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Personalvertreter-KritikE-Mail-Panne enthüllt parteipolitischen Durchgriff bei Schulposten

Das von der Bildungsdirektion irrtümlich an alle Pflichtschulen verschickte Bewerberprotokoll für Schulqualitätsmanager lässt hinter die Kulissen blicken: Eine rein schwarz besetzte Kommission hat eine schwarze Bewerberin als höchst geeignet bewertet, alle übrigen Bewerber blieben auf der Strecke.

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Das Schulsystem ist fest in Parteienhand.
Das Schulsystem ist fest in Parteienhand. © APA
 

Dass die Bildungslandschaft seit Jahrzehnten nach den Gesetzen der Parteibuchwirtschaft bestellt wird, ist bekannt. Über Jahre war der Landesschulratspräsident rot oder schwarz und der Stellvertreter komplementär besetzt. Nun, da die Reform zur Bildungsdirektion vollzogen ist, steht an deren Spitze mit Elisabeth Meixner die Vize-Parteiobfrau der steirischen ÖVP. Als Leiter des Präsidialbereichs der Bildungsdirektion fungiert der Ex-Geschäftsführer der Grazer SPÖ Bernhard Just.

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Danke für Ihr Verständnis.

Hausschuh
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Nichts neues

Dass das Schulwesen völlig parteipolitisch durchsetzt ist nicht neu. Schon vor 40 Jahren wurde ich Zeugin von Verteilungen an „rote Schulen“ und „schwarze Schulen“. Da wurde unverhohlen besprochen, welcher Direktorenposten welcher Farbe zusteht. Was sollte sich daran geändert haben ?

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cleverstmk
0
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Eine/Einer??

Nennt mir eine Direktorin, einen Direktor der es nicht durch das Parteibuch geworden ist. Und selbst wenn die Person total unfähig ist, wird daran festgehalten. Verlängerungen sind die totale Farce, weil offen im Kollegium abgestimmt werden muss!!! Außerdem haben die Bildungsdirektionen mit schwachen DirektorenInnen ein leichteres Spiel, und die nicken dann auch jeden pädagogischen Blödsinn durch.
Ich hatte in meinem Berufsleben 12 Direktoren, fragen sie mich nicht wie viele davon geeignet waren!!

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stadtkater
3
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Sollten Zeitungen nicht eigentlich

nur Neuigkeiten bringen?

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isogs
3
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Langsam aber sicher

geht unsere Demokratie den Boch obi......

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heri13
4
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Und gerade ein Türkis/Schwarzer ist das Haupt der Demokratie Zerstörer!

.

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Lamax2
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Parteienwirtschaft

Ganz ehrlich-- hätten es die Roten anders gemacht, wenn sie die Mehrheit hätten. Dieser Fall wird aber wohl so schnell nicht mehr eintreten.

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calcit
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Nein...

...meine Freund hat sich im Burgenland für einen Lehrerposten an einer HTL beworben. Ihm wurde nahegelegt doch ein rotes Parteibuch vorzulegen... in Tirol brauchst ein anderes, in der Gemeinde solltest mit dem Bürgermeister übereinstimmen wenn einen Posten z.B. im Gemeindekindergarten haben willst, wenn in Wien zur Gemeinde willst, etc..

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SoundofThunder
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🤔

Tja,die Cartellbrüder (Googeln,dann versteht‘s) in der ÖVP können das am besten. Die kandestieren,hinter dem Rücken der Kollegenschaft,um einander Stellen zuzuweisen.

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Geerdeter Steirer
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Es ist total egal welche Partei am Ruder ist......

Die Günstlingsschiebereien beherrschen alle vortrefflich!
Und wehe jemand "muckt" auf, spricht es bei der Wahrheit und Realität an, dem sägen sie den Stuhl unter dem Allerwertesten Weg!
Diese ganze Poitikgesellschaft ist ein Virus gegen den der Impfstoff nur vom Bürger und in dem Fall auch Wähler injiziert werden kann!
Solange jedoch viele Menschen und Bürger in einer egoistischen "ICH - AG" leben und handeln haben diese Möchtegernbonzen ein einfaches Spiel und Handlungsfreiheit!!

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Helmut67
2
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Logisch

Ist sicherlich immer so egal welche Partei 😃

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hakre
3
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!

Das war doch bisher immer so. Es gabt schwarze und rote Schulen. Diese wurden immer nach der pareizugehörigkeit besetzt. Wenn jetzt Vertreter der spö schreien, das die ÖVP so besetzt ,so muss sie sich sehr wohl auch an die Brust klopfen und sagen, dass es bei ihnen genau so war. Nur haben sie jetzt nicht immer mehr das sagen und handeln.

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Nixalsverdruss
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Personalvertreter kritisieren Postenbesetzung????

Kann ich mir gut vorstellen. Es war jahrelange Praxis - österreichweit - sich die Stellen aufzuteilen.
Kommt es aber zu politischen Veränderungen nach Wahlen und das "Gleichgewicht" verschiebt sich, dann sind die Aufschreie laut.
Es muss hier aber endlich eine klare gesetzliche Vorgabe geben, dass die Parteipolitik bei Postenvergaben keine Rolle mehr spielen darf.
Zu überlegen wäre sogar ein Politikverbot für die Zeit der Funktion als Direktor - also auch der Vorsitz der Gewerkschaft und der Posten des Direktors sind unvereinbar!!!
Weiters der Ausschluss aus allen "Parteigremien" (z.Zt. sind Direktoren in Entscheidungsgremien wie Gemeinderäte, Stadträte und Bezirksparteien vertreten) und eine klare Regelung, dass Parteipolitik nicht in die Klassen getragen wird.
Jetzt können Bogner-Strauß und Faßmann zeigen, wie ernst es ihnen wirklich ist.
Übrigens: Es sind die Gewerkschafter, die sogar bis in die letzte Instanz gehen, wenn Sie "ihren versprochenen Posten" mangels Qualifikation nicht bekommen haben....

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schulzebaue
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Also

Wenn rot und schwarz sich die Republik teilen ists in Ordnung.

Wenn den Roten die Felle davon schwimmen ist Feuer am Dach.

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Sam125
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Die E- Mail - Panne führt uns wiedereinmal eindrucksvoll vor Augen,dass

jede Partei,aber auch wirklich jede Partei, die endlich ganz nahe an der Suppenschüssel (in der Regierung!)sitzt, sich die verschiedensten Posten,wo es nur geht sichert!! Aber in Bezug auf die Lehrerposten,muss ich sagen "Gottseidank"! Denn es wurden über Jahre hinweg die Schieflagen und Probleme in den gesamten Schulen in unserem Land totgeschwiegen und unter den Teppich gekehrt und wenn sich Lehrer dagegen auflehnten, so wurden sie einfach "Mundtot" gemacht! Ja, Frau Wiesinger war eine seltene Ausnahme die sich nicht vor einem Parteikarren spannen ließ! Doch
ihr wurde leider ihr zu früh herausgegebenes Buch zum Verhängnis! In ihrem Fall wäre ein Einlenken des Herrn Faßmann, bestimmt ein Vorteil für unsere Schulpoitik!

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gerbur
9
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Bitte nicht vergessen!

Einen Teil der schwarzen Posten besetzt man natürlich mit jenen Kandidaten, die der katholischen Kirche untertan sind. Frau Wiesinger wurde auch deswegen geschasst, weil Sie diese Malversationen anprangerte. Die kirchenhörigen Direktoren taten auch alles um Abmeldungen vom Religionsunterricht zu verhindern. Gott sei Dank ist in vielen Fällen der "Unterricht" eh selbsterklärend so unsinnig, dass zumindest die Selbstdenker unter den Jugendlichen schnell den Zinnober enttarnt haben, der ihnen dort vorgelabert wird.

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jg4186
6
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Untertan?

Die würde ich gerne kennen, Direktoren, die der Kirche untertan sind, die kirchenhörig sind. Die Zeiten sind schon lange vorbei, sehr lange. Bei den Parteien wäre ich mir da nicht so sicher.

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gerbur
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@jg4186

Ist nicht einmal ein Geheimnis bei welchen Schulen die Besetzung des Direktorsposten von der Kirche bestimmt wird! Würde auch sofort für alle sichtbar werden, wäre die Statistik über die Zahl der Abmeldungen vom Religionsunterricht schulbezogen einsehbar.

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edug16
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Schulpolitik, steirisch

Machst du mir den Orts-Parteiobmann,
bekommst du von mir den Schuldirektorposten.

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carpe diem
2
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Enthüllt?

Allerseits bekannt, Jahrzehnte lang praktiziert. Gerade im Bildungsbereich funktioniert das hervorragend, auch deshalb, weil Lehrer und Lehrerinnen immer noch brav "folgen" und sich nie wehren. Könnte man ja ein Minus kassieren. Und wie das aussieht, kann man jetzt bei Frau Wiesinger beobachten.

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wintis_kleine
1
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@carpe

das ist schon leicht, hier die LehrerInnen in die Kritik zu bringen und als "folgsame Wehrlose" darzustellen.
Es ist schon klar, dass vor allem im Bildungsbereich schon immer die Parteien ihren "Senf" dazu gegeben haben, dafür darf man aber das Bildungspersonal nicht bekritteln.
Viel mehr müsste bei der Besetzung ein unabhängiger Senat tätig sein und wenn schon Parteifarbe ein Rolle spielt so müsste die Zusammensetzung paritätisch erfolgen.
Die LehrerInnen und auch die DirektorInnen machen einen wichtigen Job und sind oftmals an der Grenze der Belastung, wenn Eltern, SchülerInnen, Politik, Vorgesetzte, usw. beinahe jede Woche etwas anderes wollen.
Warum sie "brav" sind?
Ich kann nur die Aussage eines bereits pensionierten Pädagogen dazu schreiben, der da meinte:
"Was immer sich die da oben ausdenken müssen wir an der Basis umsetzen und es funktioniert nur, weil wir nach wie vor das Wohl der Kinder im Focus haben und uns täglich den A..sch aufreißen. Und wenn man einmal etwas dagegen sagt, so wird dann gekontert, dass es ja eh funktioniert"
Das ist leider die Realität.

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hieblerc116
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Panne?

Vielleicht war es eine gewollte Panne! Das Jammern der SPÖ nahen Vertreter ist wenig nachvollziehbar. Sie spüren jetzt die Auswirkungen des Niederganges der SPÖ. Im Bezirk Voitsberg war nach der Landtagswahl 2005 der Bezirksschulrat mehrheitlich rot gefärbt. Seitdem wurde kein einziger Direktorsposten mit einem ÖVP-nahen Kandidaten besetzt. Es wurde seitens der ÖVP trotzdem nicht gejammert.

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