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Land schließt Heime in Aigen und Bad Aussee

Aus und vorbei: Das Lehrlingshaus der Berufsschule Aigen und das Jugendhaus (Landesschülerheim) Bad Aussee werden Ende des Schuljahres zugesperrt. Schuld ist die geringe Auslastung.

© KLZ/Huemer
 

Befürchtet wurde es immer wieder, jetzt ist es so weit: Das Jugendhaus Bad Aussee, das auch unter der Bezeichnung Landesschülerheim firmiert, wird mit Ende des laufenden Schuljahres 2012/13 zugesperrt. Dasselbe gilt für das Lehrlingshaus, das an die Berufsschule Aigen angeschlossen ist. Bekanntlich wird der Schulstandort nach Gleichenberg verlegt, damit hat sich offenbar auch die Funktion des Heimes erübrigt.

Ein bisschen anders ist die Lage in Bad Aussee. Dort war das Heim stets erste Anlaufstelle für externe Schüler, die im Bundesschulzentrum maturierten. Noch gibt es drei Maturaschulen - die HAK läuft jedoch aus. Und offenbar spiegeln sich die rückläufigen Schülerzahlen auch im Internat wider: "Grundlage für die Schließungen ist ein Gutachten, das besagt: Heime des Landes mit weniger als 100 Betten oder einer Auslastung unter 75 Prozent sind zu schließen", erklärt man im Büro von Bildungslandesrätin Elisabeth Grossmann. Bad Aussee fällt bei diesen Kriterien gleich zweimal durch: Einerseits hat das Heim nur 75 Betten, die Auslastung ist in den vergangenen Jahren ständig gesunken und liegt heuer bei nur mehr 25 Prozent.

Gerechnet werden dabei jeweils Vollbelegungen, also Schüler, die von Montag bis Freitag dort wohnen. In Bad Aussee gibt es nämlich auch die Möglichkeit einer Nachmittagsbetreuung. Und die wird immerhin von 52 Schülern in Anspruch genommen - mit den 18 Vollbelegungen kommt man also auf 70 Schüler, die das Haus nutzen.

Schlechte Aussichten

"Wir können für die Weiterführung nur die vollinternen Schüler heranziehen. Und da waren es vor drei Jahren noch 28, dann 21 und heuer eben nur mehr 18 Jugendliche", argumentiert man beim Land die Schließung.

"Für den Schulstandort Bad Aussee ist das wenig erfreulich. Wenn man bedenkt, dass auch die Zugverbindungen immer schlechter werden, sieht es für die Zukunft nicht gut aus", erklärt HAK-Direktor Herbert Hütter.

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