Hinrichtung in SinabelkirchenAuftragsmord vor Verjährung: Verdächtige frei

Für den Mord an Gianmaria Vitali 2001 in Sinabelkirchen wurden zwei Slowaken verurteilt. Doch die Hauptverdächtigen sind frei. Jetzt muss der Europäische Gerichtshof über ihre Auslieferung entscheiden. Doch die Zeit drängt.

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Auftragsmord in Sinabelkirchen
Das Opfer, der Tatort in Sinabelkirchen und ein Zigarettenstummel, der dort gefunden wurde © Repros: Hans Breitegger
 

Es war eine regelrechte Hinrichtung: Gianmaria Vitali (47) aus dem oberitalienischen Ort Malo durfte noch eine Zigarette rauchen. Dann musste er niederknien. Durch einen Stich in das Rückenmark wurde er gelähmt. Ein angesetzter Kopfschuss beendete schließlich das Leben des Italieners. Das war in der Nacht zum 14. Juli 2001 auf einem Feldweg neben der Südautobahn in Sinabelkirchen.

19 Jahre später wurden zwei slowakische Staatsbürger, Miroslav D. (57) und Igor P. (58), in Graz zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Doch die Hauptverdächtigen, die 57-jährige L’udmila B. und ihr Ex-Schwager, der 54-jährige Michal B., beide in der Slowakei wohnhaft, befinden sich nach wie vor auf freiem Fuß. Das bestätigt STA-Sprecher Christian Kroschl der Kleinen Zeitung.

Die Behörden in Bratislava verweigern die Auslieferung aus formalen Gründen. Das Original des Haftbefehls soll zu spät angekommen sein. Jetzt muss der Europäische Gerichtshof über die Auslieferung nach Österreich entscheiden.

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Hildegard11
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Slowakei

Wo bleibt das EU Recht? Mord verjährt? Unglaublich!

GordonKelz
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Das ORIGINAL des HAFTBEFEHLS soll zu spät

angekommen sein.....Man glaubt es nicht, wie brutalste MÖRDER geschützt werden!
Gordon