Statt des Handyalarmes weckt eine Glocke am Gang die Mönche und mich aus dem Schlaf. Es ist sechs Uhr früh im Stift Admont. Auf zum Morgengebet. Etwa 30 Minuten lang singen die Mönche in zwei Gruppen geteilt Psalmen und ihre Gebete. Zwischen den Geistlichen sitze ich und lausche. Es ist wohl das denkbar größte Kontrastprogramm zur normalen Morgenroutine eines 21-Jährigen: Neben dem Bett liegt kein Handy. Die ersten Gesichter sehe ich nicht am Bildschirm. Wie lange halte ich die mönchische Abgeschiedenheit aus, wie lange ohne digitales Leben? Vier Tage ohne Handy und Internet im Kloster sollen diese Fragen beantworten.
21-Jähriger im Selbstversuch
Wie sich ein Handy-Entzug im Kloster anfühlt
Halten wir es überhaupt noch ohne Smartphone aus? Ein viertägiger Selbsttest
ohne Handy und Internet im Stift Admont — und was eine Psychologin zum Handy-Entzug sagt.
© Martin Huber, Collage