Gesund­heit ist ein Ge­schenk. Das weiß Frau M. Seit 1998 lebt die 81-jäh­ri­ge Stei­re­rin mit der Dia­gno­se Lymph­kno­ten­krebs. Eine Dia­gno­se, die noch dazu spät ge­stellt wird, nach lang­jäh­ri­gem Lei­dens­weg, vie­len ver­geb­li­chen Be­hand­lungs­ver­su­chen und der stän­di­gen Un­si­cher­heit, was denn nicht stimmt in ihrem Kör­per. Frau M. nimmt den Kampf gegen den Krebs auf und er­hält ihre erste Che­mo­the­ra­pie. Die in­ne­re Stär­ke und das Durch­hal­te­ver­mö­gen, die sie durch diese schwe­re Zeit füh­ren, ver­or­tet sie in ihrer Kind­heit: „Ich hatte kein leich­tes Leben. Wir waren acht Kin­der in einer Stube, der Vater ist früh ge­stor­ben. Die Mama hat immer ge­sagt, es gibt nichts ge­schenkt. Und erst als Er­wach­se­ne habe ich mir vor­stel­len kön­nen, wie schwer es für sie ge­we­sen sein muss, wenn wir mit gro­ßem Hun­ger zu ihr ge­gan­gen sind – und sie hat uns nichts geben kön­nen.“

Die Che­mo­the­ra­pi­en zei­gen Er­fol­ge, doch kör­per­lich und see­lisch ist Frau M. schwer ge­zeich­net. „Nach der Che­mo­the­ra­pie ging es mir nicht gut. Ich konn­te mich nicht be­we­gen, ich dach­te, ich werde nie wie­der lau­fen kön­nen“, er­in­nert sie sich an diese dunk­len Tage. Aber sie gibt nicht auf. Schritt für Schritt kämpft sie sich zu­rück in ein ak­ti­ves Leben. „Als ich da­nach zum ers­ten Mal wie­der auf den Berg ging, mit einem Ruck­sack am Rü­cken, habe ich zum Wei­nen be­gon­nen.“ Die Wi­der­stands­fä­hig­keit der Stei­re­rin wird aber noch mehr­mals auf eine harte Probe ge­stellt. Ei­ni­ge Jahre nach der Krebs­er­kran­kung er­hält Frau M. einen Herz­ka­the­ter und er­lei­det wäh­rend ihres Kran­ken­haus­auf­ent­halts einen Schlag­an­fall. „Glück im Un­glück“, sagt Frau M. schlicht dazu.

Seit 20 Jahren in Behandlung

„Man muss halt an­neh­men, was kommt.“ Lang dau­ert es, bis ihre Stim­me zu­rück­kehrt und sie wie­der spre­chen lernt. Aber damit nicht genug, muss die Stei­re­rin 27 Darm­ope­ra­tio­nen über sich er­ge­hen las­sen, hat keine funk­tio­nie­ren­de End­ver­dau­ung, Schmer­zen sind ihre stän­di­gen Be­glei­ter. Trost fin­det Frau M. in der Natur. „Drau­ßen in der Natur, egal wo, Haupt­sa­che an der fri­schen Luft, fühle ich mich wohl. Die Stil­le im Wald, das gibt so viel Kraft! Und ich bin dank­bar für jeden ein­zel­nen Tag.“ Die zahl­rei­chen Be­hand­lun­gen, die seit über zwan­zig Jah­ren den All­tag der Stei­re­rin prä­gen, haben viele Spu­ren hin­ter­las­sen. Auch an den Zäh­nen. Im­plan­ta­te sind not­wen­dig, deren Kos­ten von der Kran­ken­kas­se je­doch nicht ge­tra­gen wer­den. Jede Be­hand­lung muss vorab ge­zahlt wer­den, dazu kom­men noch die hohen Fahrt­kos­ten.

Bezahlung der Gesundheitskosten

Mit einer klei­nen Pen­si­on und Pfle­ge­stu­fe 2 ist das kaum zu stem­men. Auch für die längst not­wen­di­ge Gleit­sicht­bril­le ist kein Geld vor­han­den. Frau M. wen­det sich an „Stei­rer hel­fen Stei­rern“ und er­hält Un­ter­stüt­zung bei der Be­zah­lung ihrer Ge­sund­heits­kos­ten. Für Frau M. nimmt diese fi­nan­zi­el­le Hilfe eine große Last von den Schul­tern: „Ich bin ,Stei­rer hel­fen Stei­rern’ so un­glaub­lich dank­bar. Wenn man Schmer­zen hat und kein Geld für eine Be­hand­lung da ist ... Da je­man­den zu haben, der einem hilft – das ist so un­be­schreib­lich schön!“ Ihre Spen­de hilft! Frau M. steht stell­ver­tre­tend für eine große Zahl an Stei­re­rin­nen und Stei­rern, denen die Hilfs­ak­ti­on der Klei­nen Zei­tung, „Stei­rer hel­fen Stei­rern“, im ver­gan­ge­nen Jahr hel­fen konn­te. Mög­lich wurde diese Hilfe durch die groß­zü­gi­gen Spen­den un­se­rer Le­se­rin­nen und Leser.

Mit Ihrer Un­ter­stüt­zung konn­ten wir dafür sor­gen, dass eine fünf­köp­fi­ge Fa­mi­lie nach plötz­li­chem Ver­lust des Ar­beits­plat­zes ihre Heiz­kos­ten zah­len konn­te. Dass eine Stei­re­rin nach dem un­er­war­te­ten Tod des Ehe­man­nes ihre Miete be­glei­chen konn­te. Dass eine Fa­mi­lie nach dem Brand ihres Wohn­hau­ses So­fort­hil­fe er­hielt, um das Al­ler­nö­tigs­te für den All­tag zu be­sor­gen. Dass ein Kind mit einer kör­per­li­chen Be­ein­träch­ti­gung wich­ti­ge The­ra­pie­ein­hei­ten wei­ter wahr­neh­men kann. Dass eine al­lein­er­zie­hen­de Mut­ter nicht mehr auf dem Boden schla­fen muss. Dafür ein herz­li­ches Dan­ke­schön!