundheitslandesrat Christopher Drexler ließ sich zwar wegen Regierungsverhandlungen in Wien entschuldigen, die 17.000 Unterschriften gegen das geplante Leitspital wurden dennoch präsentiert. Rund 9.000 davon kommen aus dem Raum Rottenmann-Selzthal-Trieben, 5000 aus Schladming und 3.000 aus dem steirischen Salzkammergut. „Wobei wir nicht gegen jede Veränderung sind, aber ein Leitspital bis 2025 ist ein Schnellschuss, die drei Krankenhäuser müssen erhalten bleiben“, erklärt „Biss“-Obmann Michael Fölsner. Er bekommt Rückendeckung von FPÖ und Grünen. „Die ÖVP-Gesundheitspolitik zerstört bewährte Strukturen“, wettert FPÖ-LAbg. Albert Royer.

Doch: Nicht alle sehen das so. Vor allem im Ausseerland-Salzkammergut geht die ÖVP andere Wege. Renate Schruff, VP-Obfrau in Bad Mitterndorf, fordert ganz klar. „Wir haben jetzt, mit der Umsetzung des Leitspitals, die einmalige Chance eine umfassende medizinische Versorgung in unmittelbarer Umgebung zu erhalten, wie sie sonst nur den Bewohnern großer Städte vorbehalten ist.“

Sie möchte eine bezirksweite Lösung, die „über das Kirchturm-Denken hinausschaut und nicht von dem Klein-Klein-Denken“ geprägt ist. Konkret wird ein neues Spital mit mehreren Fachrichtungen im Raum Trautenfels-Irdning gefordert. Schruff sieht – wie auch Aussees Bürgermeister Franz Frosch – den Verein „Biss“ kritisch. „Er fordert nur scheinbar den Erhalt aller drei Standorte. Dahinter verbirgt sich aber nichts anderes, als in Rottenmann zu bauen.“
Anders sehen das die SPÖ-Fraktionen im Salzkammergut. Sie haben sich alle der Initiative „Biss“ angeschlossen.

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Danke für Ihr Verständnis.

KarlZoech
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Ich denke, diese Frage nur über den derzeitigen oder möglicherweise künftigen Standort zu diskutieren, das greift zu kurz.

Es ist zuallererst wichtig, das Rettungs- und Notarztsystem zu optimieren, denn was nützt das beste Krankenhaus, wenn man dort zu spät hinkommt.
Die Kritik die LR Drexler einstecken muss kommt ja auch daher, dass letztlich nicht kommuniziert wird, warum denn das bestehende KH Rottenmann nicht mehr brauchbar bzw. ausbaufähig wäre! Ebenso wird nicht gesagt, warum nicht in Rottenmann auf zur Verfügung stehenden Flächen neu gebaut werden könnte! LR Drexler sagt einfach nur, es wäre alles fix und da fahre die Eisenbahn drüber.... So konnte man vielleicht vor einigen Jahrzehnten verfahren, 2017 sicher nicht mehr! Ginge LR Drexler auf die Bevölkerung in den Bezirken zu, so würde er merken, dass durchaus Gesprächsbereitschaft besteht. Doch ohne Informationen, ohne Dialog, einfach drüberfahren, das lassen sich die Menschen nicht mehr gefallen.

Daran krankt ja die Politik, vor allem die (Bundes-)Politik, heute überhaupt: Es wird zu viel PR gemacht, jedoch zu wenig Politik. Politik braucht einen offenen, ehrlichen Dialog mit der Bevölkerung.

cleverstmk
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Erinnerung

Fr Schruf hat 2 Mandate verloren und die ÖVP BM ist eine Kleinstpartei geworden!!!!

BAstattLI
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Große Bühne für Parteisoldatin Schruff

Ist zwar schön, dass Frau Schruff schön brav die Parteilinie nachplappert. Aber: Frau Schruff ist ein politisches Leichtgewicht und repräsentiert alleine schon vom schwachen Wahlergebnis der letzten Gemeinderatswahl nicht die Gemeinde Bad Mitterndorf. Was sagt der Mitterndorfer Bürgermeister? Was der Grimmingdialog? Was die FPÖ? Das wäre viel interessanter zu wissen als die Meinung der ÖVP–Fraktion.

DaKritker
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Bad Aussee ins Lkh ist schon zu weit?

Das Wunderspital wird es nicht geben! Es ist im Land kein Geld vorhanden. Frau Schruff wird es auch noch lernen, dass Patienten quer durch die Steiermark pendeln müssen! Dann ist dieser Drexler schon lange Geschichte!

cleverstmk
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Ahnungslos zum ²

Frau Schruf hat anscheinend keine Ahnung was das neue "Leitspital" ( außer viele Betten weniger kann).
Die Bevölkerung wird bei vielen medizinischen Behandlungen weiterhin auspendeln müssen.
200 Arbeitsplätze sind allein in BA weg.
Und das Primärversorgungszentrum?? Fixe Öffnungszeiten, schlechter Service. Fragt mal im Mariazellerland nach.
Nur der Partei brav nachplappernd ist für eine Lokalpolitikerin zu wenig.
Die Unterstellung von Hr Frosch kann man auch nicht nachvollziehen - gibt wohl einen Maulkorb aus Graz.
Motto: Mund auf - Geldhahn zu!!