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Abenteuer-Rodeo durch zehn Länder

Thomas Fessl, Michael Plank und Bernd Zeumer sind ab heute zehn Tage mit einem 27 Jahre alten Mercedes Benz unterwegs. 4000 Kilometer geht es quer über den Balkan.

 

PETRA WALLNER

Während andere im Urlaub gemütlich am Strand in der Sonne liegen, bevorzugen Thomas Fessl, Michael Plank und Bernd Zeumer das Abenteuer auf der Straße. Mit einem Mercedes Benz, Baujahr 1987 und 273.000 Kilometer auf dem Tacho, begeben sich "Die Sternbuam", wie sie ihr Team nennen, heute auf eine einwöchige, 4.000 Kilometer lange Reise über den Balkan. Sie sind 3 der 21 Teilnehmer des erstmals stattfindenden "Pothole Rodeos" (zu Deutsch: Schlagloch-Rodeo), angelehnt an die Rallye München-Barcelona. Um an dem Rennen teilzunehmen, bedarf es eines Autos, das mindestens 20 Jahre alt ist und in der Anschaffung nicht mehr als 500 Euro gekostet hat.

Ergebnis zweitrangig

Auch wenn es "ganz nett" wäre, das Rodeo zu gewinnen, haben die drei Irdninger ein Ziel vor Augen - Durchkommen, was mit der Vorgabe nur mit einem "fahrenden Ersatzteillager" teilnehmen zu dürfen, nicht leicht sein dürfte. Ein wilder Ritt auf sieben Etappen und durch insgesamt zehn Länder wartet somit auf die Teams: "Wir erwarten uns ein wildes Abenteuer mit vielen spannenden und unvergesslichen Momenten", sagt Plank.

Geschwindigkeit allein wird den Teilnehmern aber nicht zum Sieg verhelfen, da es sich um ein Punkterennen handelt, bei dem man unter anderem Punkte für täglich gestellte Sonderaufgaben erhält. Welche das sind, erfahren die Fahrer aber erst vorort. "Bei der Rallye München-Barcelona war beispielsweise gefragt, sich um einen Euro so viele Dinge wie möglich zu kaufen. So in etwa kann ich mir das auch bei diesem Rodeo vorstellen", meint Fessl. Wer dann im Ziel in Split in Kroatien mit den meisten Punkten ankommt, gewinnt.

Teilnahmebedingungen

Nachdem das Trio nun viel Zeit in diverse Umbauarbeiten des alten Mercedes gesteckt hat, ist es gespannt, was es erwartet. "Es ist unglaublich interessant, Länder wie Albanien oder Mazedonien kennenzulernen. Das sind Länder, die ich wahrscheinlich sonst nicht bereisen würde", so Plank.

Durch einen Freund sind die drei Auto-Liebhaber überhaupt auf die Rallye der besonderen Art aufmerksam geworden und waren sofort Feuer und Flamme. Wobei schon einen Startplatz zu ergattern, eine echte Herausforderung war. Frei nach dem Motto "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst" dürfen nur jene zehn Teams teilnehmen, die sich am schnellsten auf der Veranstaltungshomepage dafür angemeldet haben. "Da sind wir zu dritt vor dem Computer gesessen und haben ordentlich mitgezittert", sagt Fessl lachend.

"Wir sind fest entschlossen, alle auftauchenden Schwierigkeiten souverän zu lösen", sind sich die drei langjährigen Freunde einig und freuen sich schon jetzt auf die spannenden Momente, die sie entlang von Landstraßen und Küsten erwarten. Wer die Fahrt der "Sternbuam" verfolgen will, kann das auf ihrer Facebook-Fanseite machen. Teil der Punktewertung wird übrigens auch ein Voting sein. Wer seine Stimme für das Team aus dem Bezirk Liezen abgeben möchte, kann dies unter www.pothole-rodeo.com ab sofort machen.

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