Gesundheitsamt machtlos"Die Kommunion gibt's trotz Corona für alle mit dem selben Löffel"

Nach Beschwerde beim Grazer Gesundheitsamt über griechische orthodoxe Messe stellt Gemeinde klar: "Vom Leib und Blut Christi geht keine Infektionsgefahr aus."

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Die griechisch orthodoxe Gemeinde feiert ihre Messe in der Leechkirche im Grazer Uni-Viertel.
Die griechisch orthodoxe Gemeinde feiert ihre Messe in der Leechkirche im Grazer Uni-Viertel. © Fuchs
 

Es war eine Beschwerde, auf die man im Grazer Gesundheitsamt zunächst mit ungläubigem Staunen reagiert hat. Trotz Corona, so die Schilderung, würde in der Messe der griechisch orthodoxen Gemeinde in der Leechkirche die Kommunion so erteilt wie immer: Wein und Brot wird in einem Kelch vermischt, dann erhalten die Gläubigen die Kommunion mit einem Löffel - und zwar alle mit ein und dem selben Löffel.

Kommentare (9)
zweigerl
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Dummheit zur Potenz erhoben

Die Religionsausübung zu einem Synonym für Dummheit zu machen, ist wahrlich an Dummheit kaum mehr zu überbieten. Zumal es leider schon einige Clusterbildungen nach Gottesdiensten gegeben hat, somit die Aussage widerlegt ist, dass "Leib und Blut Christi ...". Man mag es nicht wiederholen. Die Hostienspende verwandelt die spirituelle Transsubstantiation des Leib Christi in ein teuflisches Infektionsgeschehen - und die weltlichen Instanzen geben dazu den Segen. Das ist Dummheit zur Potenz.

FamDeutsch
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Selber in einer Glaubensgemeinschaft

empfehle von dieser Praxis abzugehen. Seit Corona hat jeder ein eigenes Glas Wein/Saft und ein Teller mit einem Stück Brot. Um sich an gesellschaftliche Regeln zu halten, darf man sich Paulus als Beispiel nehmen. Er wollte niemandem zum Ärgernis werden.

scionescio
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"Denn Veranstaltungen zur Religionsausübung sind in der Covid-Verordnung von allen Corona-Maßnahmen ausgenommen."

Dann muss man das eben schleunigst ändern - wenn man es wegen irgendwelcher Zugeständnisse an Religionsgruppen nicht verbieten kann (wäre auch höchst an der Zeit, das einmal zu überdenken - wieso soll sich ein privater Verein nicht an Verordnungen und Gesetze halten müssen ... die Rapid Ultras sehen sich ja auch mehr als Religionsgemeinschaft) sollte man zumindest sicherstellen, dass sie für die anderen keine Gefahr darstellen dh Zutritt nur mit gültigem Test und da die Gefahr einer Ansteckung trotzdem sehr hoch ist, danach automatisch in Quarantäne (mit der Möglichkeit des Freitestens) ... ich bin mir sicher, dass dann auch diese Glaubensgemeinschaft diese Ritual überdenken würde.

kropfrob
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"Vom Leib und Blut Christi ...

... geht keine Infektionsgefahr aus." Das mag ja durchaus so sein, sehr wohl aber von den Sterblichen, die vor mir den Löffel verwendet haben.

blackpanther
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Leider

stecken diese Leute nach ihrer Kommunion, für die sie auf ihr „Recht“ pochen, dann auch Menschen anderen Glaubens an - im Geschäft, in den Öffis usw... da fragt man sich schon, dass das Gesundheitsministerium zwar existentiell bedrohende Maßnahmen setzen darf, aber hier, wo es um keine Existenzen, sondern nur um ein Ritual geht, keine Handhabe hat!

shorty
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Wann ist endlich Schluss mit diesen Ausnahmen

für Religionsgemeinschaften? Jeder muss sich an Regeln halten, nur wenn man als Religionsgemeinschaft eingetragen ist, hat man Narrenfreiheit und muss sich an Nichts halten.

Mein Graz
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"...dass vom Leib und Blut Christi keine Infektionsgefahr ausgeht"

Ich glaub, mich tritt ein Pferd.

freeman666
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@mein Graz

Danke, ich dachte schon ich sei der Einzige, der vom Pferd getreten wurde.
Kann einfach nicht sein, dass dieser Unfug nicht zu verbieten ist.
Ich kauf denen aus eigener Tasche Einweglöffel aus recycelbaren Karton.

calcit
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Ach, da haben sie wieder was...

...um sich aufzuregen...