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800 steirische Spitalsmitarbeiter verweigern die AstraZeneca-Impfung

Am LKH Uniklinikum Graz wollen 800 Mitarbeiter die AstraZeneca-Impfung verweigern. Auch die steirische Ärztekammer reagiert - mit einem offenen Brief.

© AFP
Didi Hubmann

Weil aufgrund des Impfstoffmangels in steirischen Spitälern das Personal mit dem Produkt von AstraZeneca immunisiert werden soll, regt sich Widerstand: Um eine ähnliche Wirksamkeit wie bei den Impfstoffen von Biontech und Moderna zu erreichen, müsste beim AstraZeneca-Impfstoff ein längerer Zeitraum zwischen erster und zweiter Teilimpfung liegen (drei Monate statt drei Wochen). Ebenso wird die verringerte Wirksamkeit bei der Südafrika-Mutation diskutiert.

Obwohl Experten betonen, dass alle drei Impfungen gegen schwere Krankheitsverläufe schützen, wollen sich alleine am LKH Uniklinikum Graz 800 Mitarbeiter der AstraZeneca-Impfung verweigern und auf die anderen Impfstoffe warten. Die Unzufriedenheit hat die steirische Ärztekammer zu einem offenen Brief an die Politik veranlasst. Der Ton, der angeschlagen wird, ist deutlich: Weil damit „gerechnet“ werden müsse, dass sich die Virusmutante in der Steiermark verbreiten, ergebe sich „das Gebot der Stunde“, alle Ärzte mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer durchzuimpfen.

Das sei „kein Privileg“, sondern diene auch „zum Schutz der Patienten und zur Sicherung der Gesundheitsversorgung in der Steiermark“. Denn Patientenkontakte würden „ein erhöhtes Infektionsrisiko für das Gesundheitspersonal und damit wiederum für die von ihnen betreuten Patienten bedeuten“, „besonders für Personen, die selbst nicht geimpft werden sollten wie schwangere Frauen“, schreiben Präsident Herwig Lindner und seine Vize Christoph Schweighofer und Eiko Meister.

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