In vielen steirischen Tälern ist die weiße Pracht längst Schnee von gestern. Was gestern noch weiß war, ist heute höchstens mit Gatsch bedeckt. Weil die Temperaturen in weiten Teilen der Steiermark nach wie vor über null Grad liegen, taut es, der Schnee schmilzt weg.

Ausreichend geschneit hat es hauptsächlich in den Bergregionen, etwa auf der Turrach, wo laut GeoSphere Austria (ehemals Zamg, Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) bis zu 35 Zentimeter gemessen wurden. Am Grazer Hausberg, dem Schöckl, sind es immerhin 13 Zentimeter.

Ist mit mehr Schnee zu rechnen?

Dürfen die Steirerinnen und Steirer mit mehr Schnee rechnen? GeoSphere-Meteorologe Friedrich Wölfelmaier kann derweil noch keine sichere Prognose abgeben.

Selbst in einer kurzfristigen Wetterprognose für die kommenden Stunden liegen die Modelle bezüglich der Schneefallgrenze noch weit auseinander:

Das kleinflächige Schweizer Wettermodell rechnet mit Schnee auch in der Südoststeiermark
© Kachelmannwetter.at

Nachdem es aber am Dienstag um 14 Uhr in Hartberg noch 4,3 Grad plus hatte, wird es im Osten wohl eher bei Regen bleiben.

Laut deutschem Wettermodell bleibt es in der Ost- und Südoststeiermark bei Regen
© kachelmannwetter.at

Grund für die unsichere Entwicklung ist ein Tiefdruckgebiet, das über Skandinavien weiter in den Süden wandert: "Der ganze Tiefdruckkomplex geht runter bis nach Korsika. Die Auswirkungen sind schwer einzuschätzen." Er rechne von Dienstag auf Mittwoch zwar mit Schnee, aber das meiste auf den Bergen, oberhalb von 800 Meter. Vereinzelt schneien könnte es etwa in Köflach, im oberen Murtal, in Fischbach, am Semmering sowie auf der Soboth und in der Ramsau. In tiefen Lage dürfte es zunächst abermals regnen. Wölfelmaier geht von zehn Liter pro Quadratmeter aus.

In den Bergen dürfte sich der Schnee jedoch länger halten. Mit Ausnahme von Mittwoch wird es wieder kälter. Auf 2000 Meter Höhe erreichen die Temperaturen minus 12 Grad.

Spannend wirds in Ostösterreich am Wochenende

Ab Samstag jedoch deutet sich laut Meteorologe Steffen Dietz von Ubimet "eine sehr interessante Schnee-Entwicklung" an, mit einem Tief von Südosten her kommend. Je nach Modell könnte das auch in Wien 5 bis 40 Zentimeter Schnee im Gepäck haben. "Die derzeit wahrscheinlichste Lösung sieht aber immerhin 5 bis 10 Zentimeter Schnee selbst in Wien und dem östlichen Flachland".

Extrem-Variante in der Prognose der Niederschlagsmenge am Samstag (innerhalb von 24 Stunden).
© Ubimet

In der Südoststeiermark sehen hier einzelne Modelle ebenfalls größere Niederschlagsmengen vor. Aber bis dahin ist es noch ein langer Weg für die Schneeflocken.