Bildungsdirektorin Meixner im Interview"Schulabmeldungen sind auch Eltern-Protest"

1100 steirische Kinder bleiben heuer im häuslichen Unterricht. Die Bildungsdirektorin erklärt sich das auch als ein Zeichen des Protestes, das viele Eltern damit setzen wollen.

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Bildungsdirektorin Elisabeth Meixner im Gespräch mit Petra Prascsaics
Bildungsdirektorin Elisabeth Meixner im Gespräch mit Petra Prascsaics © KlZ/Ballguide
 

Die Coronazahlen steigen, die Impfbereitschaft stagniert. Expertinnen und Experten fordern, dass die Schulen nie mehr geschlossen werden dürfen. Mit wie vielen Sorgen starten Sie denn in dieses Schuljahr?
Elisabeth Meixner: Ich habe ein positives Gefühl, wir starten mit einer guten Teststrategie in den ersten drei Schulwochen, darunter ist auch ein PCR-Test, der laut Experten verlässlichere Ergebnisse liefert. Das Testen selbst ist für die Schulen natürlich ein hoher Aufwand, aber es ist machbar. Und wir haben in der Steiermark mit 83 Prozent auch eine hohe Durchimpfungsrate unter den Lehrern.

Kommentare (15)
bitteichweisswas
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Einigen Eltern ...

... liegt anscheinend sehr viel daran, dass ihre Kinder nicht gescheiter werden als sie selbst und vielleicht eine echte Chance im Leben bekommen.

axe
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Mir tun

am meisten die Kinder Leid, deren Eltern meinen, ihre Psychosen auf den Schultern ihrer Sprösslinge ausleben zu können…

Ifrogmi
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Von den lehrpersonen...

... hört man immer wieder, dass sie eigentlich über diese Abmeldungen recht froh sind. Abgesehen von hardcore-alternativen, die es immer schön gegeben hat, sind es angeblich grossteils schwierig zu handhabende Kinder mit komplizierten Eltern.

lacrima
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Es gibt Schulen.....

Volksschule, wo es nicht möglich ist im Vorhinein bekannt zu geben, wenn es als Klassenvorstand im Schuljahr 2021/2022 in der ersten Klasse geben wird!!!!! Es wäre wirklich interessant zu wissen, ob das in allen Volksschulen so ist, dass kein Elternteil am ersten Schultag mit in die erste Klasse darf. Unglaublich und da braucht sich keiner zu wundern, wenn es immer mehr Abmeldungen gibt. Früher haben die Lehrer mit den Eltern und den Kindern eine Einheit gebildet!!!!

Carlo62
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@lacrima

Wichtig ist nur, dass Du mit Deinen Rechtschreibkenntnissen nicht auf die Idee kommst, selbst Deine Kinder unterrichten zu wollen!

blackpanther
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Unterricht

ist für die Schüler und nicht für die Eltern! Helikoptereltern müssen halt vor der Schule ihre Propeller abgeben. Und alle Eltern, die glauben, sie müssen ihre Kinder unterrichten, müßten eine Eignungsprüfung mit den Inhalten einer Prüfung von Pädagogen ablegen, bevor sie ihre Kinder unterrichten. Mir tun die Kinder dieser Eltern sehr leid, denn sie erfahren keine Klassengemeinschaft, keine gemeinsamen Ausflüge, keine Schulfeiern usw und sind als Außenseiter abgestempelt.

jaenner61
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nein stimmt nicht

früher gab es keine helikoptereltern, die ihre verweichlichten kinder in die klasse begleitet hätten. wir wussten auch bis zum ersten schultag nicht, welche lehrer uns zugeteilt worden sind, wozu auch? unseren eltern wäre es im trsum nicht eingefallen dagegen zu protestieren. und vor allem, sie werden es nicht glauben, aus dem großteil unserer klasse ist auch was geworden, so ein zufall………..

lacrima
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jänner 61

Was hat das mit dem zu tun, ob aus einem Kind was wird?? Das Kind kann nur selbst etwas dafür tun und auf den Lehrer kommt es auch nicht darauf an.....der Volksschullehrer meinte beim Elternsprechtag, dass mein Kind den anderen immer hinten nach sein wird und ach O Wunder, es hat erfolgreich ein Borg besucht und in Mindestzeit studiert!!!

jaenner61
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ja lachrima

sie haben ja so recht. der lehrer hat absolut keinen einfluss auf die leistung der schüler, darum machen sie das mit sicherheit so nebenbei zu hause mit. und ja, ich bin der festen meinung, dass es in den allermeisten fällen sehr wohl am lehrpersonal liegt, wenn bei den kindern das interesse geweckt wird. und natürlich braucht es auch ein gewisses maß an kontrolle und „druck“. wir menschen gehen eben oft gerne den leichteren weg. in einem punkt gebe ich ihnen recht, lernen müssen die schüler immer selbst. auch wenn ihnen vom arzt zb dringend eine diät empfohlen wird, umsetzen müssen sie es selbst. aber es liegt an ihm die notwendigkeit zu erkennen, uns sie davon zu überzeugen!

neuernickname
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Früher, lacrima, gabs einmal im Jahr den Elternsprechtag

und dort haben die Lehrer den Eltern erklärt, wo ihre Sprößlinge schwach sind und net umgekehrt, die Eltern den Lehrern, wo die Lehrer schwach sind.

Aber du hast recht, das was manche Eltern von der Schule verlangen, dass ihre begnadeten Genies mit Demut behandelt werden und die Lehrer den Genies jeden Wunsch von den Augen ablesen, das kann keine Schule der Welt erbringen.

Da sind die Eltern der Genies dazu gezwungen, ihre Kinder von der Schule zu nehmen und im genialen Elternhaus geniegerecht zu unterrichten.

Was dabei rauskommt, will ich gar nicht wissen.

STEG
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Prüfung

Eltern, die ihre Kinder daheim unterrichten wollen, sollten eine Prüfung ablegen. Ein Kfz darf man ohne Führerschein auch nicht lenken bzw. gilt das auch für alle verantwortungsvollen Berufe. Ohne Bestätigung, dass man die Anforderungen erfüllt, ist eine Berufsausübung nicht möglich!!!

gm72
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Genau

Die Ausbildung dafür ist die Pädagogische Akademie und nach erfolgreichem Abschluss ist man Lehrer.

neuernickname
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Tja - das wars dann wohl mit den öffentlichen Schulen wenn es die "Hochkultur" mitsicbringt, dass Eltern ihre Kinder abmelden.

Das Mittelalter hat uns wieder. Standesdünkel, Adelsprivilegien, Aberglauben, Hexenwahn, Bitterstoffe als Zaubertrank und eine Pandemie der Kickln - das ist die Zukunft.

Irgendeiner - der "Humanist" von eigenem Gnaden, würde seine Kinder auch aus der Schule nehmen, davidgegengoliath verbreitet irgendwelche Twitterexpertisen zu Covid - bleibt ALLES stehen hier - wenn man darauf antwortet - LÖSCHUNG.

Unglaublich wie sich Zeitungen an dem Wiedereinbrechen der Barbarei beteiligen (leider gibt es in Österreich keinen Karl Kraus mehr - und auch der konnte nichts retten.)

Die Vierte Walpurgisnacht bricht über Österreich herein.

Und die Namen sind bekannt - ihre mit Pfeifen und Trommeln (wie bei den mittelalterlichen Landsknechten) begleiteten Demos bekommen eigene Bilderstrecken.

Österreich ist verloren. Die Unvernunft regiert.

calcit
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Entschuldigung…

…sollte grün sein. Geb ihnen hier vollkommen recht!

peter499
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Veränderung in den Schulen ...

Ja, aber nicht unbedingt zum Besseren. "vor allem im musisch-kreativen Bereich" - gibt es weniger Stunden als von einigen Jahren, Besserung kann ich hier keine erkennen.
Junge Lehrerinnen und Lehrer haben zwar eine "Hochschul" Ausbildung, beherrschen aber oft das Handwerk schlechter als ältere Kolleginnen und Kollegen. Was haben sie in der verlängerten Ausbildung wohl gelernt?
Ein "vorzeigbares Fortbildungsprogramm" wird meist von ohnehin engagierten Lehrpersonen in Anspruch genommen. Leider sind das zu wenige.
Es gibt junge Lehrerinnen, die die Leistungsbeurteilungsverordnung entweder nicht kennen oder einfach ignorieren. Wiederholen und Festigen und Beschränkung auf das Wichtige sind vielen fremd.
Offenbar erfährt die Dienstaufsicht selten, was an Schulen tatsächlich geschieht. Potemkin lässt grüßen.
Natürlich gibt es auch wirklich tolle Lehrerinnen und Schulen. Eines meiner Enkelkinder hat nach einem Jahr Grundschule sehr viel gelernt und war am Ende der ersten Klasse noch immer gleich begeistert und motiviert wie beim Schuleintritt.