Offensive von Sozialpartnern und Industrie"Mehr Krippenplätze statt 'Rabenmütter'-Denken"

Sozialpartner und Industrie fordern österreichweit mehr Unterstützung für Familien, damit diese Beruf und Kinderbetreuung besser vereinbaren können. Die Steiermark sei beim Betreuungsangebot für die Jüngsten Schlusslicht.

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Gerade für Mütter ist Beruf und Familie oft ein schwer zu bewältigender Spagat © Serhii - stock.adobe.com
 

Rund 17 Prozent der Kinder unter drei Jahren besuchen in der Steiermark Kinderkrippen. Österreichweit sind es 27,6 Prozent. Warum das so ist? "Es fehlt am flächendeckenden Angebot", erklärten Sozialpartner und Industriellenvereinigung am Freitag unisono. Denn auch wenn in der Steiermark zusätzlich viele Kinder bei Tagesmüttern betreut werden, in puncto außerfamiliäre Betreuung der Kleinsten sei die Steiermark Schlusslicht. Den Bedarf schätzt man um ein vielfaches höher ein als das Angebot.

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seinerwe
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Große

Unternehmen sollten Kinderbetreuungsplätze anbieten. Dafür müssten sie in anderen Dingen entlastet werden, zB weniger freigestellte Betriebsräte, weniger Bürokratie (Sicherheitspersonen, Ärzte...) Oder mehrere Betriebe sollten sich in diesem Bereich zusammen tun (Banken, Versicherungen...) oder eine Person zusätzlich finanzieren.

jg4186
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Mutter sein

Immer mehr wollen wirklich Mutter sein, bei ihrem Kind bleiben, für das Kind da sein - der Trend ist klar zu beobachten. Man will das Kind nicht mehr so schnell in eine Krippe abschieben: "Warum bin ich Mutter geworden, wenn ich nichts habe von meinem Kind und mein Kind von mir!" sagen viele junge Mütter. Und das sollte man ihnen auch ermöglichen. Was ein Krippenplatz kostet, sollte ein Mutter bekommen, die ihr Kind selbst begleiten und betreuen will, das wäre fair und gerecht!

Mein Graz
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@jg4186

Du verwendest genau die Bezeichnung, die ich völlig ablehne: "abschieben".

Kinder werden nicht "abgeschoben"! Sie kommen in die Krabbelstube, in den Kindergarten, wo sie auf Gleichaltrige treffen, ihre ersten Freunde finden, von Pädagogen gefordert und damit gefördert werden.
Die Familie muss dabei keinesfalls zu kurz kommen. Denn es zählt nicht die Quantität, sondern die Qualität der Zeit, die man mit den Kindern verbringt.
Schon vor etlichen Jahrzehnten gab es Studien die bestätigten, dass Eltern, deren Kinder in KiTas gehen die Zeit mit den Kindern besser nutzen!
Es hängt halt immer von den Eltern ab.

Außerdem kenne ich wesentlich mehr Eltern, die wieder arbeiten wollen als solche, die zu Hause bleiben wollen.
Zu Hause bleiben doch fast immer die Frauen. Die Männer verdienen besser, viele haben die Ansicht dass die Mütter wichtiger sind, manche Frauen werden nicht nur von der Familie sondern auch von der Gesellschaft unter Druck gesetzt - genau mit solchen Aussagen!
"Wofür hast denn Kinder, wenn du sie dann in die KiTa abschiebst" ist ein beliebter und völlig blödsinniger Satz.

mocoro
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Es geht in die falsche Richtung

Es werden nur Kinderbetreuungsplätze geschaffen, aber warum wird nicht gefördert, dass die Mütter/ Väter zum Beispiel bis zur Einschulung der Kinder die Betreuung übernehmen? Niemand kann ein Kind besser betreuen als die eigenen Eltern. Es ist nur wichtig, dass die Eltern schnell wieder zu arbeiten beginnen, um an den Staat Steueren zahlen zu können.

duMont
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Wer zahlt das ? Das Geld von Menschen die das erarbeitet haben wird für Kindergärten ausgegeben und Krabbelstuben.

Arbeitslosen wird das Geld, das sie erarbeitet und dem Staat abgegeben haben weggenommen und Kindergärtnerinnen gegeben. Man sollte lieber die Arbeitslosen besser fördern und nicht ihr Geld für Krabbelstuben ausgeben.

Mein Graz
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@mocoro

"Niemand kann ein Kind besser betreuen als die eigenen Eltern."

Das würde ich so niemals behaupten.

1. Es hängt davon ab, wie die Familie funktioniert. Es gibt genügend Eltern, die ihre Kinder tatsächlich nicht fördern, denen die Kinder wurscht sind. Es gibt sogar noch Eltern, die ihre Kinder schlagen und das in Ordnung finden, weil das ja ihr "Recht" ist, und eine "g'sunde Watschn" hat noch keinem geschadet...
2. Wie viele Eltern bringen ihre Kinder täglich zu Sozialkontakten? Dazu muss man mit Eltern mit etwa gleichaltrigen Kindern zusammen treffen. Das tun wenige.
3. Wie viele Eltern fördern die Kinder in dem Ausmaß, das sie in Krabbelstube oder Kindergarten erhalten? Mein Enkel kommt täglich mit neuem Wissen nach Hause!