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GrundversorgungLand schließt mehr als 100 Asylquartiere

Die Zahl der Asylwerber ist um mehr als die Hälfte zurückgegangen, nun werden Quartiere aufgelöst. Rund die Hälfte erhält einen positiven Asylbescheid, die andere Hälfte wird verstärkt zurückgeschoben.

Archivbild: Flüchtlinge vor zwei Jahren am Grenzübergang in Spielfeld - die Zahl ist mittlerweile massiv zurückgegangen © APA/HARALD SCHNEIDER
 

Die Zahl der Asylwerber geht in der Steiermark massiv zurück. Laut internen Daten befinden sich derzeit 6.647 Menschen in der vom Land organisierten Grundversorgung. Das ist gegenüber dem Höchststand (Juni 2016: mehr als 14.000) ein Rückgang um mehr als die Hälfte.

Die Menschen selbst sind aber nicht alle "weg", sondern wurden entweder als Flüchtlinge anerkannt (und sind dann rechtlich den Inländern gleichgestellt) oder sie werden vom Innenministerium in ein Abschiebeverfahren übernommen.

Dank der ausgewogenen regionalen Verteilung haben wir keine Region in der Steiermark überfordert.

Landesrätin Doris Kampus (SPÖ)

Die in allen steirischen Bezirken messbare Entspannung lässt die Landesplaner erstmals über die Gesamtlage bilanzieren. Von den 14.000 Angekommenen dürfte die Hälfte einen positiven Asylbescheid erhalten. Von diesen 7000 Glücklichen dürfte wiederum die Hälfte nach Wien oder nach Deutschland abwandern – unter dem Strich bleibt dann ein Viertel im Land. Man rechnet also damit, dass langfristig zwischen 3000 und 4000 Asylberechtigte in der Steiermark bleiben. „Das sind 13 Flüchtlinge pro Gemeinde. So kann Integration gelingen“, sagt die zuständige Landesrätin Doris Kampus (SPÖ). Ihre Bilanz fällt positiv aus: „Dank der ausgewogenen regionalen Verteilung haben wir keine Region in der Steiermark überfordert.“

Als Folge des Rückgangs werden jetzt Asylquartiere in großer Zahl geschlossen. Statt 526 gibt es landesweit aktuell nur mehr 408 solche Quartiere, 118 wurden in den letzten Monaten aufgelöst. Durchschnittlich wohnen 13 Asylwerber in einem Quartier. Hier schlägt sich das Bemühen um Unterbringung in eher kleinen Versorgungseinheiten nieder.

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